Barrierefreie Komfort-Einbauten

Tipps für zukunftssichere Modernisierungen

  • Altersgerechtes Umbauen der vorhandenen Einrichtung
  • Verbesserung des barrierefreien Wohnkomforts z. B. durch den Einbau
    einer ebenerdigen Dusche oder Schiebetüren
  • Intelligentes Ausnutzen von möglichen Stauräumen in der Küche,
    Einbau elektrischer Schubladen-Öffner
  • Wunsch nach neuen, individuellen und passgenauen Möbeln
  • Modernisierung Ihres Wohlfühl-Bades in schwellenloser Ausführung und angepassten Einbauten
  • Einbau von sicheren Fenstern / Türen, am besten wartungsfreie Ausführung in Alu-Holz
  • Erneuerung der Treppen bzw. Treppenstufen
  • Ausbau des bislang ungenutzten Dachgeschosses
  • Einsparungen von Heizkosten aufgrund einer besseren Wärmedämmung , z.B. Fassaden-Verkleidung
  • Umbau der Veranda zum Wintergarten
  • Investition in "sichere Werte" bzw. Wertsteigerung Ihrer Immobilie
  • Ausschöpfen staatlicher Förderungsmaßnahmen

Zuschuss durch KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“

Quelle Bauletter vom 06.10.14
Ab 1. Oktober 2014 können private Eigentümer und Mieter von Zuschüs­sen profitieren, die dem Abbau von Barrieren in Wohngebäuden dienen und zugleich die Einbruchsicherheit erhöhen. Hierfür stellt der Bund insgesamt 54 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Damit wird das seit 5 Jahren etablierte Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt. Kombiniert werden kön­nen die Zuschüsse mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung.

Der Programmstart fiel auf den „Internationalen Tag der älteren Menschen“, den die Vereinten Nationen im Jahr 1991 ausgerufen haben, um die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betonte am 30.9.: "Bei der Sanierung von Wohngebäuden können Bauherren durch die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen nun drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kosten sparen, weil sie die Immobilie nur einmal anfassen müssen.“ Sie könnten ...

  • die energetische Sanierung
  • mit dem Abbau von Schwellen in der Wohnung verbinden und
  • zugleich etwas für die Sicherheit, gegen Einbrüche tun.

Mit dem Programm lassen sich beispielsweise bodengleiche, moderne Duschen, großzü­gig geschnittene Räume oder auch schwellenlose und einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren fördern.

  • Antragsberechtigt sind private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie Mieter.
  • Finanziert werden bis zu 8% der förderfähigen Investitionskosten für die Durch­führung einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung, maxi­mal jedoch 4.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Für den Förderstandard "Altersgerechtes Haus" können Zuschüsse in Höhe von 10% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 EUR pro Wohneinheit, beantragt werden.

Wichtig: Der Zuschuss muss vor Beginn der Arbeiten direkt bei der KfW beantragt werden. Sobald eine Zusage vorliegt, kann dann mit der Modernisierung begonnen werden. Und noch einmal zu Erinnerung: Die Förderung kann mit den KfW Program­men „Energieeffizient Sanieren“ kombiniert werden - siehe u.a. Baulinks-Beitrag „KfW verbessert Programm ,Energieeffizient Sanieren'“ vom 20.1.2013.

Übrigens: Der Verband Wohneigentum e.V. erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass bereits 2012 ein entsprechender Zuschuss nur ein Jahr nach seiner Einführung aus dem Bundeshaushalt wieder gestrichen wurde. Dies löste bei Kennern der Immo­bilienbranche „blankes Unverständnis“ aus: „Das ging vollkommen an der Haupt-Ziel­gruppe, den älteren Menschen, vorbei“, kritisiert aktuell Hans Rauch, Präsident des Verbandes Wohneigentum. Eine aktuell unter den Mitgliedern des Verbandes durch­geführte Studie bestätige zudem, dass ein viel zu geringer Personenkreis die bislang verfügbaren Förder-Kredite beantragt hätten. „Ältere Menschen können oder wollen mit ihrer Rente meist keinen Kredit mehr aufnehmen. Der KfW-Investitionszuschuss ist also die praktikabelste Fördervariante und der beste Anreiz, den Anteil an alters­gerechten Wohnungen zu steigern“, so Rauch weiter.

siehe auch für zusätzliche Informationen:


Komfort-Planer
Komfort-Planer

Broschüre zu komfortablen Wohnen im besten Alter

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RATGEBER Bauen und Wohnen
Ministerium für Soziales, Rheinland-Pfalz
barrierefrei_bauen_und_wohnen.pdf
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Einleitendes Video zum Barrierefreien Umbauen


Informative Broschüre zum Bestellen

Bauletter vom 13.4.2014
In 30 Jahren werden in Deutschland fast 8 Millio­nen Menschen über 80 Jahre alt sein.
Trotz eingeschränkter Fähigkeiten im Alter wollen die meisten möglichst lange selbst­bestimmt in ihrer Wohnung wohnen. „Barrierefrei bauen, heißt für jedes Alter bauen“, erklärt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des BSB. „Deshalb verdient es unsere besondere Aufmerksamkeit.“
Die Erkenntnis, dass eine barrierefreie Umwelt für 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich,
für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist, gewinnt an ge­sellschaftlicher Akzeptanz.
„Denn“, so Mauel, „es geht nicht nur darum, Barrieren zu beseitigen, sondern von vornherein nicht zuzulassen.“

Der BSB hat vor diesem Hintergrund sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau­forschung e.V. in seinem neuen Ratgeber „Barrierefrei Bauen und Wohnen“ dieses Zu­kunftsthemas beispielhaft angenommen.
In 14 Kapiteln erläutert der Ratgeber Anfor­derungen und Möglichkeiten barrierefreien Bauens und des altersgerechten Umbaus.
Begriffe wie barrierearm, rollstuhlgerecht, alten- und behindertengerecht werden un­ter die Lupe genommen. Detailliert werden die einzelnen Wohnbereiche beleuchtet.
Das beginnt bei der Erschließung des Wohnumfeldes, geht in die Wohn- und Schlaf­räume, die Küchen und Bäder. Balkonen, Loggien, Türen und Fenstern sind eigene Ka­pitel gewidmet.

Schritt für Schritt werden Umbaumöglichkeiten aufgezeigt.
Auch zu Hilfsmitteln und Dienstleistungen in zukunftsorientierten Technologien gibt die Broschüre Hinweise.Zur besseren Orientierung sind bereits in den Kapitelüberschriften Problemstellungen angerissen.
Jeder Abschnitt wird zudem mit kurzem Rat auf einen Blick ergänzt. Kleine Checklisten zeigen, worauf es im jeweiligen Bereich ankommt. Grafiken und Fotos er­leichtern die Verständlichkeit.

Die Broschüre „Bauen und Wohnen ohne Barrieren“ kann gegen eine Schutzgebühr von 3,00 Euro brutto zzgl. Versandkosten per E-Mail an Bauherren-Schutzbund angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: