Förderung Barrierefreies Umbauen

Zuschussvariante seit 1.10.14
>KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“

Bauletter vom 6.10.2014
Ab 1. Oktober 2014 können private Eigentümer und Mieter von Zuschüs­sen profitieren, die dem Abbau von Barrieren in Wohngebäuden dienen und zugleich die Einbruchsicherheit erhöhen. Hierfür stellt der Bund insgesamt 54 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Damit wird das seit 5 Jahren etablierte Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt. Kombiniert werden kön­nen die Zuschüsse mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung.

Der Programmstart fiel auf den „Internationalen Tag der älteren Menschen“, den die Vereinten Nationen im Jahr 1991 ausgerufen haben, um die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betonte am 30.9.: "Bei der Sanierung von Wohngebäuden können Bauherren durch die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen nun drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kosten sparen, weil sie die Immobilie nur einmal anfassen müssen.“ Sie könnten ...

  • die energetische Sanierung
  • mit dem Abbau von Schwellen in der Wohnung verbinden und
  • zugleich etwas für die Sicherheit, gegen Einbrüche tun.

Mit dem Programm lassen sich beispielsweise bodengleiche, moderne Duschen, großzü­gig geschnittene Räume oder auch schwellenlose und einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren fördern.

  • Antragsberechtigt sind private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie Mieter.
  • Finanziert werden bis zu 8% der förderfähigen Investitionskosten für die Durch­führung einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung, maxi­mal jedoch 4.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Für den Förderstandard "Altersgerechtes Haus" können Zuschüsse in Höhe von 10% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 EUR pro Wohneinheit, beantragt werden.

Wichtig: Der Zuschuss muss vor Beginn der Arbeiten direkt bei der KfW beantragt werden. Sobald eine Zusage vorliegt, kann dann mit der Modernisierung begonnen werden. Und noch einmal zu Erinnerung: Die Förderung kann mit den KfW Program­men „Energieeffizient Sanieren“ kombiniert werden - siehe u.a. Baulinks-Beitrag „KfW verbessert Programm ,Energieeffizient Sanieren'“ vom 20.1.2013.

Übrigens: Der Verband Wohneigentum e.V. erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass bereits 2012 ein entsprechender Zuschuss nur ein Jahr nach seiner Einführung aus dem Bundeshaushalt wieder gestrichen wurde. Dies löste bei Kennern der Immo­bilienbranche „blankes Unverständnis“ aus: „Das ging vollkommen an der Haupt-Ziel­gruppe, den älteren Menschen, vorbei“, kritisiert aktuell Hans Rauch, Präsident des Verbandes Wohneigentum. Eine aktuell unter den Mitgliedern des Verbandes durch­geführte Studie bestätige zudem, dass ein viel zu geringer Personenkreis die bislang verfügbaren Förder-Kredite beantragt hätten. „Ältere Menschen können oder wollen mit ihrer Rente meist keinen Kredit mehr aufnehmen. Der KfW-Investitionszuschuss ist also die praktikabelste Fördervariante und der beste Anreiz, den Anteil an alters­gerechten Wohnungen zu steigern“, so Rauch weiter.

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EINBRUCHSCHUTZ __________ Türen-Wechsel jetzt !

Bemerkenswerter Einbruchschutz mit modernen Funktionstüren

Kampagne-Logo 'Türen wechseln jetzt!'  

Bauletter vom 09.7.2014

Einbrüche finden ganzjährig statt, treten aller­dings in den dunkleren Monaten November bis März und wäh­rend längerer Ferienzeiten verstärkt auf. Die Täter schlagen gerne tagsüber zwischen 12 und 20 Uhr zu, wenn sie die Be­wohner außer Haus vermuten und sie getarnt als Lieferant oder Besucher keinen Verdacht bei aufmerksamen Nachbarn erregen.

In puncto Sicherheit bieten Fenster und Türen die größten Schwachstellen. In 77 Prozent aller Fälle soll der Zugang durch das Aufhebeln der Wohnungstür an ihrer Öffnungssei­te gelingen. Wie eine Studie der Polizei NRW zeigt, helfen Si­cherheitstechniken aus Baumärkten oder entsprechende Vorrichtungen zum Nachrüs­ten einer Tür bei Einbrüchen nur bedingt. Ein geübter Täter benötigt lediglich wenige Sekunden, geringen Kraftaufwand und ein leicht zu verbergendes Hilfsmittel wie ei­nen Schraubenzieher – und schon hat er eine unzureichend gesicherte Wohnungsab­schlusstür überwunden.

Einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 bietet Paroli

Damit eine Tür vor Einbrechern schützen kann, braucht sie mehr als nur ein stabiles Schloss. Den besten technischen Schutz bieten moderne, einbruchssichere Türen nach der geltenden Sicherheitsnorm DIN EN 1627 ff für einbruchhemmende Baupro­dukte. Die einbruchhemmenden Eigenschaften dieser Türen haben die normierten Prüfungsverfahren „Widerstandsfähigkeit gegen statische Belastungen, dynamische Belastungen und manuelle Einbruchversuche“ bestanden und entsprechen dem ak­tuellen Stand der Technik. Bei diesen „Tür-Systemen“ ergibt sich ihre Widerstands­kraft aus ...

  • verstärkten Bändern und Blendrahmen,
  • einem stabilen trittsicheren Türblatt,
  • Zylindern mit Kernziehschutz,
  • mit Mauerankern eingeschraubten Schließblechen sowie
  • speziellen Füllungen.

Dabei sind Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag genau aufeinander abgestimmt und bieten so keine Schwachstellen.

Wird solch eine Tür von zertifizierten Monteuren normgerecht eingebaut, stellt sie ein echtes Hindernis für Einbrecher dar. Wenn sie es überhaupt schaffen, brauchen auch Profis deutlich länger, um eine Funktionstür zu öffnen. Daher gilt: Türen nach der Si­cherheitsnorm DIN EN 1627 ff schaffen deutlich mehr Sicherheit. Denn auch das zeigt die Polizeistudie aus NRW: Kann sich ein Einbrecher nicht innerhalb von zwei bis maxi­mal fünf Minuten Zutritt verschaffen, bricht er sein Vorhaben ab.

Sichere Türen auch für Innenräume, beispielsweise für das Schlafzimmer

Sollte ein Einbrecher dennoch in die Wohnung eingedrungen sein, gibt es auch im In­nern effektive Sicherheitsvorkehrungen. Gerade für das Schlafzimmer empfiehlt sich eine RAL geprüfte einbruchhemmende Innentür. Sie sorgt für eine ruhige Nacht und ein behagliches Sicherheitsgefühl. Türblätter mit der Gütesicherung RAL-RG 426 wer­den in Tests auf Verformungen, wie Verbiegung und Verwindung, harte sowie weiche Stöße getestet. Dabei kommen Stahlkugeln und 30 Kilogramm schwere Medizinbälle zum Einsatz. Je nach ihrem Verhalten werden die Türblatttypen in zwölf Klassen ein­gestuft. Zusätzliche Sicherheit bieten robuste Sicherheitsbänder und Sicherheits­schlösser mit Dreifachverriegelung.

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"Barrierefrei Bauen + Wohnen"



  

Bauletter vom 13.4.2014
In 30 Jahren werden in Deutschland fast 8 Millio­nen Menschen über 80 Jahre alt sein. Trotz eingeschränkter Fähigkeiten im Alter wollen die meisten möglichst lange selbst­bestimmt in ihrer Wohnung wohnen. „Barrierefrei bauen, heißt für jedes Alter bauen“, erklärt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des BSB. „Deshalb verdient es unsere besondere Aufmerksamkeit.“ Die Erkenntnis, dass eine barrierefreie Umwelt für 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich, für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist, gewinnt an ge­sellschaftlicher Akzeptanz. „Denn“, so Mauel, „es geht nicht nur darum, Barrieren zu beseitigen, sondern von vornherein nicht zuzulassen.“

Der BSB hat vor diesem Hintergrund sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau­forschung e.V. in seinem neuen Ratgeber „Barrierefrei Bauen und Wohnen“ dieses Zu­kunftsthemas beispielhaft angenommen. In 14 Kapiteln erläutert der Ratgeber Anfor­derungen und Möglichkeiten barrierefreien Bauens und des altersgerechten Umbaus. Begriffe wie barrierearm, rollstuhlgerecht, alten- und behindertengerecht werden un­ter die Lupe genommen. Detailliert werden die einzelnen Wohnbereiche beleuchtet. Das beginnt bei der Erschließung des Wohnumfeldes, geht in die Wohn- und Schlaf­räume, die Küchen und Bäder. Balkonen, Loggien, Türen und Fenstern sind eigene Ka­pitel gewidmet.

Schritt für Schritt werden Umbaumöglichkeiten aufgezeigt. Auch zu Hilfsmitteln und Dienstleistungen in zukunftsorientierten Technologien gibt die Broschüre Hinweise.

Zur besseren Orientierung sind bereits in den Kapitelüberschriften Problemstellungen angerissen. Jeder Abschnitt wird zudem mit kurzem Rat auf einen Blick ergänzt. Kleine Checklisten zeigen, worauf es im jeweiligen Bereich ankommt. Grafiken und Fotos er­leichtern die Verständlichkeit.

Die Broschüre „Bauen und Wohnen ohne Barrieren“ kann gegen eine Schutzgebühr von 3,00 Euro brutto zzgl. Versandkosten per E-Mail an Bauherren-Schutzbund angefordert werden.

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Augenstress - APP


Bauletter vom 14.02.2014

Augenstress-App

 

 

Unsere Augen sind nicht gebaut für die immer stärker zuneh­mende Nutzung von digitalen Endgeräten. Untersuchungen zeigen: Mehr als zwei Drittel der Erwachsenen, die regelmäßig digitale Displays nutzen, sind von Beschwerden betroffen, die schlicht auf eine Sehbelastung zurückzuführen sind. Und eine Umfrage unter rund 800 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich im Alter zwischen 30 und 45 Jahren ergab, dass 61% über Augenermüdung, 38% über brennende Augen, knapp zwei Drittel über Nackenverspannungen und 31% über Kopfschmerzen klagen.

Um selbst testen zu können, ob die Augen unter digitalem Sehstress leiden, hat ZEISS die Augenstress-App entwickelt, die genau dies prüft. Sie ist sowohl für iOS-Geräte als auch für Google Endgeräte verfügbar.

Das Sehstress-Ergebnis wird anhand eines Nah-Fernsicht-Tests ermittelt, der errechnet, wie lange die Augen benötigen, um abwechselnd immer wieder einen Gegenstand in der Ferne und dann wieder das Display scharfzustellen. Denn genau das müssen unsere Augen täglich leisten - den ständig wechseln­den Blick auf verschiedene Sehbereiche und dann immer wieder das Scharfstellen auf das Endgerät. Ist das Sehstress-Ergebnis hoch, sollte ein Augenoptiker aufgesucht werden. Denn dieser kann jetzt ein Brillenglas anbieten, das genau für den Blick auf Smartphone, Tablet & Co. entwickelt wurde. Die App bietet neben dem Augenstress-Test noch weitere Features wie erklärende Animationen zum Thema Sehstress oder die eingebundene Augenoptikersuche.

Was ist digitaler Sehstress?

Die Augenlinse verliert an Elastizität und muss sich mehr anstrengen, um Dinge in der Nähe scharf zu stellen. Bereits im Alter zwischen 30 und 45 Jahren kann der konzentrierte Blick auf einen kleinen Bildschirm schon mal mühsam werden. Müdigkeit der Augen oder Kopfschmerz entstehen. Dazu kommt, dass die Schriften und Bilder auf den meisten Geräten klein sind, und die Geräte in einem geringeren Abstand gehalten werden als eine Zeitung oder ein Buch (30 im Gegensatz zu 40 Zentimetern).

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Checkliste zum Hauskauf

 

Checkliste für Bauherren /Erwerber von Ein- + Zweifamilienhäusern


Bauletter vom 17.2.2014
Die Planung und die Prüfung von Angeboten wäh­rend der Bauphase stellen Bauherren gerne vor große Heraus­forderungen und werfen immer wieder neue Fragen auf. Wie liest man die Angebote richtig? Welche Leistungen werden mit dem Auftrag abgegolten? Welche Arbeiten sind selbst zu er­bringen? Und was bedeuten eigentlich Passagen wie “bauseits vorzuhalten/beizubringen” oder “ab Oberkante Kellerdecke/Bo­denplatte” genau?

 

 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) hat dazu eine neue Checkliste als praktische Ori­entierungshilfe entwickelt, die Häuslebauern dabei helfen kann, beim “Projekt Eigenheim” nicht den Überblick zu verlie­ren.

 

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Gesund Renovieren // Broschüre

 

 

Gesund und umweltfreundlich renovieren“

Bauletter vom 3.2.2014
Wer sich zu Hause frische Farbe, neue Tapeten oder andere Bodenbeläge gönnt, sollte dabei nicht nur auf den Farbton und das Muster achten. Denn aus manchen Produkten kann über lange Zeit eine große Menge Schadstoffe wie z.B. Lösemittel in die Raumluft ausdünsten und die Gesundheit der Bewohner belasten. Auch neue Einrichtungsgegenstände kön­nen stark riechen, allergische Reaktionen, Müdigkeit und Kopf­schmerzen hervorrufen. Das Umweltbundesamt rät daher, nur emissionsarme Produkte in Innenräumen zu verwenden, welche am schnellsten am Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu erkennen sind.

Die Broschüre „Gesund und umweltfreundlich renovieren“ gibt darüber hinaus hilfreiche Informationen zum Umgang mit Farben, Lacken, Lasuren und anderen Renovierungsprodukten sowie Tipps zur richtigen Produktauswahl, denn die angebotene Vielfalt ist nahezu unbegrenzt. Mit den Hinweisen in der Broschüre lassen sich mögliche Gesundheitsgefahren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzie­ren.

Die Broschüre ist kostenlos und lässt sich auf der Internetseite des Umweltbundesam­tes unter umweltbundesamt.de > Publikationen als Druckexemplar bestellen oder als PDF-Dokument downloaden (direkter PDF-Download).

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Broschüre Wohngesundheit

 „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“

Bauletter vom 1.1.2014
In der Broschüre „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ erklärt der Verband der Deutschen Holzwerk­stoffindustrie (VHI), wie sich Holzprodukte auf die Innenraum­luft, das Wohnklima und das individuelle Wohlbefinden auswir­ken. Unter der wissenschaftlichen Mitarbeit von Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich (Hochschule Rottenburg), spiegelt die Broschüre auf 20 illustrierten Seiten in neun Kapiteln den aktuellen Wissensstand in leicht verständlicher Darstellung wider.

In den ersten Kapiteln erfährt der Leser viel Wissenswertes über nachhaltiges Bauen und angenehmes Wohnen mit Holz­produkten. Die unterschiedlichen Aspekte des Bewohnens von Holzhäusern und des täglichen Lebens in mit Holz gestalteten Innenräumen werden genauer dargestellt. Weiterhin geht es in jeweils eigenen Kapiteln um ...

  • die Raumluftqualität,
  • Luftemissionen und
  • den sorgsamen Umgang mit natürlichen und chemischen Schadstoffquellen.

„Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ informiert den Leser auch darüber, wa­rum Holz in den vergangenen Jahrzehnten an Beliebtheit gewonnen hat. Neben Um­welt- und Klimaschutz-Vorteilen wirft Holz seinen „ausgleichenden Charakter“ in die Waagschale.

Im Anhang enthält die Broschüre Tipps und Empfehlungen zu gesundheitsförderndem Verhalten sowie eine Linkliste zu den Webpräsenzen von Fachinstitutionen.

Die Broschüre können Interessierte unter vhi.de > VHI - der Verband > Downloads unentgeltlich downloaden (direkter PDF-Download).

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Hausverkauf gegen Leibrente

Mit Hausverkauf und Leibrente den Ruhestand absichern

Bauletter vom 18.11.2013
Der Kauf von Immobilien ist in Deutschland eine beliebte Form der privaten Altersvorsorge. Läuft alles nach Plan, ist das Eigentum im Ruhestand schuldenfrei und trägt zur Entlastung des Haushaltsbudgets bei. Immobilien können aber auch altersbedingt oder aus finanziellen Gründen für Rentner zur Last werden. Es ist jedoch möglich, aus dem Eigenheim bis zum Lebensende ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen, ohne es weiter besitzen und unterhalten zu müssen. Dies zeigt die Wüstenrot Immobilien GmbH am Beispiel der Leibrente auf.

Der Begriff „Leibrente“ umschreibt den Verkauf einer Immobilie auf Rentenbasis. Dabei verpflichtet sich der Käufer, dem Ver­käufer eine fest vereinbarte Rente zu zahlen. Die Laufzeit ist variabel gestaltbar, da hierfür keine Vorschriften existieren. In der Praxis hat sich die Zahlung einer Leibrente bis zum Lebens­ende durchgesetzt.

„Die demografische Entwicklung, die Singularisierung der Bevölkerung sowie ein Mo­dernisierungsstau bei älteren Immobilien und das sinkende Rentenniveau führen dazu, dass es den Menschen immer schwerer fällt, ihre Immobilie zu bewirtschaften und in sie zu investieren“, gibt Günter Schönfeld, Geschäftsführer der Wüstenrot Immobilien GmbH zu bedenken. Der Hausverkauf auf Leibrentenbasis ist in solchen Fällen beson­ders lohnend, da durch die laufenden monatlichen Einnahmen der Ruhestand zusätzlich abgesichert werden kann.

Die Höhe der Leibrente wird durch den Immobilienwert, die Laufzeit und einen Zins be­stimmt. Diese Bewertung des Eigentums kann beispielsweise durch Immobilienmakler­gesellschaften und Gutachter erfolgen. Auch das Alter und das Geschlecht des Ren­tenberechtigten spielen bei der Berechnung eine Rolle. Hierbei wird der statistische Mittelwert zugrunde gelegt, der auf den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes basiert. Verschiedene Leibrenten-Rechner im Internet vermitteln einen ersten Ein­druck, mit welchen Rentensummen gerechnet werden kann. Spezielle Vereinbarungen können sich jedoch auf die tatsächliche Rentensumme auswirken.

„Einfluss auf die Rentenhöhe haben zum Beispiel einmalige Abschlagszahlungen seitens des Käufers oder die Einigung auf eine Rentengarantiezeit. Auch die Einräumung eines lebenslangen oder zeitlich begrenzten Wohnrechts für den Verkäufer mindert die Leib­rente, da der Eigentumswert entsprechend sinkt“, erklärt Schönfeld.

Vor- und Nachteile eines Verkaufs auf Leibrentenbasis

Wenn das Eigenheim zur Last wird, denken viele Immobilienbesitzer zuerst an den klassischen Verkauf der Immobilie, um die Kaufsumme gewinnbringend anlegen zu kön­nen und damit ihre Rente aufzustocken. Zusätzlich sichern sie sich durch die Eintra­gung eines lebenslangen Wohnrechts im Grundbuch die Möglichkeit, bis zum Lebense­nde als Mieter in der Immobilie bleiben zu können. Doch dieses Geschäft ist nur auf den ersten Blick vielversprechend: Durch die aktuell niedrigen Zinsen kann die Miete nicht durch den Zinsertrag der angelegten Verkaufssumme gedeckt werden und die Menschen müssen ihre Rente oder ihre Ersparnisse anzapfen, um die Kosten zu de­cken. Durch die Inflation wird der Wert der angelegten Kaufsumme noch zusätzlich geschmälert. Somit hat dieses Geschäft durch die niedrigen Hypothekenzinsen und den Mietertrag meist nur für den Käufer Vorteile, der mit der Miete sogar einen Teil der Tilgung leisten kann. Aus diesem Grund ist diese Art der Immobilienveräußerung zur Absicherung im Alter im Einzelfall genau zu prüfen.

Bei einem Hausverkauf gegen eine Leibrente im Alter erhält der Verkäufer hingegen re­gelmäßige Einnahmen. Für ihn rechnet sich dieses Rentenmodell vor allem in der lang anhaltenden Niedrigzinsphase, da der Ertrag aus der Leibrente höher ausfällt als die Anlage des Erlöses aus dem Hausverkauf. Zudem wird der Ertragsanteil bei Leibrenten niedriger besteuert als bei Geldanlagen, wodurch sich eine Steuerersparnis ergibt. Eine Wertsicherungsklausel im Vertrag sorgt zudem dafür, dass die Leibrente entsprechend der Geldentwertung jährlich aufgestockt wird.

Für Käufer ist diese Form der Immobilienfinanzierung interessant, da sie keinen Bank­kredit aufnehmen müssen und den Kaufpreis mit monatlichen Rentenzahlungen abstot­tern können. Wird der Verkäufer jedoch älter als angenommen, so entsteht für den Käufer ein Nachteil. In diesem Fall zahlt er mehr für eine Immobilie, als wenn er den Kaufpreis auf einmal entrichtet hätte. Umgekehrt kann er finanziell davon profitieren, wenn der Verkäufer früher als angenommen verstirbt.

Vereinbarungen schriftlich festhalten

Die Leibrente wird in einem notariell beglaubigten Vertrag vereinbart, der alle Rechten und Pflichten der Vertragspartner enthält. Zudem sollte sie im Grundbuch in Form einer Reallast zugunsten des Verkäufers an erster Stelle abgesichert werden. Vor einem Ge­schäft auf Leibrentenbasis ist zu empfehlen, einen Notar und Steuerberater zu Rate zu ziehen, die individuell auf Rechts- und Steuerfragen eingehen können.

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Fliesen ohne Meister ??

Hohe Schäden, schlechter Ruf:
„Ohne Korrektur der Meisterpflicht stirbt das Fliesenlegerhandwerk“


  

Bauletter vom 5.11.2013
Die Abschaffung der Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk war eine Fehlentscheidung zulasten dieser Branche und der Verbraucher. Dies ist die Bi­lanz des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach bald zehn Jahren Erfahrung mit der Novelle der Hand­werksordnung (HwO). Die Qualität in dem einstigen Vorzeige-Handwerk sei drastisch gesunken und die Ausbildungsleistung eingebrochen.

Zahl der Fliesenlegerbetriebe verfünffacht, Meister­prüfungen im Fliesenlegerhandwerk gefünftelt

Die Zahl der Fliesenlegerbetriebe hat sich seit In-Kraft-Treten der HwO-Novelle mehr als verfünffacht. Waren im Jahr 2004 in Deutschland etwa 12.000 Fliesenlegerbetriebe einge­tragen, waren es am 31. Dezember 2012 über 68.000; darun­ter 18.500 Betriebe, deren Inhaber aus den MOE-Staaten kom­men.

Vor In-Kraft-Treten der HwO-Novelle im Jahr 2004 lag die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen im Fliesenlegerhand­werk konstant bei etwa 550 pro Jahr, mittlerweile sind es nur noch knapp 100 Meisterprüfungen, mithin ein Rückgang um 80%.

Auch die Ausbildungsleistung hat um mehr als die Hälfte abgenommen. Wurden im Jahr 2002 deutschlandweit noch knapp 4.500 Fliesenleger ausgebildet, so waren es im Jahr 2012 nur noch etwas mehr als 2.000. Langfristig werden durch diese Entwicklung qualifizierte Mitarbeiter und Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung ver­mitteln können.

gnadenloser Unterbietungswettlauf

Ursache für diese dramatische Entwicklung ist der Wegfall der Meisterpflicht für Flie­senleger zum 1. Januar 2004 aufgrund der HWO-Novelle - siehe zur Erinnerung Bau­links-Beitrag „Bundesregierung will das Handwerk zukunftsfest und europasicher ma­chen“ vom 29.5.2003. Jeder der möchte, kann sich ohne Nachweis einer Qualifikation als Fliesenleger selbstständig machen. Dies führte zu einem gnadenlosen Unterbie­tungswettlauf. Selbst florierende Unternehmen sahen sich gezwungen, langjährige Mitarbeiter zu entlassen. Diesen blieb nur der Weg sich - meist als Ein-Mann-Betrieb - selbstständig zu machen, nicht selten als Scheinselbstständige. Als solche haben sie keinen Anspruch auf den Tariflohn. Die Konkurrenz mit wenig oder gar nicht qualifizier­ten Anbietern drückte ihr Einkommen stetig weiter nach unten. Kaum einer der mitt­lerweile zu Einzelunternehmern geschrumpften Betriebe bildet noch aus. Ohnehin ist die Branche unter den bestehenden Bedingungen für den Nachwuchs wenig attraktiv. Das Image hat zusätzlich gelitten, weil ohne Fachkräfte die Qualität der Arbeit in Ver­ruf geraten ist. Kunden müssen mit gravierenden Mängeln rechnen, die Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro nach sich ziehen.

Ein einst stolzer Handwerkszweig bald Geschichte?

„Der Wegfall der Meisterpflicht für Fliesenleger hat in eine Sackgasse geführt“, stell­te der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers fest. „Wird dem nicht schnellstens entgegengesteuert, wird es in wenigen Jahren so gut wie keine Qualitätsbetriebe in dieser Branche mehr geben. Das Know-how ist dann ein für alle­mal weg und ein einst stolzer Handwerkszweig damit Geschichte. Verbraucher, die dann verlässliche Qualität für ihre Immobilie wollen, werden lange suchen und dabei viel Glück haben müssen, bis sie einen qualifizierten Fachmann finden.

„Die Vielzahl der Einmann-Betriebe bereitet uns große Sorgen. Denn sie bilden das Einfallstor für Illegalität am Bau. Sie erhalten die Zulassung im Fliesenlegerhandwerk, treten aber als Kolonnen auf Baustellen auf und verrichten eine Vielzahl von Tätigkei­ten anderer Gewerke, was zu Schäden weit über das eigentliche Fliesenlegerhand­werk hinaus führt.“ Ergänzte Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

IG BAU und ZDB fordern von der neuen Bundesregierung eine Korrektur der HwO-Novelle.

Es müsse sichergestellt werden, dass Kunden für ihr Geld fachgerechte Leistungen er­halten und nicht erst über langwierige und oft aussichtlose Prozesse hohe Schadens­summen einklagen müssen. Ein auch zukünftiges Angebot an Fach- und Meisterleis­tungen wird es aber nur geben, wenn gut qualifizierte Kräfte sich nicht weiterhin in Konkurrenz zu ungelernten Dumpinganbietern gezwungen sehen. Der einfachste Weg dahin ist die Rückkehr zur Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhand­werk.

Eine solche Entscheidung würde nicht nur das Fliesenlegerhandwerk stärken, sondern wäre ein starkes Zeichen für die duale Berufsausbildung, um die Deutschland beneidet wird.

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Handwerker und Hausbesitzer vor Gericht


Bohren, sägen, hämmern:
Wenn Immobilienbesitzer und Handwerker vor Gericht ziehen

Bauletter vom 5.11.2013
Sie sind häufig unverzichtbar. Wenn an einer Immobilie etwas zu repa­rieren ist, das über die einfachsten Allerwelts-Arbeiten hinaus geht, dann müssen Handwerker gerufen werden. Das kann die Heizung, den Sanitärbereich, die Elektrik, den Fußbodenbelag oder die Küchenausstattung betreffen. Erst recht sind sie natür­lich bei der Errichtung eines Hauses gefragt. Hier fehlen den meisten Bauherren so­wohl der Sachverstand als auch die Zeit.

Leider ist das Verhältnis zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern nicht immer nur harmonisch. Regelmäßig wird über die Qualität der abgelieferten Arbeit und über die korrekte Abrechnung gestritten. Auch zwischen Mietern und Vermietern kann es deswegen zu Ärger kommen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat einige Fälle zusammengetragen, die von deutschen Gerichten entschieden werden mussten.

Fotos vom Meisterwerk zu Werbezwecken

Was ist eigentlich davon zu halten, wenn ein Handwerker so stolz auf seine Arbeit ist, dass er sie fotografiert und die da­bei entstandenen Aufnahmen für Werbezwecke verwendet? Ein Sanitärbetrieb hatte das getan und die Bilder online ge­stellt. Der Kunde wollte ihm das gerichtlich verbieten lassen. Doch das Amtsgericht Donaueschingen (Aktenzeichen 11 C 81/10) sah das nicht ganz so streng. Wenn man aus den Fo­tos weder auf den Namen noch auf die Adresse des Betroffe­nen schließen könne, so hieß es im Urteil, dann würden auch dessen Persönlichkeitsrechte nicht verletzt.

Kaufpreiserstattung bereits vor'm Einbau?

Manche Firmen hätten gerne bereits den kompletten Kaufpreis für die Geräte erstat­tet, bevor sie auch nur mit den Einbau-Arbeiten begonnen haben. Doch in dieser Hin­sicht ist die Rechtsprechung verbraucherfreundlich. So entschied der Bundesgerichts­hof (Aktenzeichen VII ZR 162/12), dass die Vertragsklausel eines Küchenbauers ("Der Kaufpreis ist spätestens bei Anlieferung der Kaufgegenstände ohne Abzug zu bezah­len.") unwirksam sei. Hier war es um eine Küche im Wert von knapp 24.000 Euro ge­gangen. Der BGH bemängelte an der Klausel, dass dem Kunden jedes Druckmittel feh­le, wenn er bereits bezahlt habe und der Einbau mangelhaft ausfalle.

Reklamation mit konkreter Fristsetzung

Wenn die Leistung nicht stimmt, dann mahnt der Kunde in der Regel beim Handwerker eine Nachbesserung an. Das ist sein gutes Recht. Allerdings sollte man sich bei einer solchen Reklamation nicht auf rechtliches Glatteis begeben. Das stellte das Oberlan­desgericht Stuttgart (Aktenzeichen 10 U 9/09) fest, als ein Bauherr Mängel an einem Flachdach monierte. Er forderte den Handwerker auf, innerhalb einer bestimmten Frist seine Bereitschaft zur Mängelbeseitigung zu erklären. Die Richter des Zivilsenats wie­sen darauf hin, das sei zu unklar gewesen. Der Bauherr hätte statt dessen dem Hand­werker eine konkrete Frist setzen müssen, innerhalb derer er mit den Arbeiten begin­nen soll.

Steuerermäßigung bei Handwerkerleistungen

Der Staat gewährt seit einigen Jahren bei Handwerkerleistungen eine Steuerermäßi­gung. In der Vergangenheit war allerdings die Frage nicht ganz geklärt, ob das nur auf Leistungen zutrifft, die innerhalb des eigenen Areals des Steuerzahlers erbracht werden, oder ob der Radius auch größer zu fassen ist. Hier ging es um den Anschluss eines Grundstücks an die Trinkwasserversorgung. Teile der Arbeiten fanden naturge­mäß auf öffentlichem Grund statt. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Aktenzei­chen 7 K 7310/10) bewertete das Ganze jedoch als nicht trennbare einheitliche Leis­tung  und ließ den Bürger seine Ausgaben für die Handwerker innerhalb der geltenden Höchstgrenzen steuerlich geltend machen.

Mit einer anderen steuerlichen Variante der Handwerkerleistungen hatte es ein Ehe­paar zu tun. Beide Partner bewohnten Einfamilienhäuser an verschiedenen Orten und ließen daran Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen vornehmen. Insgesamt wollten sie eine Steuerermäßigung von rund 1.050 Euro geltend machen. Der Fiskus erkannte jedoch nur den Höchstbetrag von 600 Euro an. Das sei auch kor­rekt so, entschied in letzter Instanz der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VI R 60/09). Zusammen veranlagten Ehepartnern werde die Steuerermäßigung nur einmal bis zum Maximalbetrag gewährt - auch dann, wenn sie zwei Objekte vorweisen können.

Do-It-Yourself-Schönheitsreparatur rechtens

Manche Menschen bringen, obwohl sie niemals ein Handwerk erlernt haben, erstaun­liche Fähigkeiten in dieser Richtung mit. Sie würden auch so manche Schönheitsrepa­ratur, zu der sie verpflichtet sind, gerne selbst leisten. Und das darf ihnen, wenn sie Mieter sind, der Eigentümer eines Objekts auch nicht so ohne weiteres verwehren. Eine Vertragsklausel, wonach alle Arbeiten an Fachbetriebe zu vergeben seien, hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 294/09) als unwirksam bezeichnet. Weil ihnen das Recht beschnitten war, selbst tätig zu werden, mussten sie nun am Ende gar nichts machen (lassen).

 


 

Keine eigenmächtige Beauftragung durch Mieter

Wenn der Mieter der Meinung ist, der Einsatz eines Handwerkers in dem Objekt sei nötig, dann sollte er tunlichst nicht eigenmächtig den Auftrag erteilen, sondern Rück­sprache mit dem Eigentümer halten. Nur bei dringlichen Notfalleinsätzen ist das an­ders. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Aktenzeichen 6 C 184/11) war sogar der Mei­nung, selbst bei einem Heizungsausfall im Winter hätte die Zeit noch reichen müssen, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen bzw. diesem eine Frist zur Erledigung der Reparaturen zu setzen.

Keine Leistungsfreiheit für Leitungswasser-Versicherer

Ein Leitungswasser-Versicherer kann sich in der Regel nicht auf Leistungsfreiheit be­rufen, wenn im Zusammenhang mit Arbeiten nach einem Rohrbruch größere Schäden entstehen. Im konkreten Fall hatte ein Handwerker vor dem Ausführen der Reparatu­ren in einem Ladenlokal weder Mobiliar noch sonstiges Inventar abgedeckt und so er­heblichen Schaden bewirkt. Der für den Gebäudeinhalt zuständige Versicherer sah sich nicht in der Pflicht. Doch das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 64/10) stellte fest, der Versicherer müsse leisten, denn der Schaden sei „adäquat kausal auf das ausgetretene Wasser aus dem Heizungsrohr zurückzuführen“.

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Schätzung Eigenverbrauch PV-Anlage

Solarkonfigurator für selbst erzeugten und genutzten Strom


  

Bauletter vom 26.9.2013
Solarwatt hat einen „Solarkonfigurator“ online gestellt. Unter solarwatt.de/de/solarkonfigurator können Ver­braucher ausrechnen, wie sich die Nutzung von selbst erzeug­tem Strom auf Dauer lohnen könnte.

Egal ob privater Haushalt oder Gewerbetreibender - der Solar­konfigurator will aufzeigen, wieviel Stromkosten durch selbst erzeugte Solarenergie eingespart werden können. In Kombi­nation mit einem Speicher sind Solardächer in Deutschland in der Lage, bis zu 80% des eigenen Strombedarfs zu decken. „Das spart auf Dauer er­hebliche Kosten und gibt Sicherheit, denn der Preis für den selbsterzeugten Strom ist für die nächsten 30 Jahre fixiert“, so Detlef Neuhaus, CEO des Unternehmens.

Nutzer des Konfigurators erhalten schon mit den ersten Eingaben eine Abschätzung zum eigenen Einsparpotenzial. Je ausführlicher dann die Fragen im Rechner beantwor­tet werden, desto detaillierter wird die Auswertung. Zusätzlich hilft der Rechner Ver­brauchern, zahlreiche Funktionen smarter Solartechnik zu verstehen.

So wird das Einsparungspotenzial berechnet: Zunächst muss der Nutzer nur An­gaben zu seinem Wohnstandort und der Größe seiner vorhandenen Dachfläche ma­chen. Daraus ermittelt der Konfigurator eine auf den persönlichen Eigenverbrauch ab­gestimmte Solaranlage inklusive Speicher und kalkuliert das mögliche Einsparpotential. Wer mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz möchte, kann die Größe der So­laranlage oder des Speichers verändern und somit seinen Grad der Eigenstromversor­gung festlegen.

Aus den verschiedenen Informationen erstellt der Konfigurator eine Rechnung, die das persönliche Einsparpotenzial für die nächsten 30 Jahre unter Berücksichtigung der In­vestitionskosten berechnet. Grundlage hierfür ist die vom Hersteller Solarwatt gege­bene dreißigjährige Garantie auf die neue Generation extrem haltbarer Glas/Glas-Solar­module.

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Besitzindex 2013

Haus/Wohnung sind lt. "Besitzindex" wichtigster Besitz

Die eigenen vier Wände sind der wichtigste Besitz der Bundesbürger: Das ergibt der Besitzindex 2013 der Generali Versicherungen. Basis hierfür ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes forsa unter 1.002 Bundesbürgern. 70% der Befragten nannten Haus bzw. Wohnung (egal ob Eigentum oder Miete) als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Damit liegen die eigenen vier Wände erneut auf Platz 1, den sie auch bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 innehatten und gewinnen noch zehn Prozentpunkte hinzu.

"Wir leben in einer Zeit, die von Veränderungen geprägt ist. Eine feste Einrichtung, wie es etwa die eigenen vier Wände sind, steht für Stabilität und schafft ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit", erläutert Hermann Haas, Bereichsleiter Sach/Unfall/Haftpflicht Privatkunden der Generali Versicherungen. Insbesondere in kleineren Orten sind Haus bzw. Wohnung von hoher Bedeutung. So gaben in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern 73% der Befragten diese als ihren wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit über 20.000 Einwohnern waren es 68%.

Auto/Motor- oder Fahrrad zweitwichtigste Kategorie vor Inneneinrichtung/Möbel

Auf Platz 2 liegt wie schon bei der Umfrage 2012 Auto/Motor- oder Fahrrad (48%, -1 Prozentpunkt). Auch hier zeigt sich eine Tendenz, nämlich die, dass in kleineren Ortschaften die Bedeutung des fahrbaren Untersatzes höher ist. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 53% der Befragten Auto/Motor- oder Fahrrad als wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es 45% (Mehrfachnennungen waren offensichtlich möglich!).

Auf dem dritten Platz landen mit 36 Prozent Inneneinrichtung/Möbel (keine Veränderung). Dahinter folgen Elektro-/ Unterhaltungsgeräte (29%, +1 Prozentpunkt), Kleidung (28%, +5 Prozentpunkte), Hobby-/Sportgeräte (20%, +4 Prozentpunkte) sowie Haushaltsgeräte (12%, +1 Prozentpunkt).

Kauf des Eigentums: Qualität kommt vor Preis

Beim Erwerb des persönlichen Besitzes legen die Bundesbürger mehrheitlich Wert auf die Beschaffenheit. Drei Viertel der Befragten erklärten, dass Qualität für sie der wichtigste Aspekt ist. Auf dem zweiten Platz folgt der Preis mit 55%. Rund ein Drittel (38%) legt Wert auf Umweltverträglichkeit. Ein persönlicher Ansprechpartner für Beratung/Fragen ist für 29 Prozent wichtig, eine Empfehlung durch Freunde, Bekannte oder Verwandte für 26 Prozent und ein Angebot, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, für 19 Prozent. Weniger wichtig ist dagegen die Möglichkeit des Online-Erwerbs bzw. die Marke/Markenname. Lediglich elf bzw. acht Prozent gaben dieses an.

Größte Bedrohung geht von Einbruch oder Diebstahl aus

Als stärkste Bedrohung für ihren persönlichen Besitz sehen die Befragten Einbruch oder Diebstahl. Für rund die Hälfte der Bevölkerung (46%) stellt dies das größte Risiko für eine Schädigung bzw. einen Verlust des persönlichen Besitzes dar. Etwa ein Drittel fürchten Unfälle, z.B. mit dem PKW oder im Haushalt (37%), Wohnungs- oder Hausbrand (32%) sowie Unwetter wie Sturm, Hagel, Überschwemmungen etc. (31%). Dahinter folgt Vandalismus (26%). Interne Faktoren wie eigene Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt gaben ein Viertel der Befragten an (25%). Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt anderer befürchten 23 Prozent.



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Gutschein für Energieberatung

Gutschein-Aktion der BAFA für Vor-Ort-Energieberatung

Bauletter 3.9.2013
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt ab heute (3. September) für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 1000 Gut­scheine in Höhe von je 250 Euro für Energieberatungen in Wohngebäuden vor Ort zur Verfügung. Der Gutschein richtet sich an die Empfänger einer Energieberatung, d.h. vorrangig an Eigentümer von Wohngebäuden.

Mit dem Gutschein ist eine Befragungsaktion verbunden, die zur weiteren Optimierung des Förderprogramms durchgeführt wird.

Über die Energieeffizienz-Expertenliste unter energie-effizienz-experten.de können qualifizierte Energieberater in der näheren Umgebung gefunden werden. Nach der Be­auftragung des Energieberaters muss dieser spätestens bis zum 31.12.2013 den Zu­schuss für die Vor-Ort-Beratung beim BAFA beantragen. Beim Beratungstermin hän­digt der Beratungsempfänger dem Energieberater den Gutschein aus. Der Gutschein­betrag von 250 Euro wird auf das Konto des Beratungsempfängers überwiesen, so­bald der Energieberater nach der Vor-Ort-Beratung die Unterlagen über den Verwen­dungsnachweis (Beratungsbericht, Rechnung, Verwendungsnachweiserklärung) und den Gutschein beim BAFA eingereicht hat.

Der Gutschein mindert somit für den Beratungsempfänger die Kosten der Energiebera­tung und gilt zusätzlich zu der Förderung, die das BAFA nach der Richtlinie für die För­derung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort direkt an qualifizierte Energie­berater auszahlt.

Das Förderprogramm Vor-Ort-Beratung zielt darauf ab, bislang noch nicht genutzte Energieeffizienzpotentiale zu heben. Dies gilt insbesondere für den Altbestand von Wohngebäuden.

Der Gutschein kann von Eigentümer von Wohngebäuden über bafa.de > Energie > Energiesparberatung > Gutschein-Aktion elektronisch abgerufen werden.

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Wasser-Schnell-Test

wasserschnelltest.de:
Neuer Service für Verbraucher


  

Bauletter vom 3.9.2013
Das ifp Institut für Produktqualität hat für Verbrau­cher eine Möglichkeit geschaffen, die Wasserqualität in Haus und Garten zu überprüfen. Über wasserschnelltest.de können Privathaushalte kostengünstig die Untersuchung ihrer Wasser­proben durch ein akkreditiertes Trinkwasserlabor beauftragen.

Zwar gewährleistet die öffentliche Wasserversorgung bis zur Einspeisung in den Hausanschluss die Einhaltung der gesetzli­chen Vorgaben. Von dort bis zum Austritt aus dem Wasser­hahn kann es jedoch zu erheblichen Qualitätsschwankungen kommen, unter anderem durch technisch-hygienische Mängel in der Trinkwasser-Hausinstallation.

Wasserschnelltest.de gibt dem Verbraucher ein Probenahme-Set sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die selbstän­dige Entnahme einer Wasserprobe an die Hand. Diese wird dann im beigelegten Rück­umschlag in den Briefkasten geworfen und dann im Labor des Instituts untersucht. Das Analyseergebnis soll in der Regel drei bis fünf Tage später vorliegen - lediglich die offizielle Untersuchungsmethode für Legionellen dauere zehn Tage.

Doch nicht nur in Bad und Küche macht eine Wasseranalyse Sinn: Während der Gar­tensaison verschiebt sich auch die Nutzung von Wasser im Alltag zunehmend nach draußen. „Nach einem langen Winter haben wir ein steigendes Interesse an der Unter­suchung von Brunnenwasser registriert. Wer solches als Trinkwasser für Mensch und Tier oder zum Bewässern von Gemüsebeeten nutzen will, stellt sich zu Recht die Fra­ge, ob es auch gesundheitlich unbedenklich ist. Das Grundwasser kann nämlich mitun­ter durch Landwirtschaft oder Bauarbeiten in der Umgebung stark belastet sein“, er­klärt Alexander Wolff, Dipl.-Ing. für Umweltverfahrenstechnik (FH) am ifp Institut für Produktqualität.

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Förderung des hydrauischen Abgleichs

Regionale Förderung für hydraulischen Abgleich

Bauletter vom 25.8.2013
Hausbesitzer, die ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich opti­mieren wollen, können gegebenenfalls von regionalen Fördermitteln profitieren. Darauf weist die Kampagne "Meine Heizung kann mehr" hin, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Bislang sollen nur etwa 15% der Heizungsanlagen in Deutschland durch einen hydraulischen Abgleich richtig eingestellt sein. Diese Maßnahme ist die Basis für sparsames Heizen, weil nur mit ihr die Wärme effizient und gleichmäßig im Haus verteilt wird.

"Ein hydraulischer Abgleich senkt die Heizkosten in einem Einfamilienhaus im Schnitt um 110 Euro pro Jahr. Viele Städte, Gemeinden und Landkreise haben dieses enorme Potenzial erkannt und fördern diese hocheffiziente Maßnahme", sagt Tanja Loitz, Ge­schäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. So stellen beispielsweise die Kli­maschutzagenturen in Bremen, Mannheim, Wiesbaden oder der Landkreis Harburg Fördergelder zur Verfügung. Hausbesitzer sollten daher ihren Installateur nach regio­nalen Förderprogrammen für den hydraulischen Abgleich fragen. Wie schnell sich die Heizungsoptimierung rechnet, können Verbraucher mit dem WärmeCheck selber he­rausfinden:

Leider unterstüzt Ihr Browser keine innenliegenden Frames, so dass der WärmeCheck, mit dem sich die Wirkung eines hydraulischen Abgleichs einer Heizungsanlage überprüfen lässt, nicht aufgerufen werden kann.<br /><br /> <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=waermecheck&portal_id=baulinks" target="_blank"> Versuchen Sie dann diesen Link</a>

Von Aachen bis Wolfsburg: Fördergelder für hydraulischen Abgleich

Bei einem hydraulischen Abgleich werden die verschiedenen Komponenten der Heizan­lage - vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen - optimal einge­stellt und auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Dabei reguliert ein Fachmann für jeden Heizkörper die Menge an Heizwasser so, dass zu jedem Heizkörper nur die tatsächlich erforderliche Wärme transportiert wird. Das spart Energie. Deswegen wird der hydrau­lische Abgleich von vielen regionalen Akteuren mit Zuschüssen gefördert. Hier aktuelle eine Auswahl dieser Kommunen, Klimaschutzagenturen und Energieversorger:

  • Aachen (Stadtwerke Aachen)
  • Bremen (Stadtwerke Bremen)
  • Düsseldorf (Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen")
  • Emden (Stadtwerke Emden)
  • Eschborn ("Energiesparmaßnahmen an Wohngebäuden")
  • Freiburg (Förderprogramm "Energiebewusst Sanieren")
  • Landkreis Harburg (Förderprogramm "Energie für Verbraucher")
  • Hannover und Umgebung (Klimaschutzfonds proKlima)
  • Mannheim (Klimaschutzagentur Mannheim)
  • München (Förderprogramm "Energieeinsparung")
  • Saarland (Förderprogramm "Klima Plus Saar")
  • Solingen (Stadtwerke Solingen)
  • Wiesbaden (Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren")
  • Wolfsburg (EnergieAgentur Wolfsburg)

KfW fördert hydraulischen Abgleich bei einem Kesseltausch

Wird der hydraulische Abgleich im Rahmen eines Heizkesseltausches vorgenommen, können Hausbesitzer zusätzlich von den Fördertöpfen der staatlichen KfW-Förderbank profitieren. Ab einer Investitionssumme von 3.000 Euro gewährt die Bank einen Zu­schuss von zehn Prozent der Kosten. Kostet der neue Heizkessel inklusive eines hy­draulischen Abgleichs beispielsweise 10.000 Euro, gibt der Staat 1.000 Euro dazu - und die Ausgaben für den hydraulischen Abgleich sind wieder drin. Denn dieser kos­tet - je nach Zustand der Heizung - zwischen 400 und 1.000 Euro.

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Umkehr-Hypothek : Rente aus Eigenheim

Umkehrhypothek: Mit dem Eigenheim die Rente aufbessern

Bauletter vom 25.8.2013
„Was wird bloß aus unserem Haus, wenn wir irgendwann nicht mehr sind?“ Diese Frage stellen sich vor allem ältere Hauseigentümer, bei denen es keine direkten Erben für ihre Immobilie gibt. Eine Lösung, die in Großbritannien oder den USA bereits weit verbreitet ist, könnte die Umkehrhypothek sein, wie der Verband Wohneigentum NRW e.V. berichtet.

Eigenheim verkaufen und trotzdem mietfrei darin wohnen

Das Prinzip der Umkehrhypothek ist ganz einfach: Ein Hausbesitzer verkauft seine Immobilie beispielsweise an ein Kreditinstitut. Damit wechselt das Haus zwar seinen Besitzer, dem Alteigentümer wird jedoch garantiert, dass er bis an sein Lebensende mietfrei in der Immobilie wohnen bleiben darf. Erst nach seinem Tod oder bei seinem Auszug - z. B. beim Umzug in ein Pflegeheim - kann die Bank das Haus weiterverkaufen.

Beim Verkauf wird eine Kreditsumme vereinbart, die dem Alteigentümer als steuerfreie Einmalzahlung oder festgelegte monatliche Raten ausbezahlt wird. Dadurch kann sich der Verkäufer einen merkbaren Zuschuss zu seiner Rente sichern. Wie hoch die Aus­zahlungen sind, hängt von vielen Faktoren ab – beispielsweise von Alter, Zustand und Lage der Immobilie, aber auch vom Lebensalter des Verkäufers. Bei älteren Menschen ist die Auszahlung aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung in der Regel höher als bei jüngeren Eigentümern. Ändert sich die Lebenssituation des Alteigentümers oder möch­te er den Vertrag wieder rückgängig machen, ist dies in der Regel ohne Probleme mög­lich. Natürlich muss in diesem Fall das bereits ausgezahlte Darlehen komplett zurück­gezahlt werden.

Für wen eignet sich die Umkehrhypothek?

Zielgruppe der Umkehrhypothek sind in erster Linie Menschen im Rentenalter, die möglichst lange in ihrem Haus wohnen bleiben wollen und deren Immobilie weitgehend schuldenfrei ist. „Ob sich das Modell der Umkehrhypothek lohnt, hängt aber immer von der individuellen Situation eines Eigentümers ab. Wenn es keine Erben oder künftigen Nutzer für eine Immobilie gibt, kann der Verkauf eines Hauses mit dem lebenslang ga­rantierten Wohnrecht eine gute Alternative sein. Und darüber hinaus verbessert sich auch die monatliche Einkommenssituation des Verkäufers“, so der Verbandsgeschäfts­führer Thomas Hornemann.

Daneben gibt es aber noch einen weiteren Aspekt, der die Umkehrhypothek interes­sant macht: Das Thema Altersarmut. Wenn im Rentenalter plötzlich durch Krankheit oder Pflegebedürftigkeit unerwartete Kosten anfallen, lässt sich mit dem Hausverkauf via Umkehrhypothek eine drohende Altersarmut abfedern.

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Golfer- Lokus als Skulptur

Skulpturaler Golfer-Lokus aus Stampfbeton, verspiegeltem Glas und derbem Holz

Bauletter vom 12.8.2013
Stil am stillen Ort zeigt das neue WC-Häuschen bei Loch 14 auf dem Golf­platz in Lauterhofen in der Oberpfalz. Vorstand und Architekt Johannes Berschneider hat für seinen Golfclub einen passgenauen Plan entworfen. Mit Stampfbeton haben er und elf befreundete Golfer und Freizeit-Betonbauer die bemerkenswerte Toilettenbox realisiert.

 


 

Wie eine Skulptur steht sie in der Landschaft: Schicht um Schicht zeigt die archa­ische Toilettenbox an der Fassade die historische Bauweise. Grauer Stampfbeton, be­wusst derbe Holzoberflächen und verspiegeltes Glas sind die reduzierten Materialien dieses Kleinods am Green.

Stampfbeton geht bekanntermaßen auf die alten Römer zu­rück. Im Golfclub Lauterhofen haben Mitglieder mit dieser be­währten Technik ein Toilettenhaus erbaut, wie es kein zweites geben dürfte. Seit Peter Zumthor in der Eifel die Bruder-Klaus-Kapelle erbaut hat, ist Stampfbeton in der Architektur wieder en vogue. In Lauterhofen entspricht der Beton der typischen Farbe des oberpfälzer Juragesteins. Folgerichtig liegen jetzt auch die beim Aushub freigelegen Kalksteinbrocken als Natur­steinboden im Innenraum.

Ein Baum, der am Standort gefällt werden musste, lieferte das Holz für die Eingangstür, die geradlinig in der Form und mit be­wusst derber Oberfläche ausgeführt wurde. Das Waschbecken ist eine antike Viehtränke und entstammt einem Bauernhaus des Areals (Bild unten). So fügen sich Materialien und zeitge­schichtliche Dokumente des Ortes zu modernen Sanitärobjek­ten und rahmenlosen Glasflächen und ergeben gemeinsam ein bemerkenswertes Zusammenspiel.

Für die nötigen Baustoffe und Einrichtungsgegenstände konnte der Verein Sponsoren gewinnen. Durch freiwillig geleistete Ar­beitsstunden wurde der kleine Betonbau schließlich kostenneu­tral realisiert.

 


 

Die traditionelle Stampfbetontechnik erfordert keine Armierung. Die Standfestigkeit der Wände ergibt sich durch die stete Verdichtung der einzelnen Betonschichten. Sie er­folgt mittels Stampfen, das die Golfer - in Variation zur historischen Bauweise - unter Zuhilfenahme ihrer Driver bewerkstelligten. Eher symbolisch denn als Bewehrung wur­den einige der alten Schläger in die Wandflächen einbetoniert. Die einzelnen Betonier­abschnitte und der Abdruck der Brettschalung sind gut ablesbar und verstärken den archaischen Charakter.

 


 

Im Vorfeld waren zwecks Festigkeit und Betonrezeptur Probewürfel gefertigt worden. Ohne Fließmittel oder Verfestiger wurde der natürliche Beton vor Ort mit relativ gro­ber Gesteinskörnung in den von der Mannschaft jeweils zu bewältigenden Chargen gemischt. Wer größere Bauten aus Stampfbeton plant, kann diese übrigens auch mit Transportbeton ausführen lassen. Hierfür werden von Betontechnologen spezielle Be­tonrezepturen konzipiert, die entsprechende Fließmittel, eventuell Farbpigmente sowie Verzögerer integrieren. So kann die gewünschte Stampfbetontechnik auch durch eine versierte Rohbaufirma professionell ausgeführt werden.

Insgesamt erforderte der Bau in Lauterhofen fünf Arbeitsgän­ge, die einzelnen Betonlagen konnten, gut gewässert, auch an verschiedenen Tagen übereinander eingebracht werden. Nur für die Betondecke in WU-Qualität waren Bewehrungsei­sen erforderlich.

Die Entwässerung des Betonquaders erfolgt über ein Alumi­nium-Profil mit Speier, das Regenwasser versickert im Wald­boden. Auch die Glasflächen mit der Spiegelfolie sind puris­tisch an den Beton gefügt. Sie wurden mit Winkeln in beto­nierte Falze und Fugen eingebracht und die Übergänge ver­siegelt. So ist nirgends ein störender Rahmen oder Winkel sichtbar. Im Innern sorgt die Verglasung für besten Panora­mablick und wahrt dennoch die Intimität des stillen Örtchens.



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Mangelhafte Schwarzarbeit

Kein Rechtsweg bei mangelhafter Schwarzarbeit

Bauletter 11.8.2013
Wer einen Handwerker „schwarz“ beauftragt - also bei der Beauftragung die Abmachung trifft, dass „ohne Rechnung“ gearbeitet wird -, handelt am Rechts­staat vorbei. Erweist sich die erbrachte Leistung dann als mangelhaft, kann eine Man­gelbeseitigung nicht eingefordert werden. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 1. August 2013 macht deutlich, dass sich Schwarzarbeit nicht lohnt.

Seit dem 1. August 2004 gilt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und ille­galen Beschäftigung - siehe Baulinks-Beitrag „Gesetz zur Bekämpfung illegaler Be­schäftigung tritt in Kraft“ vom 31.7.2004. Sieben Jahre später fällt nun der Bundesge­richtshof zu diesem Gesetz erstmalig eine Entscheidung, die dem Fachhandwerk deut­lich den Rücken stärkt. Die Essenz:

  • Wer sich als Kunde auf Billigheimer und deren Leistungspfusch einlässt, geht bereits ein hohes Qualitätsrisiko ein.
  • Wird die Arbeit zudem ohne Rechnung (und Zahlung von Mehrwertsteuer) ge­leistet, um es noch billiger zu machen, dann geht es nicht allein um Steuer­hinterziehung.
  • Haben sich Auftraggeber und -nehmer auf diese illegale Weise abgesprochen, wertet der Rechtsstaat den Werkvertrag so, als ob er gar nicht zustande ge­kommen wäre.
  • Ein Mängelhaftungsanspruch lässt sich dann gerichtlich nicht mehr durchsetzen.

Der Fall: Für Pflasterarbeiten auf einem Grundstück hatte ein Handwerker mit der Auftraggeberin einen Werklohn von 1.800 Euro vereinbart, der in bar, ohne Rechnung und ohne Abführung von Umsatzsteuer gezahlt werden sollte.

Da das Pflaster keine ausreichende Festigkeit zeigte, kam es zum Rechtsstreit. Das Landgericht hatte den Handwerker, der sich trotz Aufforderung und Fristsetzung weigerte, Mängel zu beseitigen, unter anderem zur Zahlung eines Kostenvorschusses von rund 6.100 Euro verurteilt. Diesen vertraglichen Anspruch verneinte der Bundes­gerichtshof in Karlsruhe mit seiner jetzigen Entscheidung (Aktenzeichen VII ZR 6/13). Ob daneben Bereicherungs- oder Schadenersatzansprüche bestehen, sei im Einzelfall durch die Instanzgerichte zu klären.

Schwarzarbeit bringt große Risiken

Durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofes sieht sich das Fachhandwerk be­stätigt. Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer im Zentralverband Sanitär Heizung Klima, beispielsweise erklärt die breite Zustimmung innerhalb der Handwerksorganisation: „Unsere Eckring-Betriebe werden durch das Urteil gestärkt. Sie können dem Kunden deutlich machen, dass nicht der Preis allein entscheiden sollte, sondern der Umfang an Leistungen. Es lohnt sich nach wie vor, den Handwerksbetrieb seines Vertrauens um Rat zu fragen. Wer anderes als der organisierte Innungsbetrieb hat das entschei­dende Know-how? Schwarzarbeit lohnt sich erst recht nicht, weil große Risiken damit verbunden sind.“

Das Urteil, das der Bundesgerichtshof erstmalig in Sachen Schwarzarbeit gefällt hat, hat (nicht nur) für Elmar Esser Signalwirkung: „Der Rechtsstaat lässt einen Steuer­hinterzieher, der Schwarzarbeit begünstigt, demonstrativ im Regen stehen. Denn Schwarzarbeit wäre ohne Risiko, wenn Auftraggeber und -nehmer vertragliche An­sprüche zustehen würden.“



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Überspannungschäden / Kontrolle Erdkabel

 

Wer haftet bei Überspannungsschäden?
Müssen Erdkabel regelmäßig kontrolliert werden?

 

Bauletter vom 18.7.2013
Stromversorger haften nicht für Überspannungsschäden, nur weil sie die Erdkabel nicht regelmäßig kontrolliert haben. Eine allgemeine Pflicht der Stromversor­ger, die Kabel regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu untersuchen, be­steht nicht - dies geht der D.A.S. zufolge aus einem Beschluss des Oberlandesge­richts Hamm hervor. (OLG Hamm, Az. 11 U 145/12)

 

Zur Erinnerung: Als Überspannung bezeichnet man eine elektrische Spannung, die die Nennspannung eines Elektrogerätes übersteigt. Ursache können u.a. sein ...

 

  • Blitzeinschläge in der Umgebung,
  • Kurzschlüsse im Stromnetz oder
  • Stromschwankungen durch das Zu- und Abschalten großer Stromverbraucher.

 

Folge sind oft zerstörte Elektrogeräte. Schutz bietet die Installation von Blitzstrom­ableitern im Sicherungskasten an der Stromzuleitung. Was an Übererspannung immer noch durchkommt, kann durch Überspannungsableiter im Hausnetz beseitigt werden. Als „unterste Schutzstufe“ werden Steckerleisten und Zwischensteckdosen mit Über­spannungsschutz empfohlen. Ein Blitzableiter auf dem Dach schützt nur gegen direk­te Einschläge ins Gebäude.

 

Der Fall

 

Ein Ehepaar aus Minden bezog den Strom für sein Einfamilienhaus über Erdkabel. Eines Tages kam es zu einer Versorgungsstörung, die einen Überspannungsschaden zur Fol­ge hatte. Offenbar war das Erdkabel auf dem Grundstück schon vor 20 Jahren unbe­merkt beschädigt worden. Das Ehepaar verklagte den Stromanbieter: Dieser habe die Pflicht, seine Kabel regelmäßig auf Schäden zu kontrollieren. Auch hätte man sie da­rauf hinweisen müssen, dass sie eigene Schutzvorrichtungen gegen Überspannung bräuchten.

 

Das Urteil

 

Das OLG Hamm war nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung anderer An­sicht. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichte den Stromversorger nicht zu einer re­gelmäßigen Kontrolle seiner Erdkabel. Diese auszugraben sei kostenmäßig unzumutbar. Das gelte auch für regelmäßige Messungen, denn diese erforderten die Abtrennung aller anderen Anschlüsse im Versorgungsgebiet. Der Stromanbieter sei auch nicht zur Aufklärung über private Maßnahmen zum Überspannungsschutz verpflichtet. Welcher Schutz sinnvoll sei, hänge von den angeschlossenen Geräten ab. Es sei nicht ersicht­lich, warum die Kläger bis zum Prozess immer noch keinen eigenen Überspannungs­schutz installiert hätten. (Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 08.05.2013, Az. 11 U 145/12)

 

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Tropenholz - Boykott ?

Entwicklungsministerium:
Warum ein Tropenholzboykott keine gute Idee ist!

Bauletter vom 7.7.2013
Tropenholz hat eine besondere Qualität und wird wegen seiner Langlebig­keit unter anderem gerne für Gartenmöbel und Parkbänke genutzt - als sinnvolle Er­gänzung zu heimischen Holzprodukten. Aus Sorge um den Erhalt von Regenwäldern wird immer wieder zum Boykott von Tropenholz aufgerufen. Doch was gut gemeint ist, soll aber die Entwaldungsproblematik in den tropischen Regenwäldern sogar verschär­fen! Denn ohne Nachfrage für zertifizierte Holzprodukte gebe es für Entwicklungs- und Schwellenländer wenig Anreize, die Waldbewirtschaftung nachhaltig auszurichten. Je­des Jahr werden daher Millionen Hektar Wald abgeholzt, weil Weide- und Agrarflächen mehr Profit bringen. Wo früher Regenwald stand, werden dann beispielsweise Fleisch, Palmöl und Soja für den Weltmarkt produziert. 

Youtube-Film des Entwicklungsministeriums erklärt, wie tropische Wälder durch nachhaltiges Wirtschaften besser geschützt werden (Thumbnails für eine schnelle Inhaltsübersicht)

Besser als der Verzicht auf Tropenholz ist es nach Meinung des Bundesentwicklungs­ministeriums, beim Kauf unbedingt auf zertifizierte Hölzer aus nachhaltiger Waldwirt­schaft zu achten, die an den Siegeln von FSC und PEFC zu erkennen sind. „Eine nach­haltige Bewirtschaftung kann Waldgebiete schützen und hilft zugleich der lokalen Be­völkerung und den lokalen Unternehmen, für die der Wald eine wichtige Einkommens­quelle ist“, erklärt hierzu Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Eine Idee, die den Deutschen lange vertraut ist. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist vor 300 Jahren in der deutschen Waldwirtschaft entstanden.

zur Erinnerung: FSC und PEFC

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die als erste ein System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft entwickelte. Ein weiteres internationales Waldzertifizierungssystem ist das Program for the En­dorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC).

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PV-Betreiber als Nahversorger

PV-Anlagenbetreiber werden Nahstromversorger: Leitfaden erläutert neue Geschäftsmodelle

Bauletter vom 25.6.2013; Intersolar-Bericht
Immer mehr Betreiber von Photovoltaik-Anlagen den­ken derzeit ernsthaft darüber nach, Solarstrom nicht nur verstärkt selbst zu nutzen, sondern auch an Nachbarn oder Mieter zu vermarkten. Steigende Stromtarife bei im­mer weiter sinkenden Erzeugungskosten für Solarstrom befördern diesen Trend eben­so wie die im nächsten Jahr in Deutschland in Kraft tretende anteilige Förderkappung bei größeren Solarstromanlagen. Wer Solarstrom-Versorger werden will, muss jedoch einige Voraussetzungen erfüllen und die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat daher in Zusammenarbeit mit Fachanwälten einen neuen Wegweiser erstellt, der ab sofort über den Verband bezo­gen werden kann.

 

„Betreiber von Solarstromanlagen werden zukünftig zu Nahstromversorgern. Es wird immer attraktiver, Nachbarn oder Mieter mit günstigem solaren Überschussstrom zu versorgen“, prognostiziert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Leitfaden „Photovoltaik - Stromlieferung und neue Geschäftsmodelle“, der über die In­ternetseite des Verbandes bezogen werden kann, erläutert eingehend das Geschäfts­modell der solaren Direktvermarktung und bietet praktische Handreichungen wie zum Beispiel einen von Experten geprüften Muster-Stromliefervertrag und eine Muster-Stromrechnung für die Stromabrechnung mit Dritten. Diese Handreichungen sollen ei­ne individuelle und teure Rechtsberatung ersparen können.

Überschüssiger Solarstrom, gekappte Solarstromvergütung

Solarstrom vom Dach kostet aktuell nur noch rund 15 Cent pro Kilowattstunde. Der Verbraucherstromtarif schlägt hingegen mit 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde zu Bu­che, Tendenz weiter steigend. Da liegt es nahe, überschüssigen Solarstrom direkt an Abnehmer in der Nähe zu verkaufen. Neue Geschäftsmodelle wie der Stromverkauf an Nachbarn werden interessanter, weil die Einspeisevergütung für Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) monatlich sinkt. Zudem erhalten Photovoltaik-An­lagen mit einer Nennleistung von zehn bis 1.000 Kilowatt ab Januar 2014 nur noch für 90 Prozent des erzeugten Stroms eine EEG-Vergütung. Diese Regelung gilt auch für Solarstromanlagen, die seit dem 1. April 2012 in Betrieb gegangen sind. Von der derart gekappten Solarstromvergütung sind damit bereits rund 60.000 Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung von rund drei Gigawatt betroffen. Für diese Solarstromanla­gen kann die wirtschaftliche Vermarktung des 10-Prozent-Anteils an Dritte ebenfalls eine Lösung sein.

Größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms

Neben der Vermarktung überschüssigen Solarstroms könnte es sich in naher Zukunft nach Einschätzung des BSW-Solar unter Umständen lohnen, auch größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms zu verkaufen. Denkbar sei auch die Versorgung von Nach­bargrundstücken über Direktleitungen oder Modelle, bei denen Dritte zum Beispiel auf dem Dach eines Mietwohnblocks eine größere Solarstromanlage errichten und den Be­wohnern Solarstrom anbieten.

Bereits rund 1,3 Millionen Privatpersonen und Unternehmen erzeugen Sonnenstrom in Deutschland. Viele von ihnen könnten zukünftig zu Stromlieferanten werden. „Die Photovoltaik demokratisiert damit nicht nur die Stromerzeugung, sondern jetzt auch schrittweise die Stromversorgung“, so Körnig.

Rechtssichere Musterverträge

Der neue BSW-Leitfaden klärt über Rechte und Pflichten von Solarstrom-Lieferanten auf und informiert über wesentliche Rahmenbedingungen. Wichtige Themen sind Rech­nungsstellung, Steuern und Abgaben, vergüteter Überschussstrom und vieles mehr. Ferner erläutert der Leitfaden, was bei neuen Geschäftsmodellen, wie z.B. dem Anla­genpachtmodell, zu beachten ist.

Der im Leitfaden enthaltene Mustervertrag deckt die gängigsten Lieferverhältnisse von Solarstromproduzenten und Stromkunden in der Nahstromversorgung ab. Drei Voraus­setzungen müssen dabei erfüllt sein:

  • Anlagenbetreiber und Stromverbraucher sind nicht identisch,
  • die Stromlieferung erfolgt ohne die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes und
  • der Stromverbraucher ist Letztverbraucher oder Haushaltskunde.

Das können Privatpersonen, Mieter oder Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von maximal zehn Megawatt sein. Der Mustervertrag kann auch für die Belieferung größe­rer Unternehmen oder andere Geschäftsmodelle (z.B. solares Grünstromprivileg) ge­nutzt werden. Wie der Vertrag dann angepasst werden muss, erklärt der Leitfaden ebenfalls.

Lieferumfang und Bestellung

Der 47-seitige Leitfaden und der Muster-Stromliefervertrag werden zusammen mit ei­nem Mustervertrag für die Dachnutzung (auch einzeln käuflich zu erwerben) sowie einer Muster-Stromrechnung geliefert. Das Paket kann im Online-Shop des BSW-Solar für 289 Euro inklusive MwSt. erworben werden. Mitglieder des Bundesverbandes So­larwirtschaft erhalten einen Rabatt von 25 Prozent; für sie kostet das Paket 216,75 Euro.


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Fördergelder für Pellets-Heizungen

Neue DEPI-Förderfibel und Infoflyer informieren über Fördergelder und Pellets

Bauletter vom 25.6.2013
Wer sich für eine moderne Pelletheizung entschei­det, profitiert nicht nur vom vergleichsweise günstigen und stabilen Pelletpreis, sondern wird zudem auch mit staatlichen Fördergeldern belohnt. In keinem anderen Land sind die Zu­schüsse so hoch wie in Deutschland. Mit seiner neuen Förder­fibel (2013/14) bietet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) Ver­brauchern und privaten Bauherren einen übersichtlichen Leit­faden durch den Förderdschungel rund um das Heizen mit Pel­lets.

Beim geplanten Umstieg auf eine moderne Pelletheizung sorgt die neue DEPI-Förderfibel für den aktuellen finanziellen Durch­blick. Die Informationsbroschüre gibt umfanreiche und leicht verständliche Antworten auf zahlreiche Fragen zu den beste­henden Fördermöglichkeiten durch Bund und Länder wie dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie zum neuen KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskre­dit“. Für den Austausch einer alten Heizung gegen eine neue Pelletheizung erhält der Betreiber über das MAP mindestens 2.400 Euro, bei der zusätzlichen Installation eines Pufferspeichers weitere 500 Euro. Durch verschiedene Boni und Kombinationen mit an­deren Fördertatbeständen wie einer Solarthermieanlage lässt sich der Zuschuss auf bis zu 11.550 Euro erhöhen.

Seit 1. März 2013 kann das besonders zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank mit dem MAP kombiniert werden. Zudem zeigt die Förderfibel anhand anschaulicher Berech­nungsbeispiele das Förderpotential des BAFA-Bonussystems für Effizienz sowie für die Kombination von Pellets und Solar. Für einen Pelletkessel mit 15 kW Leistung und Pufferspeicher gekoppelt mit Solarkollektoren können so bis zu 7.100 Euro Fördergel­der beantragt werden.

Das aktualisierte Serviceangebot des Deutschen Pelletinstituts wird abgerundet mit den zwei kompakten Infoflyern ...

  • „Heizen mit Holzpellets – natürlich effizient“ (PDF-Download) und
  • „Holzpellets – heimisch und voller Energie“ (PDF-Download).

Die beiden Flyer fassen viel Wissenswerte rund um die ENplus-zertifizierte Brennstoff­qualität, Lieferkomfort, Versorgungssicherheit sowie umweltfreundliche Herstellung von Pellets übersichtlich zusammen.

Sowohl DEPI-Förderfibel (direkter PDF-Download) als auch Infoflyer können in­teressierte Verbraucher kostenlos per E-Mail an DEPI anfordern oder unter depi.de > Infothek >  DEPI-Veröffentlichungen downloaden.


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APP zum "Tag der Architektur"

Tag der Architektur 2013: Länderübergreifende Apps helfen bei der Planung

Tag der Architektur
  
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Bauletter vom 10.6.2013
Wenn die Architektenkammern wieder zum Tag der Architektur am letzten Juniwochenende einladen, können Besucher diesmal ihr Besichtigungsprogramm nahezu bundes­weit vorab per mobiler App zusammenstellen.

Für grundsätzlich alle mobilen Endgeräte steht mit mobil.tag-der-architektur.de eine komfortable Routen- und Terminpla­nung als mobile Website zur Verfügung (1. QR-Code). Zudem gibt es „echte“ Apps im Apple Appstore sowie bei Google play zum kostenlosen Herunterladen (2. und 3. QR-Code). Damit verbunden ist auch ein Relaunch der bisherigen Internetseite tag-der-architektur.de.

Anhand von Suchkriterien wie Objekttyp oder Architekt oder aber nach einer Umkreissuche lässt sich per Merkliste der Tag der Architektur bequem online planen. Die Besichtigungsobjek­te werden mit Bildern, Adresse, einer Kurzbeschreibung sowie Angaben zum Architekten vorgestellt. Außerdem lässt sich an­hand der Besichtigungstermine die individuelle Tour auch zeit­lich besser abstimmen.

Anders als die länderspezifischen Programminformationen der Architektenkammern ermöglicht die App eine nahezu bundes­weite und länderübergreifende Suche nach interessanten Be­sichtigungsorten.

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Türen und Fenster vor Gericht

Fenster und Türen vor Gericht

bauletter vom 20.6.2013
Sie sind gewissermaßen die „Sollbruchstellen“ ei­ner Immobilie: Lärm, Gerüche und Wasser können am ehesten durch Fenster und Türen in eine Immobilie eindringen und so einen Schaden verursachen oder zumindest eine Belästigung für den Betroffenen darstellen. Das wird nie vollständig zu ver­meiden sein, denn Häuser brauchen schließlich Öffnungen.

Deutsche Zivilgerichte haben es immer wieder mit dem Thema Fenster und Türen zu tun. In der Regel müssen die bau-, miet- und nachbarrechtlichen Umstände eines konkreten Falles ge­prüft werden. In dieser Extra-Ausgabe des Infodienstes Recht und Steuern der LBS geht es unter anderem um aufgetautes Eis, das unter einer Kellertür hindurch in ein Haus geflossen war. Oder um die Frage, wie weit ein Mieter in einem Mehrpar­teienhaus den Bereich vor seiner Wohnungstür eigenmächtig gestalten darf.

absolute Einbruchsicherheit?

Gibt es so etwas wie absolut einbruchssichere Türen und Fenster? Eine Firma jeden­falls versprach in ihrem Werbeprospekt, dass es bei ihren Produkten „nichts zu kna­cken“ gebe. Ein Hausbesitzer-Ehepaar erteilte dem Unternehmen den Auftrag - und war bass erstaunt, als einige Jahre später dennoch erfolgreich eingebrochen wurde. Der Schaden betrug rund 17.000 Euro. Vor dem Landgericht Bonn (Aktenzeichen 13 O 365/09) kämpfte das Ehepaar darum, dass Hersteller und Handwerksfirma das Die­besgut zu ersetzen hätten. Sie hätten schließlich ihr Versprechen nicht eingelöst. Diese Forderung wurde nicht erfüllt. Die Richter stellten fest, eine Garantie gegen Einbruch gebe es grundsätzlich nicht und die Vertragspartner hätten eine solche auch nicht geleistet.

Manchmal wird eine Wohnungstür auch ganz offiziell aufgebrochen - nämlich von der Polizei oder der Feuerwehr. So war es im Falle einer Mieterin. Sie war eingeschla­fen und hörte deswegen das Klingeln ihrer Tochter nicht, die sie besuchen wollte. Die besorgte Tochter rief die Feuerwehr und diese brach die Tür auf. Der Sachschaden betrug knapp 1.200 Euro. Anschließend stritten sich Eigentümer und Mieterin darum, wer dafür aufkommen müsse. Das Amtsgericht Halle (Aktenzeichen 93 C 2078/09) entschied, dass die Mieterin nichts bezahlen müsse. Sie selbst habe keine Pflichtver­letzung begangen und müsse deswegen keinen Schadenersatz leisten.

Immer wieder wird vor den Gerichten darüber gestritten, wann genau eigentlich ein Einbruchsdiebstahl vorliegt. Häufig leisten Versicherungen nämlich nur in einer eindeu­tig nachgewiesenen Fallkonstellation Schadenersatz. Nach herrschender Recht­sprechung erfordert das Einbrechen eine Gewalteinwirkung gegen Gebäudetei­le. Das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 76/10) musste die Frage klären, ob auch ein herumliegender Holzkeil, mit dem die Eindringlinge während ihrer Tat mögli­cherweise die Tür offen hielten, als ein Einbruchssignal gewertet werden kann. Das sei nicht der Fall, hieß es im Urteil. Mit den üblichen Werkzeugen wie Dietrichen, Dräh­ten oder ähnlichem sei ein Holzkeil jedenfalls nicht zu vergleichen.

Fensterinstandhaltung versus Eigentümergemeinschaft

Wenn in der Teilungserklärung einer Eigentümergemeinschaft vorgesehen ist, dass die Gemeinschaft die Kosten für die laufende Instandhaltung der Fenster begleichen muss, dann kann dies nicht ohne weiteres per Mehrheitsbeschluss rückgängig gemacht wer­den. Das stellte der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen V ZR 33/09) in letzter Instanz fest. Eine Gemeinschaft in Baden-Württemberg hatte versucht, die Kosten auf die je­weiligen Eigentümer abzuwälzen. Auf diese Weise könne die Teilungserklärung aller­dings nicht interpretiert werden, beschlossen die Richter, zumal nicht einmal eine ent­sprechende Öffnungsklausel im Vertrag vorgesehen gewesen sei.

keine Dekoration vor der Wohnungstür

Hinter der eigenen Wohnungstür ist es weitgehend dem Mieter selbst überlassen, wie er sich einrichtet. Niemand kann ihm Vorschriften machen, selbst wenn er sich für ei­ne ungewöhnliche Ausstattung entscheidet. Doch wie sieht es vor der Tür aus? Also in dem Bereich, den zwangsläufig auch noch andere Hausbewohner nutzen müssen. Hier gelten deutlich strengere Regeln. Das Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 38 C 1858/08) verdonnerte einen Mieter dazu, eine Reihe von persönlichen Gegenständen vor der Tür (ein Symbol der amerikanischen Flagge, Blumentöpfe und Dekorationsge­genstände) zu entfernen. Man könne seinen Mitbewohnern nicht seinen eigenen Ge­schmack auf diese Weise aufzwingen.

Überflutung durch schmelzende Schneereste

Türöffnungen stellen eine große Gefahr für Wassereinbrüche dar. So war es auch in einem Fall in Bayern. Auf dem gefliesten Absatz vor einer Kellertür hatten sich Regen­wasser und schmelzende Schneereste gesammelt und waren unter der Tür hindurch in das Haus eingedrungen. Der Schaden am Mauerwerk und an den Türstöcken betrug mehrere Tausend Euro. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Aktenzeichen 8 O 9839/10) entschied, es handle sich um eine „Überflutung des Grund und Bodens“ im Sinne des Versicherungsvertrages, also um eine Überschwemmung. Die Versicherung musste et­wa 6.500 Euro bezahlen.

Farbe im Spiel

Die Klausel in einem Mietvertrag, wonach Fenster und Türen beim Auszug weiß zu streichen seien, kann einen Mieter unangemessen benachteiligen und deshalb kom­plett ungültig sein. Das entschied der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 198/10).

 


 

Der Hintergrund dieses Grundsatzurteils: Wenn der Mieter wisse, dass er am Ende die Wohnung in einer bestimmten Farbe zurückgeben müsse, dann raube ihm das schon während der Laufzeit des Vertrages den ihm zustehenden Gestaltungsspielraum. Denn ein kostenbewusster Mieter könne sich dann gehemmt fühlen, die von ihm eigentlich gewünschte andere Farbe zu wählen.

„Schließdienst“ per Hausordnung

In vielen Wohnanlagen wird streng darauf geachtet, dass nachts die Eingangstüren geschlossen sind. So sollen Diebe und andere unangemeldete Gäste abgehalten wer­den. Ein Eigentümer in Köln hatte den „Schließdienst“ per Hausordnung den Erdge­schossbewohnern zugewiesen. Sie müssten im Winter spätestens um 21 Uhr und im Sommer spätestens um 22 Uhr absperren. Das Amtsgericht Köln (Aktenzeichen 211 C 55/12) hatte daran nichts zu beanstanden. Es handle sich weder um eine überra­schende noch um eine willkürliche Klausel. Eine solche Regelung sei „durchaus üblich“ und benachteilige die Erdgeschossbewohner nicht in unangemessener Weise.


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BARRIEREARM ____________     Wohnen im Alter

„Wohnen im Alter“ im Themenheft „Informationen zur Raumentwicklung“


  

Bauletter vom 16.6.2013
Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informa­tionen zur Raumentwicklung“ widmet sich dem Thema „Wohnen im Alter“. Im Mittelpunkt stehen Handlungsansätze, Konzepte und empirische Ergebnisse zu Fragen wie ...

  • Wie wohnen ältere Menschen?
  • Welche Wohnformen werden künftig an Bedeutung gewinnen?
  • Wie kann die Öffentlichkeit stärker für das Thema sensibilisiert werden?

Ergebnisse empirischer Analysen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigen, dass schon jetzt und künftig noch verstärkt vielerorts altersgerechte Wohnungen fehlen. Die Anfor­de­rungen an die Wohnungsversorgung gehen dabei über die Bereitstellung alters­taug­licher Wohnungen hinaus: Gefragt sind auch ...

  • ein barrierefreies Wohnumfeld,
  • eine wohnortnahe Infrastruktur und
  • soziale Angebote im Stadtteil.

Welche Möglichkeiten es für den altersgerechten Umbau gibt und wie die Förderung aussehen kann, zeigen die Autoren anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Barrierearme Wohnungsbestände können auch für andere Zielgruppen als nur für Se­nioren attraktiv sein, wie der Ansatz des „Universal Design“ zeigt. Darüber hinaus be­antworten die Autoren die Frage, wie gemeinschaftliche Wohnformen für ältere Men­schen am besten realisiert werden können.

Konzepte für altersgerechtes Wohnen zielen auch auf selbstnutzende Eigentümer. Beiträge kommunaler Praktiker verdeutlichen, wie sich durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung die Bürger für die Anpassung von Einfamilienhäusern sensibilisieren lassen – aber auch, auf welche Weise Senioren sich in die altersgerechte Entwicklung ihres Stadtquartiers einbringen können.

Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung“ kann zum Preis von 19 Euro per E-Mail an Steiner Verlag bestellt bzw. über den Buchhandel bezogen werden.


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UMBAU _______________               WOHN-RIESTER für Modernisierungen

Wohn-Riester-Entnahme für alters- und behindertengerechte Modernisierungen

Bauletter vom 16.6.2013
Der Gesetzgeber hat Änderungen bei der Riester-Rente beschlossen. Vor allem aktuelle und angehende Eigenheimbesitzer profitieren künftig von flexibleren Re­geln beim Wohn-Riester. So können beispielsweise Riester-Guthaben in Zukunft auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen eingesetzt werden.

 


 

Die Mehrheit der Bundesbürger will ihren Lebensabend in vertrauter Wohnumgebung verbringen. Allerdings werden die wenigsten Wohnungen den Anforderungen fürs Le­ben im Alter gerecht - Stufen erschweren den Zugang, Türen sind zu schmal und es mangelt an Bewegungsfreiheit. Den Bedarf an barrierefreien Wohnungen schätzt das Bundesbauministerium bis zum Jahr 2020 auf 3,5 Millionen Einheiten. Viele Eigentümer sehen zwar die Notwendigkeit für einen schwellenfreien Umbau, scheuen aber den fi­nanziellen Aufwand. Aber dank der aktuellen Gesetzesänderung kann die Wohn-Ries­ter-Förderung künftig auch für die Finanzierung von alters- und behindertengerechten Modernisierungen eingesetzt werden.

"Der Wohn-Riester hat sich nur fünf Jahre nach seiner Einführung zu einem Erfolgsmo­dell entwickelt. Durch die Änderungen wird er noch flexibler und gewinnt für Eigentü­mer und Immobilienkäufer an Attraktivität", sagt Joachim Klein von der LBS. Das neue Gesetz schafft die Möglichkeit, jederzeit gefördertes Guthaben aus dem Riester-Ver­trag zu entnehmen und für einen barrierefreien Umbau zu verwenden. Zu den Voraus­setzungen zählen ...

  • ein Mindestbetrag bei der Entnahme sowie
  • die Prüfung der Maßnahmen durch einen Sachverständigen.

Auch wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, kann bereits vorhandenes Gut­haben dafür einsetzen - oder wie gehabt ein Riester-Darlehen oder einen Riester-Bau­sparvertrag zur Finanzierung nutzen.

Neu ist zudem die Regelung, angespartes Riester-Kapital jederzeit für die Entschul­dung einer Immobilie verwenden zu können. Künftig kann mit dem Guthaben etwa eine Sondertilgung des bestehenden Immobiliendarlehens geleistet oder am Ende der Zins­bindung ein Teil oder das gesamte Darlehen abgelöst werden. Beides beschleunigt die Rückzahlung und senkt damit die Zinslast.


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Gestalten mit Beton-Werkstein

Informationsgemeinschaft Betonwerkstein hat „Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt

Bauletter vom 13.6.2013
Die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein e.V. hat ihre Broschüre zum Thema „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt. Auf 48 Seiten findet sich hier viel Wissenswertes rund um das Thema „Be­tonwerkstein am und im Haus“. Zahlreiche neue und attrakti­ve Anwendungsbeispiele laden ein zum phantasievollen Um­gang mit einem der kreativsten Baustoffe.

Beton ist ein faszinierender Werkstoff, der vielfältig formbar und gestaltbar ist. In Form von Betonwerkstein und Sichtbe­ton ist er aus unserer Umwelt kaum wegzudenken. In Haus und Garten bietet er für nahezu jeden Bedarf eine qualitativ hochwertige, umweltfreundliche und zugleich kostengünstige Lösung. Dafür sorgen auch die ständigen Entwicklungen der Hersteller. Mit neuen Hochleistungsbetonen beispielsweise wurden in den letzten Jah­ren die statischen Be­toneigenschaften wie Druckfestigkeit, Verschleißwiderstand und Dauerhaftigkeit weiter verbessert. Immer filigranere Formen mit feinkörnigen und po­renarmen Oberflächen eröffnen neue Anwendungen rund um Haus und Garten.

Mit der jetzt neu aufgelegten Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestal­ten mit Stein“ will die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein Bauherren und Planer zu einen „Gestalten ohne Grenzen“, zum phantasievollen Umgang mit dem Baustoff inspirieren. Das Spektrum der gezeigten Einsatzbereiche reicht ...

  • von Treppen und Bodenbelägen innen und außen
  • über Terrazzoböden und Fassaden
  • bis hin zur Innen- und Außenmöblierung sowie Gestaltungselementen.

Abgerundet wird die 48-seitige Broschüre durch eine Zusammenstellung beispielhafter Oberflächenmuster sowie Tipps zur Reinigung und Pflege von Betonwerkstein.

Die Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ ist als PDF-Dokument verfügbar. In gedruckter Form kann sie kostenlos per E-Mail an Informationsgemeinschaft Betonwerkstein angefordert werden.


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Barrierefrei modernisieren ? Mängelfrei ??

Mängel beim barrierefreien Bauen und Auswirkungen auf Verbraucher

BAULETTER vom 9.6.2013
Die Erwartungen von Bauherren, Erwerbern und Wohneigentümern an ein Zuhause, das auf Alter und Beein­trächtigungen ausgerichtet ist, nehmen zu - aber häufig wer­den sie nicht erfüllt. Eine aktuelle Befragung des Instituts für Bauforschung (IfB) von 50 Sachverständigen deckt auf, wel­che Mängel beim barrierefreien Bauen entstehen, welche Aus­wirkungen sie auf Verbraucher haben und wie diese vermieden werden können. Damit wird wohl zum ersten Mal eine Studie über Mängel beim barrierefreien Bauen mit ihren Auswirkungen auf Verbraucher vorgelegt.

Etwa 78 Prozent der von Bauherren-Schutzbund e.V., Verband Wohneigentum e.V. und IFB Hannover im Jahr 2012 befragten Wohnungseigentümer will möglichst lange im eigenen Haus blei­ben. Dafür werden zunehmend Anpassungen und Umbaumaßnahmen in Räumen, Ge­bäuden und im Wohnumfeld in Angriff genommen. Leider heißt dies nicht zwangsläufig, dass dabei auch mangelfrei gebaut wird. Die aktuelle Studie des IFB zeigt Mängel­schwerpunkte auf.

Qualitätsstandards nicht klar definiert

Als großes Problem erweisen sich ungenaue Bau- und Leistungsbeschreibungen. Oft werden Qualitätsstandards als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne dass sie ein­deutig vertraglich vereinbart wurden. Anbieter werben häufig mit Slogans wie "Hoch­wertige Immobilie in seniorengerechter Wohnlage" oder "Ausführung als hochwertiges, behindertenfreundliches Bad". Bei derart "schwammigen Angaben" in Prospekten liegen dann die Erwartungen von privaten Bauherren und das tatsächliche Bauergebnis oft weit auseinander.

Fehlerhaft geplant und mangelhaft gebaut

Als ein gravierender Mangelschwerpunkt zeigte sich die baulich unzureichende Aus­führung von Zugangswegen zu Räumen, Wohnungs- und Gebäudeteilen. Als Barrieren entpuppen sich dabei vor allem ...

  • ungeplante Stufen und Schwellen am Hauseingang und der Terrasse,
  • nicht nutzbare Rampen,
  • unzureichende Türbreiten und
  • zu knapp bemessene Bewegungsflächen.

In der Modernisierung offenbarten sich Probleme bei barrierefrei geplanten Wohnun­gen, die konstruktiv so nicht zu verwirklichen waren.

Gerade beim barrierefreien Bauen, so zeigt die Umfrage, müssen individuelle Anforde­rungen sorgfältig und detailliert mit den Fakten der technischen Regelwerke in Über­einstimmung gebracht werden. Die neue DIN 18040 "Barrierefreies Planen und Bauen - Planungsgrundlagen" zeigt dazu neue Wege auf, fordert jedoch auch mehr Fachkom­petenz und Verantwortung von den beteiligten Planern und Bauausführenden.

Allerdings werden DIN-Normen erst rechtlich verbindlich, wenn sie in Gesetze und Ver­ordnungen - beispielsweise in die Landesbauordnungen - eingeführt werden. Da die neue Norm DIN 18040 noch nicht in allen Bundesländern Bestandteil der Landesbau­ordnung ist, besteht die Notwendigkeit, die jeweiligen Details dieser Norm (oder aber veränderte Anforderungen) in die vertraglichen Vereinbarungen konkret einzubeziehen. Nur das schafft für Verbraucher und alle Beteiligten ausreichende Transparenz und Si­cherheit.

Zusätzliche Kosten durch Nachbesserungen

Die Umfrage zeigt beispielhaft, wo Erwartungen, Ausführung und Ergebnis auseinan­derklaffen und welche Zusatzkosten dabei entstehen.

  • Im Fall eines erwarteten schwellenlosen Zugangs und einer verbreiterten Türöff­nung wurden lediglich Standardtüren eingebaut und vorhandene Schwellen ab­gesenkt. Das war keine barrierefreie Lösung - sie war auch explizit nicht verein­bart. Sie herzustellen, verursachte gleichwohl 6.500 Euro zusätzliche Kosten.
  • In einem zweiten Fall wurde eine Rampe nicht gemäß der vereinbarten DIN Norm für barrierefreien Zugang zu einer Wohnung errichtet. Das Gefälle war zu steil, die Breite zu schmal, Handläufe und Radabweiser fehlten. Für 14.000 Euro muss­te die Rampe weitgehend neu gebaut werden.
  • In einem weiteren Beispiel bestellte ein Ehepaar im Zuge einer Sanierung ein barrierefreies Bad mit bodengleicher Dusche. Beim Bau zeigte sich, dass die da­für notwendige flache Entwässerung technisch nicht herstellbar war. Unzurei­chende Bestandsanalyse und Planung verursachten hier zusätzliche Kosten so­wie die Akzeptanz eines Kompromisses durch die Auftraggeber.

Gravierende Folgen für Verbraucher vermeiden

Mängel beim barrierefreien Bauen können gravierende Folgen nach sich ziehen. Sie reichen von Komforteinbußen über finanzielle und wirtschaftliche Nachteile bis dahin, dass Objekte nicht wie beabsichtigt genutzt werden können. Auch Fördervorausset­zungen können verfehlt werden und damit Finanzierungsengpässe bei den Auftragge­bern entstehen.

„Deshalb“, so Frau Dipl.-Ing. Heike Böhmer, Direktorin des IFB Hannover, „sollten per­sönliche Bedürfnisse und Anforderungen an das Objekt im Vorfeld der Planung sehr ge­nau analysiert, das finanzielle Budget ermittelt und fachgerecht geplant werden. Bei der Veränderung im Bestand sind zusätzlich die Möglichkeiten und Grenzen des Objek­tes zu prüfen. UND: Nur erfahrene und qualifizierte Fachfirmen sollten mit der Ausfüh­rung beauftragt werden.“

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WasserSpar-Check online

Neuer Wassercheck berät online und verspricht weniger Verbrauch ohne Komfortverlust

Bauletter vom 26.5.2013
Wenn die Deutschen auf Energiesparen angesprochen werden, denken sie meist an Heizung, Lampen oder Standby-Verbrauch. Aber wer macht sich schon Gedanken über warmes Wasser für Bad und Küche? Dabei ist Warmwasser in einem durchschnittlichen Haushalt der zweitgrößte Energiefresser – mit einem etwa zwölf Mal höheren Verbrauch als beispielsweise die Beleuchtung. „Für unser warmes Was­ser zum Waschen oder Kochen verbrauchen wir weit mehr Energie als nötig“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. „Dabei lassen sich mit einfachen technischen Mitteln und kleinen Verhaltensänderungen nicht nur unzählige Kilowattstunden Energie sparen, sondern auch die Betriebskosten deutlich senken. Und das ohne Komfortverlust.“ Der neue interaktive WasserCheck, den co2­online im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ entwickelt hat, zeigt Verbrauchern in wenigen Schritten, wie groß ihr indivi­duelles Sparpotenzial beim Warmwasserverbrauch ist:

In einem durchschnittlichen Singlehaushalt beispielsweise kann durch den simplen Einsatz von Durchflussbegrenzern und eines Sparduschkopfs der Energieeinsatz für Warmwasser um rund 25% verringert werden. Das sollte jedes Jahr mehr als sechzig Euro Energiekosten sparen. Wird in einem durchschnittlichen Zweipersonenhaushalt regelmäßig nur eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger geduscht, sorgt das für eine jährliche Ersparnis von etwa einhundert Euro.

Die besten Tipps zum Wasser sparen

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer nutzen: Wasser sparen beginnt dort, wo das Wasser heraus kommt: am Wasserhahn und am Duschkopf. Durchflussbegren­zer, Perlstrahler oder Perlatoren und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust.

Zirkulationspumpe abschalten: Die Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass sofort war­mes Wasser aus dem Hahn kommt. Schaltet man diese ab, kann ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus pro Jahr rund 160 Euro sparen. Alterna­tiv kann die Schaltung der Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr an den individu­ellen Tagesablauf angepasst werden.

Wasser sparen im Alltag: Jeden Morgen kalt duschen muss nicht sein, denn auch kleine Verhaltensänderungen machen sich bezahlt. Wer nur eine Minute kürzer duscht, beim Händewaschen zwischendurch den Wasserhahn schließt und beim Zähneputzen einen Becher nutzt, kann eine Menge Wasser und damit Geld sparen.

Alte Geräte austauschen: Bei Wasser- und Stromfressern lohnt sich oft schon ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputt geht. Wird in einem Dreipersonenhaushalt ein hydraulisch geregelter Durchlauferhitzer durch einen vollelektronischen Durchlaufer­hitzer ersetzt, ist eine jährliche Ersparnis von 120 Euro möglich.

Dichtungen und Dämmung prüfen: Der Wasserhahn tropft oder am Brauseschlauch gibt es ein Leck? Schuld sind oft poröse oder verkalkte Dichtungen, die schnellstmög­lich getauscht werden sollten. Übrigens: Bei undichten Stöpseln im Waschbecken hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbrei­tern.

Wassertemperatur optimal regeln: In einer zentralen Anlage muss die Wassertem­peratur sechzig Grad Celsius betragen, um sich vor einem Legionellenbefall zu schüt­zen. Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern oder Boilern genügen niedrigere Temperaturen: an der Küchenspüle etwa 45 Grad, zum Duschen ungefähr 38 Grad.

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Kostenloser Ratgeber Thermografie / BlowerDoor

Neuer Ratgeber zur Thermografie sowie Blower-Door-Messung

Bauletter vom 26.5.2013
Zur Effizienz energiesparender Maßnahmen bei Neu- und Altbau gehört, Probleme und Fehler am Bau zu lo­kalisieren. Messverfahren wie Thermografie und Blower-Door-Messung können dabei helfen. Allerdings müssen sie richtig und vor allem von geschulten Fachleuten ausgeführt werden.

Zum Verständnis, wie diese Methoden eingesetzt werden kön­nen, erklärt der Ratgeber zunächst Grundprinzipien der Ther­mografie als zerstörungs- und berührungsloses Messverfahren zum Erfassen der Wärmestrahlung von Objekten und der Wär­meverteilung auf Oberflächen.

  • Unter welchen Bedingungen eine aussagekräftige Analy­se möglich ist,
  • welche Unterschiede zwischen einer Innen- und Außenaufnahme bestehen und
  • welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind,

... wird im Folgenden erläutert. Wärmebrücken, Luftundichtheiten und Feuchteschä­den sind dabei richtig zu bewerten. Gewarnt werden Gebäudeeigentümer vor allem vor „günstigen“ Angeboten mit unkommentierten Thermogrammen und vor Haustürge­schäften, bei denen auf Grundlage angeblich aussagekräftiger Gratisthermogrammen Leistungen verkauft werden sollen.

Für die Durchführung tatsächlich aussagefähiger Thermogramme listet der Ratgeber Regeln auf, wie das Beachten ausreichender Temperaturdifferenzen und der Wetter­beeinflussung. Am besten für die Thermografie geeignet ist ein Himmel mit tief­sitzenden Wolken. Dokumentation und Auswertung sollten geschulten Personen mit Kenntnissen in Messtechnik und Bauphysik vorbehalten bleiben.

Auch bei der Blower-Door-Messung

... erläutert der Ratgeber zunächst das Prinzip der Luftdichtheitsmessung nach dem Differenzdruckverfahren. Aus einem von einem Gebläse erzeugten Über- und Unter­druck und dem Vergleich der gemessenen Luftströme lässt sich errechnen, ob das Ge­bäude ausreichend luftdicht ist. Wichtig ist, diese Messung vor dem Ausführen von Trockenbaumaßnahmen durchzuführen. So erfolgt gleichzeitig eine Qualitätskontrolle.

Nach einem Abschnitt, der Vorschriften, Normen und Grenzwerte für das Blower-Door-Verfahren behandelt, geht der Ratgeber erneut auf die dafür geltenden Regeln ein. Vorkehrungen für eine erfolgreiche Messung sind beispielsweise das Abdichten bereits vorhandener Gebäudeöffnungen, das Öffnen aller Innentüren und ebenso das Beach­ten der Witterungseinflüsse und Windgeschwindigkeiten.

Blower-Door Messungen sind, um erfolgreich zu sein, ebenso von erfahrenen Fachleu­ten durchzuführen wie die Thermografie. Beide Methoden ersetzen keinesfalls eine fachgerechte Planung des Gebäudes und die Ursachensuche. Auch darauf weist der Ratgeber hin.

Der Ratgeber ist kostenlos unter bsb-ev.de > Ratgeber & Checklisten > Ratgeber Aktuell als Download zur Verfügung (direkter PDF-Download).


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Mindest - Treppenbreite

Ein Meter, nicht weniger!
Urteil zur Mindesttreppenbreite in Mehrfamilienhäusern

(16.5.2013) Egal, welche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden - die Haupttreppe in einem Mehrfamilienhaus sollte ei­nen Meter breit sein. Nur dann ist im Notfall genügend Platz für die Mieter, um aus dem Haus zu fliehen. So hat nach Aus­kunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Recht­sprechung in Nordrhein-Westfalen entschieden. (Verwaltungs­gericht Gelsenkirchen, Aktenzeichen 5 K 2704/12)

Der Fall: Ein älteres Ehepaar (88 und 80 Jahre) wohnte im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Weil das Treppen­steigen im Laufe der Zeit immer beschwerlicher wurde, be­antragte das Ehepaar, einen Treppenlift einbauen zu dürfen. Der Eigentümer stimmte zwar zu, ein anderer Bewohner des Hauses wandte aber ein, dass der verbleibende Platz auf der Treppe zu eng sei. Es wurde das Verwaltungsgericht angeru­fen und das führte einen Ortstermin durch. Am Ende stellte sich heraus, dass zwi­schen der Montageschiene des Lifts und dem Treppengeländer nur noch 92 Zenti­meter frei waren.

Das Urteil: Nach der geltenden Bauordnung des Landes müsste die Breite der Treppe mindestens einen Meter betragen, stellten die Verwaltungsrichter fest. Die Begrün­dung dafür: „Bei einem Brand und der damit oft verbundenen panikartigen Räumung eines Gebäudes ist zwangsläufig damit zu rechnen, dass Personen, die gut zu Fuß sind, ältere und schwache Personen, die sich auf der Treppe nur langsam bewegen, überholen wollen. Das ist bei einer Breite von 1 m gerade noch möglich, schon bei etwa 90 cm nur schwer.“ Der Treppenlift musste deswegen wieder entfernt werden, auch wenn er für die Mieter im Alltag eine große Hilfe gewesen wäre. Die Sicherheit der Hausgemeinschaft ging vor.


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Ökologsiche Treppen - Oberflächen

Trend bei Massivholztreppen:
Ökologische Finishbehandlung mit Ölen oder Wachsen

(16.5.2013) Bei Massivholztreppen ist verstärkt der Trend zu einer besonders ökologischen Finishbehandlung zu verzeichnen. Geölte bzw. gewachste Stufen stehen mittlerweile in puncto Abriebfestigkeit den Lackanstrichen fast gleichwertig gegen­über. Andererseits bieten solche Oberflächen den Vorteil, dass stark beanspruchte Bereiche ohne großen Aufwand immer wie­der partiell ausgebessert beziehungsweise nachgewachst wer­den können.

Bei Ölen oder Wachsen ist darauf zu achten, welche Produkte verwendet werden; denn auch wenn die Angebotspalette mitt­lerweile sehr groß ist, so bedeutet dies noch lange nicht, dass jedes Öl oder Wachs den besonders hohen Anforderungen, die bei einer Holztreppe anzutreffen sind, über Jahre standhalten kann.

Aktueller Technologiestand ist derzeit übrigens die UV-Trocknung, was zu einer opti­malen Aushärtung des Öles und somit auch besonders strapazierfähigen Oberfläche führt.


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Die Tricks der Baumärkte

"Die Tricks der Baumärkte"-Giftstoffe in Spanplatten,PVC-Böden und Vinyl-Tapeten

In Baumärkten werden Produkte verkauft, die gesundheitsgefährdend sein können, weil Giftstoffe an die Raumluft abgegeben werden. Das haben laut Vorabmeldung Untersuchungen für die NDR Sendung "Die Tricks der Baumärkte" (Montag, 6. Mai, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen) ergeben, eine Reportage des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt".

Stichprobenartig haben NDR Reporter in Baumärkten eingekauft - und zwar bei den vier größten Ketten Bauhaus, Hornbach, Max Bahr und Obi. Das Ergebnis der Laboruntersuchungen sollen erschreckend sein: Krebserzeugendes Formaldehyd findet sich in allen getesteten Spanplatten für den Innenausbau. "Alle Spanplatten haben in der Kurzzeitprüfung Werte erreicht, die oberhalb des Richtwertes des Bundesinstituts für Risikobewertung liegen", kritisiert Heidrun Hofmann vom Bremer Umweltinstitut. Und der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse warnt: "Schon in niedrigen Dosen müssen wir bei Formaldehyd mit dem Schlimmsten rechnen. Ich bin überrascht, dass Formaldehyd immer noch in den Mengen in Spanplatten eingesetzt wird." Auf NDR Anfrage teilen Max Bahr und Obi mit, dass sie eine so genannte Unbedenklichkeitserklärung ihres Lieferanten hätten. Bauhaus und Hornbach überprüfen ihre Spanplatten.

Neben den Spanplatten verkauften alle Baumärkte in der NDR-Stichprobe PVC-Fußböden mit teilweise sehr hohen Werten an Weichmachern, die bislang kaum erforscht sind. Für den Toxikologen Dr. Hermann Kruse besonders bedenklich: "Diese Weichmacher sind nicht fest chemisch in das PVC eingebunden. Durch Abrieb können sie natürlich auch in den Staub hineinkommen und dann von krabbelnden Kindern auf dem Boden aufgenommen werden. Ich gehe davon aus, dass diese Verbindung hormonaktiv ist, d.h. sie kann unser Hormonsystem durcheinander bringen. Außerdem hat sie nerventoxische Wirkungen."

Erschreckend ist auch das vorgetragene Ergebnis bei allen getesteten Vinyl-Tapeten aus den vier Baumärkten. Großflächig werden die zu Hause an die Wand geklebt. Was niemand wohl weiß: auch über die Tapeten können zum Teil krank machende Giftstoffe in die Raumluft abgegeben werden: Phtalate als Weichmacher, die bei erhöhten Werten zu Krebs führen können.

Konfrontiert mit den Ergebnissen schreibt Hornbach, dass bei PVC-Böden und Vinyl-Tapeten für viele Kunden die positiven Eigenschaften überwiegen würden. Bauhaus verweist auf eine Unbedenklichkeitserklärung, Max Bahr will mit seinem Lieferanten Rücksprache halten. Obi gibt dazu keine Stellungnahme.

Giftige Stoffe findet das vom NDR beauftragte Labor auch in den Fugendichtmassen von Bauhaus und Max Bahr. Bei Bauhaus handelt es sich um hohe Konzentrationen von gesundheitsschädlichen Verbindungen. Bei Max Bahr sind es sogar gesundheitsschädliche Stoffe, die schwer flüchtig sind, das heißt, noch lange aus der Dichtmasse ausgasen. Der Toxikologe warnt: "Die dampfen über Monate, über Jahre aus. Neurotoxische Stoffe greifen das Nervensystem an, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führt."

Konfrontiert mit dem Ergebnis schreibt Bauhaus an den NDR: "Vorsorglich haben wir dieses Produkt bis zur weiteren Klärung für den Verkauf gesperrt." Und Max Bahr erklärt: "Ihre Angaben lassen wir aktuell vom Hersteller untersuchen."


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Wertsteigerung bei Immobilien

Immobilienbarometer: Glaube an Wertsteigerung ungebrochen

Bauletter vom 22.4.2013
Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist heute noch genau so groß wie vor drei Jahren. Das zeigt die aktuelle Umfrage zum „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24 unter rund 3.700 Kaufinteressenten. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47%) mit einem Wertzuwachs, der immer­hin die Inflation ausgleicht. Das sind genauso viele wie vor drei Jahren. Allerdings geht heute ein größerer Anteil der Befragten von einer höheren Wertsteigerung aus und ein kleinerer Anteil von einem Wertverlust.

 

Heute glauben 7% der Kaufinteressenten an einen echten Wertzuwachs und 10% an einen Wertverlust. Im Jahr 2010 rechneten hingegen nur 5% mit einem Zuwachs und noch 12% mit einem Wertverlust. Vor allem Kapitalanleger erwarten heute mehrheitlich eine Wertsteigerung im Bereich der Inflation (66%), 10% erwarten sogar einen höhe­ren Wertzuwachs und nur 5% glauben an einen Wertverlust.

Eigennutzern ist Wertentwicklung weniger wichtig

Auch die Mehrheit der Eigennutzer glaubt an eine Wertsteigerung: 42% rechnen mit einem Inflationsausgleich, 7% mit höheren Steigerungen. Allerdings rechnet gut jeder zehnte (11%) auch mit Verlusten. Bemerkenswert ist, dass jeder fünfte Eigennutzer gar nicht vorrangig an der Wertentwicklung seiner Immobilie interessiert ist (21%), im Vergleich zu nur 7% der Kapitalanleger.

„Eigennutzer stellen die Wertentwicklung oft nicht so sehr in den Fokus - für sie zählt, dass sie in Haus oder Wohnung viele Jahre leben wollen. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Menschen von den Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt nicht verunsi­chert sind und weiter daran glauben, dass sich ein Kauf für sie lohnt. Aufgrund der niedrigen Zinsen bleiben Immobilien für viele Menschen erschwinglich“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Und Marc Stilke, CEO von Immobilien­Scout24, fügt hinzu: „Damit eine Immobilie an Wert gewinnt, sollten Käufer vor allem auf die Lage und den Zustand des Objektes achten.“


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BAD - RENOVIERUNG _________  Aber flott !!

Forsa-Erhebung: Deutsche drücken im Bad aufs Renovierungstempo

(20.3.2013; ISH 2013-Bericht) Wenn die Bundesbürger ihr eigenes Votum auch in die Tat umsetzen, werden Deutschlands Bäder künftig erheblich schneller als bisher von Grund auf erneuert - zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Repräsentativstudie, die das Forsa-Institut zur ISH für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) durchgeführt hat. Demnach sprechen sich 42% der Bevölkerung für eine umfassende Renovierung bereits nach spätestens 10 Jahren aus. Ein knappes Drittel davon hält sie sogar schon nach 5 Jahren für angebracht. Weitere 19% trugen sich in der Kategorie „nach 11 bis 15 Jahren“ ein:

 

Zum Vergleich: Laut einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sind noch nicht renovierte Bäder in Privathaushalten gegenwärtig fast zwei Jahrzehnte alt. Bricht jetzt die Ära wesentlich kürzerer Zyklen an?

Jedenfalls bewertet der VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann das Resultat als „große positive Überraschung“. Es bestätigt seiner nach Meinung nach zumindest das stark gestiegene Interesse der Bundesbürger an individuell geplanten und ausgestat­teten sowie kompetent realisierten Bädern. Schon das schaffe eine „ausgezeichnete Kommunikations- und Arbeitsbasis“ für den Profi-Verbund aus Industrie, Fachgroßhan­del und Fachhandwerk.

Zudem liefere die für rund 67 Mio. Deutsche ab 18 Jahre repräsentative Untersuchung auch bei der „Renovierungsfrage“ aufschlussreiche Einzelanalysen:

  • So sei die Quote derer, die im Osten der Republik für eine Modernisierung nach spätestens 10 Jahren plädieren, mit 66% „extrem hoch“ (Westdeutschland: 38%).
  • Gleiches gelte für die 18- bis 29-Jährigen (63%) und – in geringerem Maße – für die 30- bis 44-Jährigen (47%).
  • Am Ende der Skala rangiere hier mit „nur“ 32% die Generation „60plus“.

Durch gezielte Informationskampagnen wie dem nationalen „Tag des Bades“ am 14. September 2013 und einer neuen Aktion zum Thema „Barrierefreie Bäder“ wollen die Sanitärspezialisten deshalb u.a. ältere Menschen intensiver aufklären.


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Handwerk geniesst Vertrauen

Bauletter vom 07.02.13
Das Handwerk in Deutschland liegt bei der Vertrauensfrage vorne

Der GfK Verein hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt: Welche Wirtschaftsbranchen und Institutionen genießen am meisten Vertrauen, welche am wenigsten? Bis auf wenige Ausnahmen sind die Vertrauenswerte in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Einziger Gewinner ist die deutsche Regierung. Die Autoindustrie kann ihr hohes Vertrauensniveau halten, die Energie- und Wasserversorger verlieren leicht.

Bei den Institutionen genießt die Polizei das höchste Vertrauen in Deutschland. Sie erreicht 81 Prozent und führt das Ranking klar an. Im Vergleich zum Vorjahr wird jedoch ein Minus von vier Prozentpunkten gemessen. Auf Rang zwei liegt mit deutlichem Abstand die Justiz. Sie erreicht einen Vertrauenswert von 65 Prozent, gefolgt von den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit 59 Prozent.

Als einzige Institution konnte die deutsche Regierung ihren Vertrauenswert verbessern. Zwar rangiert sie mit 34 Prozent im hinteren Drittel des Rankings, konnte im Vergleich zum Vorjahr aber fünf Prozentpunkte hinzugewinnen. "Grund für diese Entwicklung könnte die - laut Medienberichten - positive Wahrnehmung des derzeitigen Krisenmanagements durch die Bundeskanzlerin sein", sagt Professor Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.
Wenig Vertrauen schenken die Deutschen auch dem Internet (34 Prozent) und großen Unternehmen bzw. internationalen Konzernen (26 Prozent). Schlusslicht sind und bleiben die politischen Parteien, zu denen nur jeder Sechste Vertrauen hat. Im internationalen Vergl eich liegen die deutschen Parteien mit diesem Wert allerdings noch im Mittelfeld.


Branchen: Das Handwerk steht in Deutschland an der Spitze
Offenbar hat in Deutschland das Handwerk auch in puncto Vertrauen goldenen Boden. 87 Prozent der Bundesbürger vertrauen dieser Branche. Damit belegt sie - wie schon im vergangenen Jahr - klar den Spitzenplatz bei den elf untersuchten Wirtschaftsbereichen. Auf Rang zwei finden sich die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller, denen 78 Prozent der Bevölkerung vertrauen, gefolgt von den Autoherstellern mit 71 Prozent.

Den letzten Platz belegen die Banken und Versicherungen. Sie büßen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal 7 Prozentpunkte ein und kommen nun auf einen Vertrauenswert von 29 Prozent. "Nicht einmal mehr jeder dritte Bundesbürger vertraut dieser Branche. Hier wirken sich wohl vor allem die Skandale der letzten Zeit aus, die von Zinsmanipulationen bis zu Razzien wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung reichen", fasst Wildner zusammen.

An Vertrauen verloren haben auch die Energie- und Wasserversorger. Sie erreichen aktuell nur noch 51 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 5 Prozentpunkte mehr. Grund dafür könnten die steigenden Ökostromumlagen sein, durch die sich die Strompreise für viele Privatkunden erhöhen.

Weltweit genießt das Militär das größte Vertrauen ... noch vor den Kirchen!

Über alle 25 Länder hinweg erhalten bei den Institutionen das Militär und die Armee mit 79 Prozent das größte Vertrauen. Auf Rang zwei folgen mit 66 Prozent die Kirchen bzw. die Glaubensgemeinschaften. Das Schlusslicht der internationalen Liste bilden - wie in fast allen untersuchten Ländern - die politischen Parteien. Sie erreichen im Durchschnitt lediglich einen Vertrauenswert von 18 Prozent.

Bei den Branchen liegen die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller im Gesamtdurchschnitt an der Spitze: knapp 74 Prozent aller Befragten vertrauen diesem Wirtschaftsbereich, gefolgt vom Handwerk mit 69 Prozent. Die hinteren Plätze des Vertrauens-Rankings der Branchen belegen die Banken bzw. Versicherungen mit 62 Prozent und die Telekommunikations- und Internetanbieter sowie die Fluggesellschaften mit jeweils 60 Prozent.

Zur Studie: Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem "GfK Global Trust Report" 2013 und basieren auf rund 28.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Zeitraum September bis November 2012 in insgesamt 25 Ländern durchgeführt wurden. Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage des Vertrauens in 12 Institutionen, 11 Branchen und in die Mitmenschen allgemein mittels folgender Skala: "vertraue ich voll und ganz", "vertraue ich überwiegend", "vertraue ich weniger", "vertraue ich überhaupt nicht". ...


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Dämmstoff-App Rockwool

Wieviel Geld spart welche Dämmung? Rockwools „EinsparRadgeber“-App antwortet.

Rockwools „EinsparRadgeber“-AppBauletter vom 24.1.2013; BAU 2013-Bericht
Auf dem BAU-Messestand der Deutschen Rockwool wurde erstmalig eine neue App vorge­stellt, die die Entscheidung für eine energetische Sanierung von Gebäuden erleichtern kann: In der Hand eines Fachmanns wird das iPhone mit dem „EinsparRadgeber“ zum Berechnungs- und Präsentationswerkzeug. Denn mit dieser App lässt sich ermitteln, um wie viel Euro pro Monat und Jahr die Energie­kosten eines Hausbesitzers sinken, wenn Dach, oberste Ge­schossdecke, Keller oder Fassade gedämmt werden.

Auf der Rockwool-Web-Site finden sich bereits einige interaktive Planungswerkzeuge zur energetischen Sanierung. Mit ihnen können sich Hausbesitzer selbst - oder geführt vom Baufachberater - recht leicht einen Überblick über die Möglichkeiten einer effi­zienten Gebäudedämmung verschaffen. Die neue App ermöglicht es nun zusätzlich, durch Eingabe weniger Rahmendaten individuell zu errechnen, welche Einsparungen im Einzelfall möglich sind. „Für Hausbesitzer macht das die Empfehlungen des Fachman­nes ungeheuer transparent und interessant“, ist Projektleiterin Verena Pieper über­zeugt. Mit welchen Dämmstoffdicken welche Einsparungen und eventuell eine Förde­rung durch die KfW-Bank zu erzielen sind, errechnet die App auf der Grundlage weni­ger Kennzahlen.

Die Auswirkungen der gewählten Dämmmaßnahmen auf die Energiekosten werden da­raufhin in Euro pro Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr ermittelt und angezeigt. Zusätz­lich gibt die App den U-Wert der gedämmten Konstruktion an. Wird dieser Wert in grün dargestellt, so erfüllt die Kon­struktion die Anforderungen gemäß EnEV. Wird er in blau an­gezeigt, so kann für die geprüfte Dämmstofflösung eine KfW-Förderung beantragt werden.

Auf Wunsch erzeugt der „EinsparRadgeber“ eine Übersicht der eingegebenen Parame­ter und der Einspareffekte. Dieses anschauliche Dokument kann per E-Mail versandt werden. Ein Link führt auf Wunsch zu den entsprechenden Produktinformationen auf der Rockwool-Web-Site.

QR-CodeErhältlich ist die App für iPhone im App Store von Apple - auch via passendem QR-Code rechts. (Damit können Sie die App mit Hilfe eines QR-Code-Scanners - wie Qrafter oder i-nigma - auch dann schnell auf Ihrem iPhone/iPad installieren, wenn Ihr mobiles Gerät nicht an konkret diesem Computer angemeldet ist!) Eine Version für iPads soll in einigen Wochen folgen.


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Energieeffizient sanieren

KfW verbessert Programm „Energieeffizient Sanieren“

Bauletter vom 20.1.2013
Der Bund stellt über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Verbes­serung der bestehenden Zuschussförderung via KfW ab so­fort und bis 2020 jährlich zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 300 Mio. Euro zur Verfügung. Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer erklärt dazu: „Hausbesitzern, die ihren Wohnraum oder ihre Eigentumswohnung energetisch sanieren möchten, bieten wir durch die neuen KfW-Zuschüsse eine starke finanzielle Unterstüt­zung. Bis einschließlich 2014 stellen wir hierfür 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bereit. Ab heute stehen zusätzlich über acht Jahre weitere 300 Millionen Euro jährlich zur Verfü­gung.“

"40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich auch davon ab, inwieweit dort Einsparpo­tenziale gehoben werden können. Mit der Verbesserung unserer Programme wollen wir gezielt privaten Hausbesitzern die Entscheidung für die Sanierung der 'eigenen vier Wände' erleichtern: Sie können künftig mit bis zu 18.750 Euro einen deutlich höheren Investitionszuschuss von der KfW erhalten. Mit den Programmverbesserungen leisten wir einen weiteren Beitrag für das Gelingen der Energiewende", verspricht Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.


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Schornsteinfeger - Register

bauletter vom 13.1.2013
Das Kehrmonopol des Bezirksschornsteinfegers ist zum 1.Januar 2013 ausgelaufen. Hauseigentümer haben jetzt die Möglichkeit, einen Schornsteinfeger ihrer Wahl zu beauftragen. Um den Eigentümern die Feststellung zu erleichtern, wer die Voraussetzungen zur selbständigen Ausnutzung von Schornsteinfegerarbeiten erfüllt, führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Schornsteinfegerregister.

Das Register wird elektronisch geführt. Die Eintragung in das Register erfolgt ausschließlich durch die Handwerkskammern, bei denen der Inhaber des Betriebs mit dem Schornsteinfegerhandwerk in die Handwerksrolle eingetragen ist, oder durch Behörden, bei denen die Erbringung der Dienstleistungen angezeigt wurde.

Das BAFA stellt hierfür lediglich die entsprechende Plattform sowie das Internetportal zur Verfügung, auf dem die Registrierung durch die zuständigen Stellen erfolgt.


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Neue Regeln für Photovoltaik

Tip BAULETTER  vom 21.12.2012
Der Jahreswechsel bringt für viele Hausbesitzer mit Solarstrom-Anlagen und alle Solarinteressierte, die über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage nach­denken, eine Neuerung: Ab dem 1. Januar 2013 müssen in Deutschland Photovoltaik-Anlagen am gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisemanagement teilnehmen oder sich auf eine Begrenzung auf 70 Prozent der Anlagenleistung einlassen. Die Regelung gilt für alle neuen Photovoltaik-Anlagen und auch für die rund 150.000 Solarstrom-Erzeu­ger, die im Jahr 2012 eine kleine Photovoltaik-Anlage (z.B. auf dem Hausdach) instal­liert haben. Für letztere endet zum Jahreswechsel die Übergangsfrist.

„Die Entscheidung hängt von den Umständen im Einzelfall ab, zum Beispiel von den Anforderungen der Netzbetreiber“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Auch wenn die Entscheidung auf die Kappung der Anlage fällt, muss Solarstrom nicht zwangsläufig ungenutzt verpuffen. Körnig: „Es sind ausgereifte Lösungen wie intelligente Steuertechnik und Speicher­technologie auf dem Markt, mit denen sich der überschüssige Solarstrom nutzen lässt und zugleich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.“ - siehe u.a. „Solarstromspei­cher“ im erneuerbare Energien-Magazin.

Was bedeutet die Gesetzeslage für Solarinteressierte und Anlagenbetreiber? Was muss bei der Entscheidung bedacht werden? Der BSW-Solar beantwortet die wichtigs­ten Fragen und gibt Tipps für die Umstellung und für die Neuanschaffung:

1. Zunächst ist zu klären, ob die Photovoltaik-Anlage von dem Gesetz betroffen ist. Für alle kleinen Photovoltaik-Anlagen (bis 30 Kilowatt), die bis Ende 2011 in Be­trieb gegangen sind, ändert sich nichts. Bei kleinen Photovoltaik-Anlagen aus dem Jahr 2012 endet jetzt die Schonzeit. Ab dem 1. Januar 2013 unterliegen auch sie der Regelung. Wird der Betreiber einer solchen Anlage nicht aktiv, setzt er die Vergütung des Solarstroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aufs Spiel. Neue Solarstrom-Systeme, die nach dem Jahreswechsel installiert werden, müssen diese gesetzlichen Vorgaben ebenfalls erfüllen.

2. Wer eine Photovoltaik-Anlage nach dem 1. Januar 2013 neu in Betrieb nehmen will, sollte schon bei der Anschaffung mit dem Fachbetrieb über die verschiedenen Mög­lichkeiten sprechen. Je nach Variante könnte die Wahl der einzelnen Komponenten des Solarsystems anders ausfallen. Zum Beispiel könnte ein Wechselrichter gewählt werden mit erhöhtem Leistungsspektrum oder ein Batteriespeicher angeschafft wer­den.

3. Die Entscheidung Einspeisemanagement oder Abregelung ist nicht endgültig. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass Besitzer der Photovoltaik-Anlage ihren Ent­schluss zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückgängig machen können. das könnte zum Beispiel sinnvoll sein, wenn Netzbetreiber auf den Einsatz von derzeit noch sehr teuren Fernabschaltgeräten bestehen. Sollten die Kosten für diese Geräte sinken, kann der Solarstromer später auf Einspeisemanagement umstellen.

4. Fällt die Entscheidung auf das Einspeisemanagement, muss eine Art Fernsteue­rung installiert werden, mit der der Netzbetreiber bei Bedarf die Stromeinspeisung der Photovoltaik-Anlage reduzieren kann. Der Installationsfachbetrieb weiß, welche tech­nischen Anforderungen der Netzbetreiber vor Ort stellt - die mehr als 900 Verteilnetz­betreiber haben zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen. Allein die Kosten für den so genannten Rundsteuerempfänger schwanken zwischen 0 und 600 Euro. Auf Ba­sis der jeweiligen Vorgaben kann der Installateur ein Angebot erstellen. Da die Anla­genleistung nur in wenigen seltenen Fällen durch den Netzbetreiber reduziert werden dürfte, werden sich bei dieser Variante die Einnahmeausfälle durch nicht eingespeisten Strom in Grenzen halten.

5. Für das Abregeln der Leistung auf 70 Prozent sollte sich entscheiden, wer eine Photovoltaik-Anlage betreibt, die bauartbedingt nicht die volle Leistung erbringen kann – etwa weil die Module auf der Ost- und Westseite des Daches angebracht sind oder weil die Anlage ungünstig verschattet wird. Wenn nicht die komplette Modulflä­che beschienen wird, kann eine solche Anlage nicht die volle Leistung erzielen. Daher kommt es in diesen Fällen bei der Wahl der 70-Prozent-Abregelung in der Regel nicht zu zusätzlichen Ertragsverlusten.

6. Die weit überwiegende Zahl der Photovoltaik-Anlagen ist heute mehr oder weniger direkt nach Süden ausgerichtet, so dass bei einer einfachen harten Kappung auf 70 Prozent der Anlagenleistung Ertragsverluste zu erwarten sind. Die Kappung erfolgt durch die Änderung der Software-Einstellung am Wechselrichter. Das ist ein preiswer­ter Eingriff, der jedoch bei nach Süden ausgerichteten Anlagen die höchsten Ertrags­verluste bringt. Beispiel: Die Photovoltaik-Anlage hat eine Nennleistung von 10 Kilo­watt. Der Wechselrichter regelt bei maximal 7 Kilowatt ab – selbst wenn die Photovol­taik-Anlage angesichts der Sonneneinstrahlung mehr Strom produzieren könnte. Wie groß die Verluste sind, hängt vom jeweiligen Standort ab. Netzbetreiber gehen über das Gesamtjahr von einer Ertragsminderung im unteren einstelligen Prozentbereich aus.

7. Die gesetzlichen Anforderungen können auch mit einer intelligenten Form der 70-Prozent-Abregelung eingehalten werden. Dabei wird Solarstrom selbst verbraucht, anstatt ihn ungenutzt verpuffen zu lassen. Das ist möglich, weil das Gesetz lediglich eine Reduzierung der Leistung am Netzanschlusspunkt vorsieht - nicht eine Reduzie­rung der Leistung am Modul oder Wechselrichter. Mittels moderner Steuertechnik kann der Stromverbrauch im Haus an die Solarstrom-Produktion angepasst werden: Wenn die Photovoltaik-Anlage mehr als 70 Prozent der Nennleistung erzeugt, wird zum Bei­spiel die Waschmaschine gestartet oder Strom in der Batterie gespeichert. Die Vor­teile: Der Eigenverbrauch wird erhöht, teurer Strombezug aus dem Netz zurückgefah­ren und zugleich Ertragsverluste vermieden - siehe auch Beitrag "Dezentrale Batterie­speicher als Lösung für die optimale Solarstromverwertung" vom 19.6.2012.

8. Egal, ob die Entscheidung auf das Einspeisemanagement oder die 70-Prozent-Abre­gelung fällt - es entstehen immer Kosten. Bei im Jahr 2013 neu installierten Photovol­taik-Anlagen sind dies Teile der Anschaffungskosten, die über die normale Abschrei­bung steuerlich geltend gemacht werden können. Bei im Jahr 2012 in Betrieb ge­nommenen Anlagen dürften die nachträglich entstandenen Kosten im Rahmen der übli­chen Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können -


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Tipps für den neuen Brennwertkessel

Tipp vom 09.12.12
Alter Heizkessel raus, moderner Brennwertkessel rein. Immer mehr Haus­eigentümer entscheiden sich für diesen Schritt, um Energie und Heizkosten zu sparen. 2011 haben laut dem Bundesverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) rund 420.000 Hauseigentümer einen Brennwertkessel gekauft. Das sind zwei Drittel der in Deutschland neu gekauften Wärmeerzeuger in Wohngebäuden. Brennwertgeräte holen mehr aus Energieträgern wie Gas oder Öl, weil sie auch die im Wasserdampf der Abga­se „versteckte Wärme“ (Kondensationswärme) nutzen. „Wer über hohe Energiepreise stöhnt, sollte seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der co2online gemeinnützige GmbH.

 

Besonders energiesparend ist die Kombination mit einer Solaranlage für das warme Wasser. Über die von co2online initiierte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ finden Hauseigentümer Tipps mit Informationen über Kosten, Installation und die Auswahl des passenden Brennwertkessels.
Eine Auswahl der wichtigsten Ratschläge finden Sie bei BAULETTER
Wärmecheck zum hydraulischen Abgleich

 


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Absetzbarkeit von Handwerker-Rechnungen

Wo endet der Steuerbonus?

Tipp vom 05.12.12 Eigentlich gilt für den Steuerbonus die Grundstücksgrenze. Doch eindeutig ist die Regelung nicht: Was für Kunden künftig gilt, muss nun der Bundesfinanzhof entscheiden.

Wo sind die Grenzen des Steuerbonus?

Den Steuerbonus können Steuerzahler nur geltend machen, wenn der Handwerker in ihrem Haushalt oder auf ihrem Grundstück tätig wird. Wie weit oder eng sich diese Regel auslegen lässt, zeigen zwei Gerichtsurteile:

Fall 1: Ein Tischler fertigt für einen Kunden Schlafzimmermöbel in seiner Werkstatt und baut sie beim Kunden ein. In der Rechnung teilt der Handwerker die Kosten auf, in Arbeitslohn und "Arbeiten vor Ort". Klare Sache für das Finanzamt: Nur die Kosten für den Einbau dürfen abgesetzt werden. Das sei ungerecht, meinte der Kunde. Manche Gewerke könnten Arbeiten nur beim Kunden durchführen und damit voll abgesetzt werden; die Arbeiten anderer Gewerke müssen hingegen teilweise in der Werkstatt erfolgen und sind nicht voll absetzbar. Das Finanzgericht München hielt sich trotzdem an den Gesetzeswortlaut: Den Steuerbonus gab es nur für den Einbau. (Urteil vom 24. Oktober 2011, 7 K 2544/09).

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Förderung Barrierefreies Umbauen

Zuschussvariante seit 1.10.14
>KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“

Bauletter vom 6.10.2014
Ab 1. Oktober 2014 können private Eigentümer und Mieter von Zuschüs­sen profitieren, die dem Abbau von Barrieren in Wohngebäuden dienen und zugleich die Einbruchsicherheit erhöhen. Hierfür stellt der Bund insgesamt 54 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Damit wird das seit 5 Jahren etablierte Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt. Kombiniert werden kön­nen die Zuschüsse mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung.

Der Programmstart fiel auf den „Internationalen Tag der älteren Menschen“, den die Vereinten Nationen im Jahr 1991 ausgerufen haben, um die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betonte am 30.9.: "Bei der Sanierung von Wohngebäuden können Bauherren durch die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen nun drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kosten sparen, weil sie die Immobilie nur einmal anfassen müssen.“ Sie könnten ...

  • die energetische Sanierung
  • mit dem Abbau von Schwellen in der Wohnung verbinden und
  • zugleich etwas für die Sicherheit, gegen Einbrüche tun.

Mit dem Programm lassen sich beispielsweise bodengleiche, moderne Duschen, großzü­gig geschnittene Räume oder auch schwellenlose und einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren fördern.

  • Antragsberechtigt sind private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie Mieter.
  • Finanziert werden bis zu 8% der förderfähigen Investitionskosten für die Durch­führung einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung, maxi­mal jedoch 4.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Für den Förderstandard "Altersgerechtes Haus" können Zuschüsse in Höhe von 10% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 EUR pro Wohneinheit, beantragt werden.

Wichtig: Der Zuschuss muss vor Beginn der Arbeiten direkt bei der KfW beantragt werden. Sobald eine Zusage vorliegt, kann dann mit der Modernisierung begonnen werden. Und noch einmal zu Erinnerung: Die Förderung kann mit den KfW Program­men „Energieeffizient Sanieren“ kombiniert werden - siehe u.a. Baulinks-Beitrag „KfW verbessert Programm ,Energieeffizient Sanieren'“ vom 20.1.2013.

Übrigens: Der Verband Wohneigentum e.V. erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass bereits 2012 ein entsprechender Zuschuss nur ein Jahr nach seiner Einführung aus dem Bundeshaushalt wieder gestrichen wurde. Dies löste bei Kennern der Immo­bilienbranche „blankes Unverständnis“ aus: „Das ging vollkommen an der Haupt-Ziel­gruppe, den älteren Menschen, vorbei“, kritisiert aktuell Hans Rauch, Präsident des Verbandes Wohneigentum. Eine aktuell unter den Mitgliedern des Verbandes durch­geführte Studie bestätige zudem, dass ein viel zu geringer Personenkreis die bislang verfügbaren Förder-Kredite beantragt hätten. „Ältere Menschen können oder wollen mit ihrer Rente meist keinen Kredit mehr aufnehmen. Der KfW-Investitionszuschuss ist also die praktikabelste Fördervariante und der beste Anreiz, den Anteil an alters­gerechten Wohnungen zu steigern“, so Rauch weiter.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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EINBRUCHSCHUTZ __________ Türen-Wechsel jetzt !

Bemerkenswerter Einbruchschutz mit modernen Funktionstüren

Kampagne-Logo 'Türen wechseln jetzt!'  

Bauletter vom 09.7.2014

Einbrüche finden ganzjährig statt, treten aller­dings in den dunkleren Monaten November bis März und wäh­rend längerer Ferienzeiten verstärkt auf. Die Täter schlagen gerne tagsüber zwischen 12 und 20 Uhr zu, wenn sie die Be­wohner außer Haus vermuten und sie getarnt als Lieferant oder Besucher keinen Verdacht bei aufmerksamen Nachbarn erregen.

In puncto Sicherheit bieten Fenster und Türen die größten Schwachstellen. In 77 Prozent aller Fälle soll der Zugang durch das Aufhebeln der Wohnungstür an ihrer Öffnungssei­te gelingen. Wie eine Studie der Polizei NRW zeigt, helfen Si­cherheitstechniken aus Baumärkten oder entsprechende Vorrichtungen zum Nachrüs­ten einer Tür bei Einbrüchen nur bedingt. Ein geübter Täter benötigt lediglich wenige Sekunden, geringen Kraftaufwand und ein leicht zu verbergendes Hilfsmittel wie ei­nen Schraubenzieher – und schon hat er eine unzureichend gesicherte Wohnungsab­schlusstür überwunden.

Einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 bietet Paroli

Damit eine Tür vor Einbrechern schützen kann, braucht sie mehr als nur ein stabiles Schloss. Den besten technischen Schutz bieten moderne, einbruchssichere Türen nach der geltenden Sicherheitsnorm DIN EN 1627 ff für einbruchhemmende Baupro­dukte. Die einbruchhemmenden Eigenschaften dieser Türen haben die normierten Prüfungsverfahren „Widerstandsfähigkeit gegen statische Belastungen, dynamische Belastungen und manuelle Einbruchversuche“ bestanden und entsprechen dem ak­tuellen Stand der Technik. Bei diesen „Tür-Systemen“ ergibt sich ihre Widerstands­kraft aus ...

  • verstärkten Bändern und Blendrahmen,
  • einem stabilen trittsicheren Türblatt,
  • Zylindern mit Kernziehschutz,
  • mit Mauerankern eingeschraubten Schließblechen sowie
  • speziellen Füllungen.

Dabei sind Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag genau aufeinander abgestimmt und bieten so keine Schwachstellen.

Wird solch eine Tür von zertifizierten Monteuren normgerecht eingebaut, stellt sie ein echtes Hindernis für Einbrecher dar. Wenn sie es überhaupt schaffen, brauchen auch Profis deutlich länger, um eine Funktionstür zu öffnen. Daher gilt: Türen nach der Si­cherheitsnorm DIN EN 1627 ff schaffen deutlich mehr Sicherheit. Denn auch das zeigt die Polizeistudie aus NRW: Kann sich ein Einbrecher nicht innerhalb von zwei bis maxi­mal fünf Minuten Zutritt verschaffen, bricht er sein Vorhaben ab.

Sichere Türen auch für Innenräume, beispielsweise für das Schlafzimmer

Sollte ein Einbrecher dennoch in die Wohnung eingedrungen sein, gibt es auch im In­nern effektive Sicherheitsvorkehrungen. Gerade für das Schlafzimmer empfiehlt sich eine RAL geprüfte einbruchhemmende Innentür. Sie sorgt für eine ruhige Nacht und ein behagliches Sicherheitsgefühl. Türblätter mit der Gütesicherung RAL-RG 426 wer­den in Tests auf Verformungen, wie Verbiegung und Verwindung, harte sowie weiche Stöße getestet. Dabei kommen Stahlkugeln und 30 Kilogramm schwere Medizinbälle zum Einsatz. Je nach ihrem Verhalten werden die Türblatttypen in zwölf Klassen ein­gestuft. Zusätzliche Sicherheit bieten robuste Sicherheitsbänder und Sicherheits­schlösser mit Dreifachverriegelung.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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"Barrierefrei Bauen + Wohnen"



  

Bauletter vom 13.4.2014
In 30 Jahren werden in Deutschland fast 8 Millio­nen Menschen über 80 Jahre alt sein. Trotz eingeschränkter Fähigkeiten im Alter wollen die meisten möglichst lange selbst­bestimmt in ihrer Wohnung wohnen. „Barrierefrei bauen, heißt für jedes Alter bauen“, erklärt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des BSB. „Deshalb verdient es unsere besondere Aufmerksamkeit.“ Die Erkenntnis, dass eine barrierefreie Umwelt für 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich, für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist, gewinnt an ge­sellschaftlicher Akzeptanz. „Denn“, so Mauel, „es geht nicht nur darum, Barrieren zu beseitigen, sondern von vornherein nicht zuzulassen.“

Der BSB hat vor diesem Hintergrund sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau­forschung e.V. in seinem neuen Ratgeber „Barrierefrei Bauen und Wohnen“ dieses Zu­kunftsthemas beispielhaft angenommen. In 14 Kapiteln erläutert der Ratgeber Anfor­derungen und Möglichkeiten barrierefreien Bauens und des altersgerechten Umbaus. Begriffe wie barrierearm, rollstuhlgerecht, alten- und behindertengerecht werden un­ter die Lupe genommen. Detailliert werden die einzelnen Wohnbereiche beleuchtet. Das beginnt bei der Erschließung des Wohnumfeldes, geht in die Wohn- und Schlaf­räume, die Küchen und Bäder. Balkonen, Loggien, Türen und Fenstern sind eigene Ka­pitel gewidmet.

Schritt für Schritt werden Umbaumöglichkeiten aufgezeigt. Auch zu Hilfsmitteln und Dienstleistungen in zukunftsorientierten Technologien gibt die Broschüre Hinweise.

Zur besseren Orientierung sind bereits in den Kapitelüberschriften Problemstellungen angerissen. Jeder Abschnitt wird zudem mit kurzem Rat auf einen Blick ergänzt. Kleine Checklisten zeigen, worauf es im jeweiligen Bereich ankommt. Grafiken und Fotos er­leichtern die Verständlichkeit.

Die Broschüre „Bauen und Wohnen ohne Barrieren“ kann gegen eine Schutzgebühr von 3,00 Euro brutto zzgl. Versandkosten per E-Mail an Bauherren-Schutzbund angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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Augenstress - APP


Bauletter vom 14.02.2014

Augenstress-App

 

 

Unsere Augen sind nicht gebaut für die immer stärker zuneh­mende Nutzung von digitalen Endgeräten. Untersuchungen zeigen: Mehr als zwei Drittel der Erwachsenen, die regelmäßig digitale Displays nutzen, sind von Beschwerden betroffen, die schlicht auf eine Sehbelastung zurückzuführen sind. Und eine Umfrage unter rund 800 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich im Alter zwischen 30 und 45 Jahren ergab, dass 61% über Augenermüdung, 38% über brennende Augen, knapp zwei Drittel über Nackenverspannungen und 31% über Kopfschmerzen klagen.

Um selbst testen zu können, ob die Augen unter digitalem Sehstress leiden, hat ZEISS die Augenstress-App entwickelt, die genau dies prüft. Sie ist sowohl für iOS-Geräte als auch für Google Endgeräte verfügbar.

Das Sehstress-Ergebnis wird anhand eines Nah-Fernsicht-Tests ermittelt, der errechnet, wie lange die Augen benötigen, um abwechselnd immer wieder einen Gegenstand in der Ferne und dann wieder das Display scharfzustellen. Denn genau das müssen unsere Augen täglich leisten - den ständig wechseln­den Blick auf verschiedene Sehbereiche und dann immer wieder das Scharfstellen auf das Endgerät. Ist das Sehstress-Ergebnis hoch, sollte ein Augenoptiker aufgesucht werden. Denn dieser kann jetzt ein Brillenglas anbieten, das genau für den Blick auf Smartphone, Tablet & Co. entwickelt wurde. Die App bietet neben dem Augenstress-Test noch weitere Features wie erklärende Animationen zum Thema Sehstress oder die eingebundene Augenoptikersuche.

Was ist digitaler Sehstress?

Die Augenlinse verliert an Elastizität und muss sich mehr anstrengen, um Dinge in der Nähe scharf zu stellen. Bereits im Alter zwischen 30 und 45 Jahren kann der konzentrierte Blick auf einen kleinen Bildschirm schon mal mühsam werden. Müdigkeit der Augen oder Kopfschmerz entstehen. Dazu kommt, dass die Schriften und Bilder auf den meisten Geräten klein sind, und die Geräte in einem geringeren Abstand gehalten werden als eine Zeitung oder ein Buch (30 im Gegensatz zu 40 Zentimetern).

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Checkliste zum Hauskauf

 

Checkliste für Bauherren /Erwerber von Ein- + Zweifamilienhäusern


Bauletter vom 17.2.2014
Die Planung und die Prüfung von Angeboten wäh­rend der Bauphase stellen Bauherren gerne vor große Heraus­forderungen und werfen immer wieder neue Fragen auf. Wie liest man die Angebote richtig? Welche Leistungen werden mit dem Auftrag abgegolten? Welche Arbeiten sind selbst zu er­bringen? Und was bedeuten eigentlich Passagen wie “bauseits vorzuhalten/beizubringen” oder “ab Oberkante Kellerdecke/Bo­denplatte” genau?

 

 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) hat dazu eine neue Checkliste als praktische Ori­entierungshilfe entwickelt, die Häuslebauern dabei helfen kann, beim “Projekt Eigenheim” nicht den Überblick zu verlie­ren.

 

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Gesund Renovieren // Broschüre

 

 

Gesund und umweltfreundlich renovieren“

Bauletter vom 3.2.2014
Wer sich zu Hause frische Farbe, neue Tapeten oder andere Bodenbeläge gönnt, sollte dabei nicht nur auf den Farbton und das Muster achten. Denn aus manchen Produkten kann über lange Zeit eine große Menge Schadstoffe wie z.B. Lösemittel in die Raumluft ausdünsten und die Gesundheit der Bewohner belasten. Auch neue Einrichtungsgegenstände kön­nen stark riechen, allergische Reaktionen, Müdigkeit und Kopf­schmerzen hervorrufen. Das Umweltbundesamt rät daher, nur emissionsarme Produkte in Innenräumen zu verwenden, welche am schnellsten am Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu erkennen sind.

Die Broschüre „Gesund und umweltfreundlich renovieren“ gibt darüber hinaus hilfreiche Informationen zum Umgang mit Farben, Lacken, Lasuren und anderen Renovierungsprodukten sowie Tipps zur richtigen Produktauswahl, denn die angebotene Vielfalt ist nahezu unbegrenzt. Mit den Hinweisen in der Broschüre lassen sich mögliche Gesundheitsgefahren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzie­ren.

Die Broschüre ist kostenlos und lässt sich auf der Internetseite des Umweltbundesam­tes unter umweltbundesamt.de > Publikationen als Druckexemplar bestellen oder als PDF-Dokument downloaden (direkter PDF-Download).

siehe auch für zusätzliche Informationen:

 

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Broschüre Wohngesundheit

 „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“

Bauletter vom 1.1.2014
In der Broschüre „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ erklärt der Verband der Deutschen Holzwerk­stoffindustrie (VHI), wie sich Holzprodukte auf die Innenraum­luft, das Wohnklima und das individuelle Wohlbefinden auswir­ken. Unter der wissenschaftlichen Mitarbeit von Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich (Hochschule Rottenburg), spiegelt die Broschüre auf 20 illustrierten Seiten in neun Kapiteln den aktuellen Wissensstand in leicht verständlicher Darstellung wider.

In den ersten Kapiteln erfährt der Leser viel Wissenswertes über nachhaltiges Bauen und angenehmes Wohnen mit Holz­produkten. Die unterschiedlichen Aspekte des Bewohnens von Holzhäusern und des täglichen Lebens in mit Holz gestalteten Innenräumen werden genauer dargestellt. Weiterhin geht es in jeweils eigenen Kapiteln um ...

  • die Raumluftqualität,
  • Luftemissionen und
  • den sorgsamen Umgang mit natürlichen und chemischen Schadstoffquellen.

„Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ informiert den Leser auch darüber, wa­rum Holz in den vergangenen Jahrzehnten an Beliebtheit gewonnen hat. Neben Um­welt- und Klimaschutz-Vorteilen wirft Holz seinen „ausgleichenden Charakter“ in die Waagschale.

Im Anhang enthält die Broschüre Tipps und Empfehlungen zu gesundheitsförderndem Verhalten sowie eine Linkliste zu den Webpräsenzen von Fachinstitutionen.

Die Broschüre können Interessierte unter vhi.de > VHI - der Verband > Downloads unentgeltlich downloaden (direkter PDF-Download).

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Hausverkauf gegen Leibrente

Mit Hausverkauf und Leibrente den Ruhestand absichern

Bauletter vom 18.11.2013
Der Kauf von Immobilien ist in Deutschland eine beliebte Form der privaten Altersvorsorge. Läuft alles nach Plan, ist das Eigentum im Ruhestand schuldenfrei und trägt zur Entlastung des Haushaltsbudgets bei. Immobilien können aber auch altersbedingt oder aus finanziellen Gründen für Rentner zur Last werden. Es ist jedoch möglich, aus dem Eigenheim bis zum Lebensende ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen, ohne es weiter besitzen und unterhalten zu müssen. Dies zeigt die Wüstenrot Immobilien GmbH am Beispiel der Leibrente auf.

Der Begriff „Leibrente“ umschreibt den Verkauf einer Immobilie auf Rentenbasis. Dabei verpflichtet sich der Käufer, dem Ver­käufer eine fest vereinbarte Rente zu zahlen. Die Laufzeit ist variabel gestaltbar, da hierfür keine Vorschriften existieren. In der Praxis hat sich die Zahlung einer Leibrente bis zum Lebens­ende durchgesetzt.

„Die demografische Entwicklung, die Singularisierung der Bevölkerung sowie ein Mo­dernisierungsstau bei älteren Immobilien und das sinkende Rentenniveau führen dazu, dass es den Menschen immer schwerer fällt, ihre Immobilie zu bewirtschaften und in sie zu investieren“, gibt Günter Schönfeld, Geschäftsführer der Wüstenrot Immobilien GmbH zu bedenken. Der Hausverkauf auf Leibrentenbasis ist in solchen Fällen beson­ders lohnend, da durch die laufenden monatlichen Einnahmen der Ruhestand zusätzlich abgesichert werden kann.

Die Höhe der Leibrente wird durch den Immobilienwert, die Laufzeit und einen Zins be­stimmt. Diese Bewertung des Eigentums kann beispielsweise durch Immobilienmakler­gesellschaften und Gutachter erfolgen. Auch das Alter und das Geschlecht des Ren­tenberechtigten spielen bei der Berechnung eine Rolle. Hierbei wird der statistische Mittelwert zugrunde gelegt, der auf den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes basiert. Verschiedene Leibrenten-Rechner im Internet vermitteln einen ersten Ein­druck, mit welchen Rentensummen gerechnet werden kann. Spezielle Vereinbarungen können sich jedoch auf die tatsächliche Rentensumme auswirken.

„Einfluss auf die Rentenhöhe haben zum Beispiel einmalige Abschlagszahlungen seitens des Käufers oder die Einigung auf eine Rentengarantiezeit. Auch die Einräumung eines lebenslangen oder zeitlich begrenzten Wohnrechts für den Verkäufer mindert die Leib­rente, da der Eigentumswert entsprechend sinkt“, erklärt Schönfeld.

Vor- und Nachteile eines Verkaufs auf Leibrentenbasis

Wenn das Eigenheim zur Last wird, denken viele Immobilienbesitzer zuerst an den klassischen Verkauf der Immobilie, um die Kaufsumme gewinnbringend anlegen zu kön­nen und damit ihre Rente aufzustocken. Zusätzlich sichern sie sich durch die Eintra­gung eines lebenslangen Wohnrechts im Grundbuch die Möglichkeit, bis zum Lebense­nde als Mieter in der Immobilie bleiben zu können. Doch dieses Geschäft ist nur auf den ersten Blick vielversprechend: Durch die aktuell niedrigen Zinsen kann die Miete nicht durch den Zinsertrag der angelegten Verkaufssumme gedeckt werden und die Menschen müssen ihre Rente oder ihre Ersparnisse anzapfen, um die Kosten zu de­cken. Durch die Inflation wird der Wert der angelegten Kaufsumme noch zusätzlich geschmälert. Somit hat dieses Geschäft durch die niedrigen Hypothekenzinsen und den Mietertrag meist nur für den Käufer Vorteile, der mit der Miete sogar einen Teil der Tilgung leisten kann. Aus diesem Grund ist diese Art der Immobilienveräußerung zur Absicherung im Alter im Einzelfall genau zu prüfen.

Bei einem Hausverkauf gegen eine Leibrente im Alter erhält der Verkäufer hingegen re­gelmäßige Einnahmen. Für ihn rechnet sich dieses Rentenmodell vor allem in der lang anhaltenden Niedrigzinsphase, da der Ertrag aus der Leibrente höher ausfällt als die Anlage des Erlöses aus dem Hausverkauf. Zudem wird der Ertragsanteil bei Leibrenten niedriger besteuert als bei Geldanlagen, wodurch sich eine Steuerersparnis ergibt. Eine Wertsicherungsklausel im Vertrag sorgt zudem dafür, dass die Leibrente entsprechend der Geldentwertung jährlich aufgestockt wird.

Für Käufer ist diese Form der Immobilienfinanzierung interessant, da sie keinen Bank­kredit aufnehmen müssen und den Kaufpreis mit monatlichen Rentenzahlungen abstot­tern können. Wird der Verkäufer jedoch älter als angenommen, so entsteht für den Käufer ein Nachteil. In diesem Fall zahlt er mehr für eine Immobilie, als wenn er den Kaufpreis auf einmal entrichtet hätte. Umgekehrt kann er finanziell davon profitieren, wenn der Verkäufer früher als angenommen verstirbt.

Vereinbarungen schriftlich festhalten

Die Leibrente wird in einem notariell beglaubigten Vertrag vereinbart, der alle Rechten und Pflichten der Vertragspartner enthält. Zudem sollte sie im Grundbuch in Form einer Reallast zugunsten des Verkäufers an erster Stelle abgesichert werden. Vor einem Ge­schäft auf Leibrentenbasis ist zu empfehlen, einen Notar und Steuerberater zu Rate zu ziehen, die individuell auf Rechts- und Steuerfragen eingehen können.

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Fliesen ohne Meister ??

Hohe Schäden, schlechter Ruf:
„Ohne Korrektur der Meisterpflicht stirbt das Fliesenlegerhandwerk“


  

Bauletter vom 5.11.2013
Die Abschaffung der Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk war eine Fehlentscheidung zulasten dieser Branche und der Verbraucher. Dies ist die Bi­lanz des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach bald zehn Jahren Erfahrung mit der Novelle der Hand­werksordnung (HwO). Die Qualität in dem einstigen Vorzeige-Handwerk sei drastisch gesunken und die Ausbildungsleistung eingebrochen.

Zahl der Fliesenlegerbetriebe verfünffacht, Meister­prüfungen im Fliesenlegerhandwerk gefünftelt

Die Zahl der Fliesenlegerbetriebe hat sich seit In-Kraft-Treten der HwO-Novelle mehr als verfünffacht. Waren im Jahr 2004 in Deutschland etwa 12.000 Fliesenlegerbetriebe einge­tragen, waren es am 31. Dezember 2012 über 68.000; darun­ter 18.500 Betriebe, deren Inhaber aus den MOE-Staaten kom­men.

Vor In-Kraft-Treten der HwO-Novelle im Jahr 2004 lag die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen im Fliesenlegerhand­werk konstant bei etwa 550 pro Jahr, mittlerweile sind es nur noch knapp 100 Meisterprüfungen, mithin ein Rückgang um 80%.

Auch die Ausbildungsleistung hat um mehr als die Hälfte abgenommen. Wurden im Jahr 2002 deutschlandweit noch knapp 4.500 Fliesenleger ausgebildet, so waren es im Jahr 2012 nur noch etwas mehr als 2.000. Langfristig werden durch diese Entwicklung qualifizierte Mitarbeiter und Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung ver­mitteln können.

gnadenloser Unterbietungswettlauf

Ursache für diese dramatische Entwicklung ist der Wegfall der Meisterpflicht für Flie­senleger zum 1. Januar 2004 aufgrund der HWO-Novelle - siehe zur Erinnerung Bau­links-Beitrag „Bundesregierung will das Handwerk zukunftsfest und europasicher ma­chen“ vom 29.5.2003. Jeder der möchte, kann sich ohne Nachweis einer Qualifikation als Fliesenleger selbstständig machen. Dies führte zu einem gnadenlosen Unterbie­tungswettlauf. Selbst florierende Unternehmen sahen sich gezwungen, langjährige Mitarbeiter zu entlassen. Diesen blieb nur der Weg sich - meist als Ein-Mann-Betrieb - selbstständig zu machen, nicht selten als Scheinselbstständige. Als solche haben sie keinen Anspruch auf den Tariflohn. Die Konkurrenz mit wenig oder gar nicht qualifizier­ten Anbietern drückte ihr Einkommen stetig weiter nach unten. Kaum einer der mitt­lerweile zu Einzelunternehmern geschrumpften Betriebe bildet noch aus. Ohnehin ist die Branche unter den bestehenden Bedingungen für den Nachwuchs wenig attraktiv. Das Image hat zusätzlich gelitten, weil ohne Fachkräfte die Qualität der Arbeit in Ver­ruf geraten ist. Kunden müssen mit gravierenden Mängeln rechnen, die Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro nach sich ziehen.

Ein einst stolzer Handwerkszweig bald Geschichte?

„Der Wegfall der Meisterpflicht für Fliesenleger hat in eine Sackgasse geführt“, stell­te der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers fest. „Wird dem nicht schnellstens entgegengesteuert, wird es in wenigen Jahren so gut wie keine Qualitätsbetriebe in dieser Branche mehr geben. Das Know-how ist dann ein für alle­mal weg und ein einst stolzer Handwerkszweig damit Geschichte. Verbraucher, die dann verlässliche Qualität für ihre Immobilie wollen, werden lange suchen und dabei viel Glück haben müssen, bis sie einen qualifizierten Fachmann finden.

„Die Vielzahl der Einmann-Betriebe bereitet uns große Sorgen. Denn sie bilden das Einfallstor für Illegalität am Bau. Sie erhalten die Zulassung im Fliesenlegerhandwerk, treten aber als Kolonnen auf Baustellen auf und verrichten eine Vielzahl von Tätigkei­ten anderer Gewerke, was zu Schäden weit über das eigentliche Fliesenlegerhand­werk hinaus führt.“ Ergänzte Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

IG BAU und ZDB fordern von der neuen Bundesregierung eine Korrektur der HwO-Novelle.

Es müsse sichergestellt werden, dass Kunden für ihr Geld fachgerechte Leistungen er­halten und nicht erst über langwierige und oft aussichtlose Prozesse hohe Schadens­summen einklagen müssen. Ein auch zukünftiges Angebot an Fach- und Meisterleis­tungen wird es aber nur geben, wenn gut qualifizierte Kräfte sich nicht weiterhin in Konkurrenz zu ungelernten Dumpinganbietern gezwungen sehen. Der einfachste Weg dahin ist die Rückkehr zur Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhand­werk.

Eine solche Entscheidung würde nicht nur das Fliesenlegerhandwerk stärken, sondern wäre ein starkes Zeichen für die duale Berufsausbildung, um die Deutschland beneidet wird.

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Handwerker und Hausbesitzer vor Gericht


Bohren, sägen, hämmern:
Wenn Immobilienbesitzer und Handwerker vor Gericht ziehen

Bauletter vom 5.11.2013
Sie sind häufig unverzichtbar. Wenn an einer Immobilie etwas zu repa­rieren ist, das über die einfachsten Allerwelts-Arbeiten hinaus geht, dann müssen Handwerker gerufen werden. Das kann die Heizung, den Sanitärbereich, die Elektrik, den Fußbodenbelag oder die Küchenausstattung betreffen. Erst recht sind sie natür­lich bei der Errichtung eines Hauses gefragt. Hier fehlen den meisten Bauherren so­wohl der Sachverstand als auch die Zeit.

Leider ist das Verhältnis zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern nicht immer nur harmonisch. Regelmäßig wird über die Qualität der abgelieferten Arbeit und über die korrekte Abrechnung gestritten. Auch zwischen Mietern und Vermietern kann es deswegen zu Ärger kommen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat einige Fälle zusammengetragen, die von deutschen Gerichten entschieden werden mussten.

Fotos vom Meisterwerk zu Werbezwecken

Was ist eigentlich davon zu halten, wenn ein Handwerker so stolz auf seine Arbeit ist, dass er sie fotografiert und die da­bei entstandenen Aufnahmen für Werbezwecke verwendet? Ein Sanitärbetrieb hatte das getan und die Bilder online ge­stellt. Der Kunde wollte ihm das gerichtlich verbieten lassen. Doch das Amtsgericht Donaueschingen (Aktenzeichen 11 C 81/10) sah das nicht ganz so streng. Wenn man aus den Fo­tos weder auf den Namen noch auf die Adresse des Betroffe­nen schließen könne, so hieß es im Urteil, dann würden auch dessen Persönlichkeitsrechte nicht verletzt.

Kaufpreiserstattung bereits vor'm Einbau?

Manche Firmen hätten gerne bereits den kompletten Kaufpreis für die Geräte erstat­tet, bevor sie auch nur mit den Einbau-Arbeiten begonnen haben. Doch in dieser Hin­sicht ist die Rechtsprechung verbraucherfreundlich. So entschied der Bundesgerichts­hof (Aktenzeichen VII ZR 162/12), dass die Vertragsklausel eines Küchenbauers ("Der Kaufpreis ist spätestens bei Anlieferung der Kaufgegenstände ohne Abzug zu bezah­len.") unwirksam sei. Hier war es um eine Küche im Wert von knapp 24.000 Euro ge­gangen. Der BGH bemängelte an der Klausel, dass dem Kunden jedes Druckmittel feh­le, wenn er bereits bezahlt habe und der Einbau mangelhaft ausfalle.

Reklamation mit konkreter Fristsetzung

Wenn die Leistung nicht stimmt, dann mahnt der Kunde in der Regel beim Handwerker eine Nachbesserung an. Das ist sein gutes Recht. Allerdings sollte man sich bei einer solchen Reklamation nicht auf rechtliches Glatteis begeben. Das stellte das Oberlan­desgericht Stuttgart (Aktenzeichen 10 U 9/09) fest, als ein Bauherr Mängel an einem Flachdach monierte. Er forderte den Handwerker auf, innerhalb einer bestimmten Frist seine Bereitschaft zur Mängelbeseitigung zu erklären. Die Richter des Zivilsenats wie­sen darauf hin, das sei zu unklar gewesen. Der Bauherr hätte statt dessen dem Hand­werker eine konkrete Frist setzen müssen, innerhalb derer er mit den Arbeiten begin­nen soll.

Steuerermäßigung bei Handwerkerleistungen

Der Staat gewährt seit einigen Jahren bei Handwerkerleistungen eine Steuerermäßi­gung. In der Vergangenheit war allerdings die Frage nicht ganz geklärt, ob das nur auf Leistungen zutrifft, die innerhalb des eigenen Areals des Steuerzahlers erbracht werden, oder ob der Radius auch größer zu fassen ist. Hier ging es um den Anschluss eines Grundstücks an die Trinkwasserversorgung. Teile der Arbeiten fanden naturge­mäß auf öffentlichem Grund statt. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Aktenzei­chen 7 K 7310/10) bewertete das Ganze jedoch als nicht trennbare einheitliche Leis­tung  und ließ den Bürger seine Ausgaben für die Handwerker innerhalb der geltenden Höchstgrenzen steuerlich geltend machen.

Mit einer anderen steuerlichen Variante der Handwerkerleistungen hatte es ein Ehe­paar zu tun. Beide Partner bewohnten Einfamilienhäuser an verschiedenen Orten und ließen daran Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen vornehmen. Insgesamt wollten sie eine Steuerermäßigung von rund 1.050 Euro geltend machen. Der Fiskus erkannte jedoch nur den Höchstbetrag von 600 Euro an. Das sei auch kor­rekt so, entschied in letzter Instanz der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VI R 60/09). Zusammen veranlagten Ehepartnern werde die Steuerermäßigung nur einmal bis zum Maximalbetrag gewährt - auch dann, wenn sie zwei Objekte vorweisen können.

Do-It-Yourself-Schönheitsreparatur rechtens

Manche Menschen bringen, obwohl sie niemals ein Handwerk erlernt haben, erstaun­liche Fähigkeiten in dieser Richtung mit. Sie würden auch so manche Schönheitsrepa­ratur, zu der sie verpflichtet sind, gerne selbst leisten. Und das darf ihnen, wenn sie Mieter sind, der Eigentümer eines Objekts auch nicht so ohne weiteres verwehren. Eine Vertragsklausel, wonach alle Arbeiten an Fachbetriebe zu vergeben seien, hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 294/09) als unwirksam bezeichnet. Weil ihnen das Recht beschnitten war, selbst tätig zu werden, mussten sie nun am Ende gar nichts machen (lassen).

 


 

Keine eigenmächtige Beauftragung durch Mieter

Wenn der Mieter der Meinung ist, der Einsatz eines Handwerkers in dem Objekt sei nötig, dann sollte er tunlichst nicht eigenmächtig den Auftrag erteilen, sondern Rück­sprache mit dem Eigentümer halten. Nur bei dringlichen Notfalleinsätzen ist das an­ders. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Aktenzeichen 6 C 184/11) war sogar der Mei­nung, selbst bei einem Heizungsausfall im Winter hätte die Zeit noch reichen müssen, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen bzw. diesem eine Frist zur Erledigung der Reparaturen zu setzen.

Keine Leistungsfreiheit für Leitungswasser-Versicherer

Ein Leitungswasser-Versicherer kann sich in der Regel nicht auf Leistungsfreiheit be­rufen, wenn im Zusammenhang mit Arbeiten nach einem Rohrbruch größere Schäden entstehen. Im konkreten Fall hatte ein Handwerker vor dem Ausführen der Reparatu­ren in einem Ladenlokal weder Mobiliar noch sonstiges Inventar abgedeckt und so er­heblichen Schaden bewirkt. Der für den Gebäudeinhalt zuständige Versicherer sah sich nicht in der Pflicht. Doch das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 64/10) stellte fest, der Versicherer müsse leisten, denn der Schaden sei „adäquat kausal auf das ausgetretene Wasser aus dem Heizungsrohr zurückzuführen“.

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Schätzung Eigenverbrauch PV-Anlage

Solarkonfigurator für selbst erzeugten und genutzten Strom


  

Bauletter vom 26.9.2013
Solarwatt hat einen „Solarkonfigurator“ online gestellt. Unter solarwatt.de/de/solarkonfigurator können Ver­braucher ausrechnen, wie sich die Nutzung von selbst erzeug­tem Strom auf Dauer lohnen könnte.

Egal ob privater Haushalt oder Gewerbetreibender - der Solar­konfigurator will aufzeigen, wieviel Stromkosten durch selbst erzeugte Solarenergie eingespart werden können. In Kombi­nation mit einem Speicher sind Solardächer in Deutschland in der Lage, bis zu 80% des eigenen Strombedarfs zu decken. „Das spart auf Dauer er­hebliche Kosten und gibt Sicherheit, denn der Preis für den selbsterzeugten Strom ist für die nächsten 30 Jahre fixiert“, so Detlef Neuhaus, CEO des Unternehmens.

Nutzer des Konfigurators erhalten schon mit den ersten Eingaben eine Abschätzung zum eigenen Einsparpotenzial. Je ausführlicher dann die Fragen im Rechner beantwor­tet werden, desto detaillierter wird die Auswertung. Zusätzlich hilft der Rechner Ver­brauchern, zahlreiche Funktionen smarter Solartechnik zu verstehen.

So wird das Einsparungspotenzial berechnet: Zunächst muss der Nutzer nur An­gaben zu seinem Wohnstandort und der Größe seiner vorhandenen Dachfläche ma­chen. Daraus ermittelt der Konfigurator eine auf den persönlichen Eigenverbrauch ab­gestimmte Solaranlage inklusive Speicher und kalkuliert das mögliche Einsparpotential. Wer mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz möchte, kann die Größe der So­laranlage oder des Speichers verändern und somit seinen Grad der Eigenstromversor­gung festlegen.

Aus den verschiedenen Informationen erstellt der Konfigurator eine Rechnung, die das persönliche Einsparpotenzial für die nächsten 30 Jahre unter Berücksichtigung der In­vestitionskosten berechnet. Grundlage hierfür ist die vom Hersteller Solarwatt gege­bene dreißigjährige Garantie auf die neue Generation extrem haltbarer Glas/Glas-Solar­module.

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Besitzindex 2013

Haus/Wohnung sind lt. "Besitzindex" wichtigster Besitz

Die eigenen vier Wände sind der wichtigste Besitz der Bundesbürger: Das ergibt der Besitzindex 2013 der Generali Versicherungen. Basis hierfür ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes forsa unter 1.002 Bundesbürgern. 70% der Befragten nannten Haus bzw. Wohnung (egal ob Eigentum oder Miete) als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Damit liegen die eigenen vier Wände erneut auf Platz 1, den sie auch bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 innehatten und gewinnen noch zehn Prozentpunkte hinzu.

"Wir leben in einer Zeit, die von Veränderungen geprägt ist. Eine feste Einrichtung, wie es etwa die eigenen vier Wände sind, steht für Stabilität und schafft ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit", erläutert Hermann Haas, Bereichsleiter Sach/Unfall/Haftpflicht Privatkunden der Generali Versicherungen. Insbesondere in kleineren Orten sind Haus bzw. Wohnung von hoher Bedeutung. So gaben in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern 73% der Befragten diese als ihren wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit über 20.000 Einwohnern waren es 68%.

Auto/Motor- oder Fahrrad zweitwichtigste Kategorie vor Inneneinrichtung/Möbel

Auf Platz 2 liegt wie schon bei der Umfrage 2012 Auto/Motor- oder Fahrrad (48%, -1 Prozentpunkt). Auch hier zeigt sich eine Tendenz, nämlich die, dass in kleineren Ortschaften die Bedeutung des fahrbaren Untersatzes höher ist. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 53% der Befragten Auto/Motor- oder Fahrrad als wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es 45% (Mehrfachnennungen waren offensichtlich möglich!).

Auf dem dritten Platz landen mit 36 Prozent Inneneinrichtung/Möbel (keine Veränderung). Dahinter folgen Elektro-/ Unterhaltungsgeräte (29%, +1 Prozentpunkt), Kleidung (28%, +5 Prozentpunkte), Hobby-/Sportgeräte (20%, +4 Prozentpunkte) sowie Haushaltsgeräte (12%, +1 Prozentpunkt).

Kauf des Eigentums: Qualität kommt vor Preis

Beim Erwerb des persönlichen Besitzes legen die Bundesbürger mehrheitlich Wert auf die Beschaffenheit. Drei Viertel der Befragten erklärten, dass Qualität für sie der wichtigste Aspekt ist. Auf dem zweiten Platz folgt der Preis mit 55%. Rund ein Drittel (38%) legt Wert auf Umweltverträglichkeit. Ein persönlicher Ansprechpartner für Beratung/Fragen ist für 29 Prozent wichtig, eine Empfehlung durch Freunde, Bekannte oder Verwandte für 26 Prozent und ein Angebot, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, für 19 Prozent. Weniger wichtig ist dagegen die Möglichkeit des Online-Erwerbs bzw. die Marke/Markenname. Lediglich elf bzw. acht Prozent gaben dieses an.

Größte Bedrohung geht von Einbruch oder Diebstahl aus

Als stärkste Bedrohung für ihren persönlichen Besitz sehen die Befragten Einbruch oder Diebstahl. Für rund die Hälfte der Bevölkerung (46%) stellt dies das größte Risiko für eine Schädigung bzw. einen Verlust des persönlichen Besitzes dar. Etwa ein Drittel fürchten Unfälle, z.B. mit dem PKW oder im Haushalt (37%), Wohnungs- oder Hausbrand (32%) sowie Unwetter wie Sturm, Hagel, Überschwemmungen etc. (31%). Dahinter folgt Vandalismus (26%). Interne Faktoren wie eigene Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt gaben ein Viertel der Befragten an (25%). Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt anderer befürchten 23 Prozent.



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Gutschein für Energieberatung

Gutschein-Aktion der BAFA für Vor-Ort-Energieberatung

Bauletter 3.9.2013
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt ab heute (3. September) für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 1000 Gut­scheine in Höhe von je 250 Euro für Energieberatungen in Wohngebäuden vor Ort zur Verfügung. Der Gutschein richtet sich an die Empfänger einer Energieberatung, d.h. vorrangig an Eigentümer von Wohngebäuden.

Mit dem Gutschein ist eine Befragungsaktion verbunden, die zur weiteren Optimierung des Förderprogramms durchgeführt wird.

Über die Energieeffizienz-Expertenliste unter energie-effizienz-experten.de können qualifizierte Energieberater in der näheren Umgebung gefunden werden. Nach der Be­auftragung des Energieberaters muss dieser spätestens bis zum 31.12.2013 den Zu­schuss für die Vor-Ort-Beratung beim BAFA beantragen. Beim Beratungstermin hän­digt der Beratungsempfänger dem Energieberater den Gutschein aus. Der Gutschein­betrag von 250 Euro wird auf das Konto des Beratungsempfängers überwiesen, so­bald der Energieberater nach der Vor-Ort-Beratung die Unterlagen über den Verwen­dungsnachweis (Beratungsbericht, Rechnung, Verwendungsnachweiserklärung) und den Gutschein beim BAFA eingereicht hat.

Der Gutschein mindert somit für den Beratungsempfänger die Kosten der Energiebera­tung und gilt zusätzlich zu der Förderung, die das BAFA nach der Richtlinie für die För­derung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort direkt an qualifizierte Energie­berater auszahlt.

Das Förderprogramm Vor-Ort-Beratung zielt darauf ab, bislang noch nicht genutzte Energieeffizienzpotentiale zu heben. Dies gilt insbesondere für den Altbestand von Wohngebäuden.

Der Gutschein kann von Eigentümer von Wohngebäuden über bafa.de > Energie > Energiesparberatung > Gutschein-Aktion elektronisch abgerufen werden.

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Wasser-Schnell-Test

wasserschnelltest.de:
Neuer Service für Verbraucher


  

Bauletter vom 3.9.2013
Das ifp Institut für Produktqualität hat für Verbrau­cher eine Möglichkeit geschaffen, die Wasserqualität in Haus und Garten zu überprüfen. Über wasserschnelltest.de können Privathaushalte kostengünstig die Untersuchung ihrer Wasser­proben durch ein akkreditiertes Trinkwasserlabor beauftragen.

Zwar gewährleistet die öffentliche Wasserversorgung bis zur Einspeisung in den Hausanschluss die Einhaltung der gesetzli­chen Vorgaben. Von dort bis zum Austritt aus dem Wasser­hahn kann es jedoch zu erheblichen Qualitätsschwankungen kommen, unter anderem durch technisch-hygienische Mängel in der Trinkwasser-Hausinstallation.

Wasserschnelltest.de gibt dem Verbraucher ein Probenahme-Set sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die selbstän­dige Entnahme einer Wasserprobe an die Hand. Diese wird dann im beigelegten Rück­umschlag in den Briefkasten geworfen und dann im Labor des Instituts untersucht. Das Analyseergebnis soll in der Regel drei bis fünf Tage später vorliegen - lediglich die offizielle Untersuchungsmethode für Legionellen dauere zehn Tage.

Doch nicht nur in Bad und Küche macht eine Wasseranalyse Sinn: Während der Gar­tensaison verschiebt sich auch die Nutzung von Wasser im Alltag zunehmend nach draußen. „Nach einem langen Winter haben wir ein steigendes Interesse an der Unter­suchung von Brunnenwasser registriert. Wer solches als Trinkwasser für Mensch und Tier oder zum Bewässern von Gemüsebeeten nutzen will, stellt sich zu Recht die Fra­ge, ob es auch gesundheitlich unbedenklich ist. Das Grundwasser kann nämlich mitun­ter durch Landwirtschaft oder Bauarbeiten in der Umgebung stark belastet sein“, er­klärt Alexander Wolff, Dipl.-Ing. für Umweltverfahrenstechnik (FH) am ifp Institut für Produktqualität.

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Förderung des hydrauischen Abgleichs

Regionale Förderung für hydraulischen Abgleich

Bauletter vom 25.8.2013
Hausbesitzer, die ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich opti­mieren wollen, können gegebenenfalls von regionalen Fördermitteln profitieren. Darauf weist die Kampagne "Meine Heizung kann mehr" hin, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Bislang sollen nur etwa 15% der Heizungsanlagen in Deutschland durch einen hydraulischen Abgleich richtig eingestellt sein. Diese Maßnahme ist die Basis für sparsames Heizen, weil nur mit ihr die Wärme effizient und gleichmäßig im Haus verteilt wird.

"Ein hydraulischer Abgleich senkt die Heizkosten in einem Einfamilienhaus im Schnitt um 110 Euro pro Jahr. Viele Städte, Gemeinden und Landkreise haben dieses enorme Potenzial erkannt und fördern diese hocheffiziente Maßnahme", sagt Tanja Loitz, Ge­schäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. So stellen beispielsweise die Kli­maschutzagenturen in Bremen, Mannheim, Wiesbaden oder der Landkreis Harburg Fördergelder zur Verfügung. Hausbesitzer sollten daher ihren Installateur nach regio­nalen Förderprogrammen für den hydraulischen Abgleich fragen. Wie schnell sich die Heizungsoptimierung rechnet, können Verbraucher mit dem WärmeCheck selber he­rausfinden:

Leider unterstüzt Ihr Browser keine innenliegenden Frames, so dass der WärmeCheck, mit dem sich die Wirkung eines hydraulischen Abgleichs einer Heizungsanlage überprüfen lässt, nicht aufgerufen werden kann.<br /><br /> <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=waermecheck&portal_id=baulinks" target="_blank"> Versuchen Sie dann diesen Link</a>

Von Aachen bis Wolfsburg: Fördergelder für hydraulischen Abgleich

Bei einem hydraulischen Abgleich werden die verschiedenen Komponenten der Heizan­lage - vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen - optimal einge­stellt und auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Dabei reguliert ein Fachmann für jeden Heizkörper die Menge an Heizwasser so, dass zu jedem Heizkörper nur die tatsächlich erforderliche Wärme transportiert wird. Das spart Energie. Deswegen wird der hydrau­lische Abgleich von vielen regionalen Akteuren mit Zuschüssen gefördert. Hier aktuelle eine Auswahl dieser Kommunen, Klimaschutzagenturen und Energieversorger:

  • Aachen (Stadtwerke Aachen)
  • Bremen (Stadtwerke Bremen)
  • Düsseldorf (Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen")
  • Emden (Stadtwerke Emden)
  • Eschborn ("Energiesparmaßnahmen an Wohngebäuden")
  • Freiburg (Förderprogramm "Energiebewusst Sanieren")
  • Landkreis Harburg (Förderprogramm "Energie für Verbraucher")
  • Hannover und Umgebung (Klimaschutzfonds proKlima)
  • Mannheim (Klimaschutzagentur Mannheim)
  • München (Förderprogramm "Energieeinsparung")
  • Saarland (Förderprogramm "Klima Plus Saar")
  • Solingen (Stadtwerke Solingen)
  • Wiesbaden (Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren")
  • Wolfsburg (EnergieAgentur Wolfsburg)

KfW fördert hydraulischen Abgleich bei einem Kesseltausch

Wird der hydraulische Abgleich im Rahmen eines Heizkesseltausches vorgenommen, können Hausbesitzer zusätzlich von den Fördertöpfen der staatlichen KfW-Förderbank profitieren. Ab einer Investitionssumme von 3.000 Euro gewährt die Bank einen Zu­schuss von zehn Prozent der Kosten. Kostet der neue Heizkessel inklusive eines hy­draulischen Abgleichs beispielsweise 10.000 Euro, gibt der Staat 1.000 Euro dazu - und die Ausgaben für den hydraulischen Abgleich sind wieder drin. Denn dieser kos­tet - je nach Zustand der Heizung - zwischen 400 und 1.000 Euro.

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Umkehr-Hypothek : Rente aus Eigenheim

Umkehrhypothek: Mit dem Eigenheim die Rente aufbessern

Bauletter vom 25.8.2013
„Was wird bloß aus unserem Haus, wenn wir irgendwann nicht mehr sind?“ Diese Frage stellen sich vor allem ältere Hauseigentümer, bei denen es keine direkten Erben für ihre Immobilie gibt. Eine Lösung, die in Großbritannien oder den USA bereits weit verbreitet ist, könnte die Umkehrhypothek sein, wie der Verband Wohneigentum NRW e.V. berichtet.

Eigenheim verkaufen und trotzdem mietfrei darin wohnen

Das Prinzip der Umkehrhypothek ist ganz einfach: Ein Hausbesitzer verkauft seine Immobilie beispielsweise an ein Kreditinstitut. Damit wechselt das Haus zwar seinen Besitzer, dem Alteigentümer wird jedoch garantiert, dass er bis an sein Lebensende mietfrei in der Immobilie wohnen bleiben darf. Erst nach seinem Tod oder bei seinem Auszug - z. B. beim Umzug in ein Pflegeheim - kann die Bank das Haus weiterverkaufen.

Beim Verkauf wird eine Kreditsumme vereinbart, die dem Alteigentümer als steuerfreie Einmalzahlung oder festgelegte monatliche Raten ausbezahlt wird. Dadurch kann sich der Verkäufer einen merkbaren Zuschuss zu seiner Rente sichern. Wie hoch die Aus­zahlungen sind, hängt von vielen Faktoren ab – beispielsweise von Alter, Zustand und Lage der Immobilie, aber auch vom Lebensalter des Verkäufers. Bei älteren Menschen ist die Auszahlung aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung in der Regel höher als bei jüngeren Eigentümern. Ändert sich die Lebenssituation des Alteigentümers oder möch­te er den Vertrag wieder rückgängig machen, ist dies in der Regel ohne Probleme mög­lich. Natürlich muss in diesem Fall das bereits ausgezahlte Darlehen komplett zurück­gezahlt werden.

Für wen eignet sich die Umkehrhypothek?

Zielgruppe der Umkehrhypothek sind in erster Linie Menschen im Rentenalter, die möglichst lange in ihrem Haus wohnen bleiben wollen und deren Immobilie weitgehend schuldenfrei ist. „Ob sich das Modell der Umkehrhypothek lohnt, hängt aber immer von der individuellen Situation eines Eigentümers ab. Wenn es keine Erben oder künftigen Nutzer für eine Immobilie gibt, kann der Verkauf eines Hauses mit dem lebenslang ga­rantierten Wohnrecht eine gute Alternative sein. Und darüber hinaus verbessert sich auch die monatliche Einkommenssituation des Verkäufers“, so der Verbandsgeschäfts­führer Thomas Hornemann.

Daneben gibt es aber noch einen weiteren Aspekt, der die Umkehrhypothek interes­sant macht: Das Thema Altersarmut. Wenn im Rentenalter plötzlich durch Krankheit oder Pflegebedürftigkeit unerwartete Kosten anfallen, lässt sich mit dem Hausverkauf via Umkehrhypothek eine drohende Altersarmut abfedern.

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Golfer- Lokus als Skulptur

Skulpturaler Golfer-Lokus aus Stampfbeton, verspiegeltem Glas und derbem Holz

Bauletter vom 12.8.2013
Stil am stillen Ort zeigt das neue WC-Häuschen bei Loch 14 auf dem Golf­platz in Lauterhofen in der Oberpfalz. Vorstand und Architekt Johannes Berschneider hat für seinen Golfclub einen passgenauen Plan entworfen. Mit Stampfbeton haben er und elf befreundete Golfer und Freizeit-Betonbauer die bemerkenswerte Toilettenbox realisiert.

 


 

Wie eine Skulptur steht sie in der Landschaft: Schicht um Schicht zeigt die archa­ische Toilettenbox an der Fassade die historische Bauweise. Grauer Stampfbeton, be­wusst derbe Holzoberflächen und verspiegeltes Glas sind die reduzierten Materialien dieses Kleinods am Green.

Stampfbeton geht bekanntermaßen auf die alten Römer zu­rück. Im Golfclub Lauterhofen haben Mitglieder mit dieser be­währten Technik ein Toilettenhaus erbaut, wie es kein zweites geben dürfte. Seit Peter Zumthor in der Eifel die Bruder-Klaus-Kapelle erbaut hat, ist Stampfbeton in der Architektur wieder en vogue. In Lauterhofen entspricht der Beton der typischen Farbe des oberpfälzer Juragesteins. Folgerichtig liegen jetzt auch die beim Aushub freigelegen Kalksteinbrocken als Natur­steinboden im Innenraum.

Ein Baum, der am Standort gefällt werden musste, lieferte das Holz für die Eingangstür, die geradlinig in der Form und mit be­wusst derber Oberfläche ausgeführt wurde. Das Waschbecken ist eine antike Viehtränke und entstammt einem Bauernhaus des Areals (Bild unten). So fügen sich Materialien und zeitge­schichtliche Dokumente des Ortes zu modernen Sanitärobjek­ten und rahmenlosen Glasflächen und ergeben gemeinsam ein bemerkenswertes Zusammenspiel.

Für die nötigen Baustoffe und Einrichtungsgegenstände konnte der Verein Sponsoren gewinnen. Durch freiwillig geleistete Ar­beitsstunden wurde der kleine Betonbau schließlich kostenneu­tral realisiert.

 


 

Die traditionelle Stampfbetontechnik erfordert keine Armierung. Die Standfestigkeit der Wände ergibt sich durch die stete Verdichtung der einzelnen Betonschichten. Sie er­folgt mittels Stampfen, das die Golfer - in Variation zur historischen Bauweise - unter Zuhilfenahme ihrer Driver bewerkstelligten. Eher symbolisch denn als Bewehrung wur­den einige der alten Schläger in die Wandflächen einbetoniert. Die einzelnen Betonier­abschnitte und der Abdruck der Brettschalung sind gut ablesbar und verstärken den archaischen Charakter.

 


 

Im Vorfeld waren zwecks Festigkeit und Betonrezeptur Probewürfel gefertigt worden. Ohne Fließmittel oder Verfestiger wurde der natürliche Beton vor Ort mit relativ gro­ber Gesteinskörnung in den von der Mannschaft jeweils zu bewältigenden Chargen gemischt. Wer größere Bauten aus Stampfbeton plant, kann diese übrigens auch mit Transportbeton ausführen lassen. Hierfür werden von Betontechnologen spezielle Be­tonrezepturen konzipiert, die entsprechende Fließmittel, eventuell Farbpigmente sowie Verzögerer integrieren. So kann die gewünschte Stampfbetontechnik auch durch eine versierte Rohbaufirma professionell ausgeführt werden.

Insgesamt erforderte der Bau in Lauterhofen fünf Arbeitsgän­ge, die einzelnen Betonlagen konnten, gut gewässert, auch an verschiedenen Tagen übereinander eingebracht werden. Nur für die Betondecke in WU-Qualität waren Bewehrungsei­sen erforderlich.

Die Entwässerung des Betonquaders erfolgt über ein Alumi­nium-Profil mit Speier, das Regenwasser versickert im Wald­boden. Auch die Glasflächen mit der Spiegelfolie sind puris­tisch an den Beton gefügt. Sie wurden mit Winkeln in beto­nierte Falze und Fugen eingebracht und die Übergänge ver­siegelt. So ist nirgends ein störender Rahmen oder Winkel sichtbar. Im Innern sorgt die Verglasung für besten Panora­mablick und wahrt dennoch die Intimität des stillen Örtchens.



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Mangelhafte Schwarzarbeit

Kein Rechtsweg bei mangelhafter Schwarzarbeit

Bauletter 11.8.2013
Wer einen Handwerker „schwarz“ beauftragt - also bei der Beauftragung die Abmachung trifft, dass „ohne Rechnung“ gearbeitet wird -, handelt am Rechts­staat vorbei. Erweist sich die erbrachte Leistung dann als mangelhaft, kann eine Man­gelbeseitigung nicht eingefordert werden. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 1. August 2013 macht deutlich, dass sich Schwarzarbeit nicht lohnt.

Seit dem 1. August 2004 gilt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und ille­galen Beschäftigung - siehe Baulinks-Beitrag „Gesetz zur Bekämpfung illegaler Be­schäftigung tritt in Kraft“ vom 31.7.2004. Sieben Jahre später fällt nun der Bundesge­richtshof zu diesem Gesetz erstmalig eine Entscheidung, die dem Fachhandwerk deut­lich den Rücken stärkt. Die Essenz:

  • Wer sich als Kunde auf Billigheimer und deren Leistungspfusch einlässt, geht bereits ein hohes Qualitätsrisiko ein.
  • Wird die Arbeit zudem ohne Rechnung (und Zahlung von Mehrwertsteuer) ge­leistet, um es noch billiger zu machen, dann geht es nicht allein um Steuer­hinterziehung.
  • Haben sich Auftraggeber und -nehmer auf diese illegale Weise abgesprochen, wertet der Rechtsstaat den Werkvertrag so, als ob er gar nicht zustande ge­kommen wäre.
  • Ein Mängelhaftungsanspruch lässt sich dann gerichtlich nicht mehr durchsetzen.

Der Fall: Für Pflasterarbeiten auf einem Grundstück hatte ein Handwerker mit der Auftraggeberin einen Werklohn von 1.800 Euro vereinbart, der in bar, ohne Rechnung und ohne Abführung von Umsatzsteuer gezahlt werden sollte.

Da das Pflaster keine ausreichende Festigkeit zeigte, kam es zum Rechtsstreit. Das Landgericht hatte den Handwerker, der sich trotz Aufforderung und Fristsetzung weigerte, Mängel zu beseitigen, unter anderem zur Zahlung eines Kostenvorschusses von rund 6.100 Euro verurteilt. Diesen vertraglichen Anspruch verneinte der Bundes­gerichtshof in Karlsruhe mit seiner jetzigen Entscheidung (Aktenzeichen VII ZR 6/13). Ob daneben Bereicherungs- oder Schadenersatzansprüche bestehen, sei im Einzelfall durch die Instanzgerichte zu klären.

Schwarzarbeit bringt große Risiken

Durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofes sieht sich das Fachhandwerk be­stätigt. Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer im Zentralverband Sanitär Heizung Klima, beispielsweise erklärt die breite Zustimmung innerhalb der Handwerksorganisation: „Unsere Eckring-Betriebe werden durch das Urteil gestärkt. Sie können dem Kunden deutlich machen, dass nicht der Preis allein entscheiden sollte, sondern der Umfang an Leistungen. Es lohnt sich nach wie vor, den Handwerksbetrieb seines Vertrauens um Rat zu fragen. Wer anderes als der organisierte Innungsbetrieb hat das entschei­dende Know-how? Schwarzarbeit lohnt sich erst recht nicht, weil große Risiken damit verbunden sind.“

Das Urteil, das der Bundesgerichtshof erstmalig in Sachen Schwarzarbeit gefällt hat, hat (nicht nur) für Elmar Esser Signalwirkung: „Der Rechtsstaat lässt einen Steuer­hinterzieher, der Schwarzarbeit begünstigt, demonstrativ im Regen stehen. Denn Schwarzarbeit wäre ohne Risiko, wenn Auftraggeber und -nehmer vertragliche An­sprüche zustehen würden.“



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Überspannungschäden / Kontrolle Erdkabel

 

Wer haftet bei Überspannungsschäden?
Müssen Erdkabel regelmäßig kontrolliert werden?

 

Bauletter vom 18.7.2013
Stromversorger haften nicht für Überspannungsschäden, nur weil sie die Erdkabel nicht regelmäßig kontrolliert haben. Eine allgemeine Pflicht der Stromversor­ger, die Kabel regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu untersuchen, be­steht nicht - dies geht der D.A.S. zufolge aus einem Beschluss des Oberlandesge­richts Hamm hervor. (OLG Hamm, Az. 11 U 145/12)

 

Zur Erinnerung: Als Überspannung bezeichnet man eine elektrische Spannung, die die Nennspannung eines Elektrogerätes übersteigt. Ursache können u.a. sein ...

 

  • Blitzeinschläge in der Umgebung,
  • Kurzschlüsse im Stromnetz oder
  • Stromschwankungen durch das Zu- und Abschalten großer Stromverbraucher.

 

Folge sind oft zerstörte Elektrogeräte. Schutz bietet die Installation von Blitzstrom­ableitern im Sicherungskasten an der Stromzuleitung. Was an Übererspannung immer noch durchkommt, kann durch Überspannungsableiter im Hausnetz beseitigt werden. Als „unterste Schutzstufe“ werden Steckerleisten und Zwischensteckdosen mit Über­spannungsschutz empfohlen. Ein Blitzableiter auf dem Dach schützt nur gegen direk­te Einschläge ins Gebäude.

 

Der Fall

 

Ein Ehepaar aus Minden bezog den Strom für sein Einfamilienhaus über Erdkabel. Eines Tages kam es zu einer Versorgungsstörung, die einen Überspannungsschaden zur Fol­ge hatte. Offenbar war das Erdkabel auf dem Grundstück schon vor 20 Jahren unbe­merkt beschädigt worden. Das Ehepaar verklagte den Stromanbieter: Dieser habe die Pflicht, seine Kabel regelmäßig auf Schäden zu kontrollieren. Auch hätte man sie da­rauf hinweisen müssen, dass sie eigene Schutzvorrichtungen gegen Überspannung bräuchten.

 

Das Urteil

 

Das OLG Hamm war nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung anderer An­sicht. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichte den Stromversorger nicht zu einer re­gelmäßigen Kontrolle seiner Erdkabel. Diese auszugraben sei kostenmäßig unzumutbar. Das gelte auch für regelmäßige Messungen, denn diese erforderten die Abtrennung aller anderen Anschlüsse im Versorgungsgebiet. Der Stromanbieter sei auch nicht zur Aufklärung über private Maßnahmen zum Überspannungsschutz verpflichtet. Welcher Schutz sinnvoll sei, hänge von den angeschlossenen Geräten ab. Es sei nicht ersicht­lich, warum die Kläger bis zum Prozess immer noch keinen eigenen Überspannungs­schutz installiert hätten. (Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 08.05.2013, Az. 11 U 145/12)

 

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Tropenholz - Boykott ?

Entwicklungsministerium:
Warum ein Tropenholzboykott keine gute Idee ist!

Bauletter vom 7.7.2013
Tropenholz hat eine besondere Qualität und wird wegen seiner Langlebig­keit unter anderem gerne für Gartenmöbel und Parkbänke genutzt - als sinnvolle Er­gänzung zu heimischen Holzprodukten. Aus Sorge um den Erhalt von Regenwäldern wird immer wieder zum Boykott von Tropenholz aufgerufen. Doch was gut gemeint ist, soll aber die Entwaldungsproblematik in den tropischen Regenwäldern sogar verschär­fen! Denn ohne Nachfrage für zertifizierte Holzprodukte gebe es für Entwicklungs- und Schwellenländer wenig Anreize, die Waldbewirtschaftung nachhaltig auszurichten. Je­des Jahr werden daher Millionen Hektar Wald abgeholzt, weil Weide- und Agrarflächen mehr Profit bringen. Wo früher Regenwald stand, werden dann beispielsweise Fleisch, Palmöl und Soja für den Weltmarkt produziert. 

Youtube-Film des Entwicklungsministeriums erklärt, wie tropische Wälder durch nachhaltiges Wirtschaften besser geschützt werden (Thumbnails für eine schnelle Inhaltsübersicht)

Besser als der Verzicht auf Tropenholz ist es nach Meinung des Bundesentwicklungs­ministeriums, beim Kauf unbedingt auf zertifizierte Hölzer aus nachhaltiger Waldwirt­schaft zu achten, die an den Siegeln von FSC und PEFC zu erkennen sind. „Eine nach­haltige Bewirtschaftung kann Waldgebiete schützen und hilft zugleich der lokalen Be­völkerung und den lokalen Unternehmen, für die der Wald eine wichtige Einkommens­quelle ist“, erklärt hierzu Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Eine Idee, die den Deutschen lange vertraut ist. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist vor 300 Jahren in der deutschen Waldwirtschaft entstanden.

zur Erinnerung: FSC und PEFC

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die als erste ein System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft entwickelte. Ein weiteres internationales Waldzertifizierungssystem ist das Program for the En­dorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC).

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PV-Betreiber als Nahversorger

PV-Anlagenbetreiber werden Nahstromversorger: Leitfaden erläutert neue Geschäftsmodelle

Bauletter vom 25.6.2013; Intersolar-Bericht
Immer mehr Betreiber von Photovoltaik-Anlagen den­ken derzeit ernsthaft darüber nach, Solarstrom nicht nur verstärkt selbst zu nutzen, sondern auch an Nachbarn oder Mieter zu vermarkten. Steigende Stromtarife bei im­mer weiter sinkenden Erzeugungskosten für Solarstrom befördern diesen Trend eben­so wie die im nächsten Jahr in Deutschland in Kraft tretende anteilige Förderkappung bei größeren Solarstromanlagen. Wer Solarstrom-Versorger werden will, muss jedoch einige Voraussetzungen erfüllen und die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat daher in Zusammenarbeit mit Fachanwälten einen neuen Wegweiser erstellt, der ab sofort über den Verband bezo­gen werden kann.

 

„Betreiber von Solarstromanlagen werden zukünftig zu Nahstromversorgern. Es wird immer attraktiver, Nachbarn oder Mieter mit günstigem solaren Überschussstrom zu versorgen“, prognostiziert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Leitfaden „Photovoltaik - Stromlieferung und neue Geschäftsmodelle“, der über die In­ternetseite des Verbandes bezogen werden kann, erläutert eingehend das Geschäfts­modell der solaren Direktvermarktung und bietet praktische Handreichungen wie zum Beispiel einen von Experten geprüften Muster-Stromliefervertrag und eine Muster-Stromrechnung für die Stromabrechnung mit Dritten. Diese Handreichungen sollen ei­ne individuelle und teure Rechtsberatung ersparen können.

Überschüssiger Solarstrom, gekappte Solarstromvergütung

Solarstrom vom Dach kostet aktuell nur noch rund 15 Cent pro Kilowattstunde. Der Verbraucherstromtarif schlägt hingegen mit 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde zu Bu­che, Tendenz weiter steigend. Da liegt es nahe, überschüssigen Solarstrom direkt an Abnehmer in der Nähe zu verkaufen. Neue Geschäftsmodelle wie der Stromverkauf an Nachbarn werden interessanter, weil die Einspeisevergütung für Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) monatlich sinkt. Zudem erhalten Photovoltaik-An­lagen mit einer Nennleistung von zehn bis 1.000 Kilowatt ab Januar 2014 nur noch für 90 Prozent des erzeugten Stroms eine EEG-Vergütung. Diese Regelung gilt auch für Solarstromanlagen, die seit dem 1. April 2012 in Betrieb gegangen sind. Von der derart gekappten Solarstromvergütung sind damit bereits rund 60.000 Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung von rund drei Gigawatt betroffen. Für diese Solarstromanla­gen kann die wirtschaftliche Vermarktung des 10-Prozent-Anteils an Dritte ebenfalls eine Lösung sein.

Größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms

Neben der Vermarktung überschüssigen Solarstroms könnte es sich in naher Zukunft nach Einschätzung des BSW-Solar unter Umständen lohnen, auch größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms zu verkaufen. Denkbar sei auch die Versorgung von Nach­bargrundstücken über Direktleitungen oder Modelle, bei denen Dritte zum Beispiel auf dem Dach eines Mietwohnblocks eine größere Solarstromanlage errichten und den Be­wohnern Solarstrom anbieten.

Bereits rund 1,3 Millionen Privatpersonen und Unternehmen erzeugen Sonnenstrom in Deutschland. Viele von ihnen könnten zukünftig zu Stromlieferanten werden. „Die Photovoltaik demokratisiert damit nicht nur die Stromerzeugung, sondern jetzt auch schrittweise die Stromversorgung“, so Körnig.

Rechtssichere Musterverträge

Der neue BSW-Leitfaden klärt über Rechte und Pflichten von Solarstrom-Lieferanten auf und informiert über wesentliche Rahmenbedingungen. Wichtige Themen sind Rech­nungsstellung, Steuern und Abgaben, vergüteter Überschussstrom und vieles mehr. Ferner erläutert der Leitfaden, was bei neuen Geschäftsmodellen, wie z.B. dem Anla­genpachtmodell, zu beachten ist.

Der im Leitfaden enthaltene Mustervertrag deckt die gängigsten Lieferverhältnisse von Solarstromproduzenten und Stromkunden in der Nahstromversorgung ab. Drei Voraus­setzungen müssen dabei erfüllt sein:

  • Anlagenbetreiber und Stromverbraucher sind nicht identisch,
  • die Stromlieferung erfolgt ohne die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes und
  • der Stromverbraucher ist Letztverbraucher oder Haushaltskunde.

Das können Privatpersonen, Mieter oder Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von maximal zehn Megawatt sein. Der Mustervertrag kann auch für die Belieferung größe­rer Unternehmen oder andere Geschäftsmodelle (z.B. solares Grünstromprivileg) ge­nutzt werden. Wie der Vertrag dann angepasst werden muss, erklärt der Leitfaden ebenfalls.

Lieferumfang und Bestellung

Der 47-seitige Leitfaden und der Muster-Stromliefervertrag werden zusammen mit ei­nem Mustervertrag für die Dachnutzung (auch einzeln käuflich zu erwerben) sowie einer Muster-Stromrechnung geliefert. Das Paket kann im Online-Shop des BSW-Solar für 289 Euro inklusive MwSt. erworben werden. Mitglieder des Bundesverbandes So­larwirtschaft erhalten einen Rabatt von 25 Prozent; für sie kostet das Paket 216,75 Euro.


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Fördergelder für Pellets-Heizungen

Neue DEPI-Förderfibel und Infoflyer informieren über Fördergelder und Pellets

Bauletter vom 25.6.2013
Wer sich für eine moderne Pelletheizung entschei­det, profitiert nicht nur vom vergleichsweise günstigen und stabilen Pelletpreis, sondern wird zudem auch mit staatlichen Fördergeldern belohnt. In keinem anderen Land sind die Zu­schüsse so hoch wie in Deutschland. Mit seiner neuen Förder­fibel (2013/14) bietet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) Ver­brauchern und privaten Bauherren einen übersichtlichen Leit­faden durch den Förderdschungel rund um das Heizen mit Pel­lets.

Beim geplanten Umstieg auf eine moderne Pelletheizung sorgt die neue DEPI-Förderfibel für den aktuellen finanziellen Durch­blick. Die Informationsbroschüre gibt umfanreiche und leicht verständliche Antworten auf zahlreiche Fragen zu den beste­henden Fördermöglichkeiten durch Bund und Länder wie dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie zum neuen KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskre­dit“. Für den Austausch einer alten Heizung gegen eine neue Pelletheizung erhält der Betreiber über das MAP mindestens 2.400 Euro, bei der zusätzlichen Installation eines Pufferspeichers weitere 500 Euro. Durch verschiedene Boni und Kombinationen mit an­deren Fördertatbeständen wie einer Solarthermieanlage lässt sich der Zuschuss auf bis zu 11.550 Euro erhöhen.

Seit 1. März 2013 kann das besonders zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank mit dem MAP kombiniert werden. Zudem zeigt die Förderfibel anhand anschaulicher Berech­nungsbeispiele das Förderpotential des BAFA-Bonussystems für Effizienz sowie für die Kombination von Pellets und Solar. Für einen Pelletkessel mit 15 kW Leistung und Pufferspeicher gekoppelt mit Solarkollektoren können so bis zu 7.100 Euro Fördergel­der beantragt werden.

Das aktualisierte Serviceangebot des Deutschen Pelletinstituts wird abgerundet mit den zwei kompakten Infoflyern ...

  • „Heizen mit Holzpellets – natürlich effizient“ (PDF-Download) und
  • „Holzpellets – heimisch und voller Energie“ (PDF-Download).

Die beiden Flyer fassen viel Wissenswerte rund um die ENplus-zertifizierte Brennstoff­qualität, Lieferkomfort, Versorgungssicherheit sowie umweltfreundliche Herstellung von Pellets übersichtlich zusammen.

Sowohl DEPI-Förderfibel (direkter PDF-Download) als auch Infoflyer können in­teressierte Verbraucher kostenlos per E-Mail an DEPI anfordern oder unter depi.de > Infothek >  DEPI-Veröffentlichungen downloaden.


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APP zum "Tag der Architektur"

Tag der Architektur 2013: Länderübergreifende Apps helfen bei der Planung

Tag der Architektur
  
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Bauletter vom 10.6.2013
Wenn die Architektenkammern wieder zum Tag der Architektur am letzten Juniwochenende einladen, können Besucher diesmal ihr Besichtigungsprogramm nahezu bundes­weit vorab per mobiler App zusammenstellen.

Für grundsätzlich alle mobilen Endgeräte steht mit mobil.tag-der-architektur.de eine komfortable Routen- und Terminpla­nung als mobile Website zur Verfügung (1. QR-Code). Zudem gibt es „echte“ Apps im Apple Appstore sowie bei Google play zum kostenlosen Herunterladen (2. und 3. QR-Code). Damit verbunden ist auch ein Relaunch der bisherigen Internetseite tag-der-architektur.de.

Anhand von Suchkriterien wie Objekttyp oder Architekt oder aber nach einer Umkreissuche lässt sich per Merkliste der Tag der Architektur bequem online planen. Die Besichtigungsobjek­te werden mit Bildern, Adresse, einer Kurzbeschreibung sowie Angaben zum Architekten vorgestellt. Außerdem lässt sich an­hand der Besichtigungstermine die individuelle Tour auch zeit­lich besser abstimmen.

Anders als die länderspezifischen Programminformationen der Architektenkammern ermöglicht die App eine nahezu bundes­weite und länderübergreifende Suche nach interessanten Be­sichtigungsorten.

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Türen und Fenster vor Gericht

Fenster und Türen vor Gericht

bauletter vom 20.6.2013
Sie sind gewissermaßen die „Sollbruchstellen“ ei­ner Immobilie: Lärm, Gerüche und Wasser können am ehesten durch Fenster und Türen in eine Immobilie eindringen und so einen Schaden verursachen oder zumindest eine Belästigung für den Betroffenen darstellen. Das wird nie vollständig zu ver­meiden sein, denn Häuser brauchen schließlich Öffnungen.

Deutsche Zivilgerichte haben es immer wieder mit dem Thema Fenster und Türen zu tun. In der Regel müssen die bau-, miet- und nachbarrechtlichen Umstände eines konkreten Falles ge­prüft werden. In dieser Extra-Ausgabe des Infodienstes Recht und Steuern der LBS geht es unter anderem um aufgetautes Eis, das unter einer Kellertür hindurch in ein Haus geflossen war. Oder um die Frage, wie weit ein Mieter in einem Mehrpar­teienhaus den Bereich vor seiner Wohnungstür eigenmächtig gestalten darf.

absolute Einbruchsicherheit?

Gibt es so etwas wie absolut einbruchssichere Türen und Fenster? Eine Firma jeden­falls versprach in ihrem Werbeprospekt, dass es bei ihren Produkten „nichts zu kna­cken“ gebe. Ein Hausbesitzer-Ehepaar erteilte dem Unternehmen den Auftrag - und war bass erstaunt, als einige Jahre später dennoch erfolgreich eingebrochen wurde. Der Schaden betrug rund 17.000 Euro. Vor dem Landgericht Bonn (Aktenzeichen 13 O 365/09) kämpfte das Ehepaar darum, dass Hersteller und Handwerksfirma das Die­besgut zu ersetzen hätten. Sie hätten schließlich ihr Versprechen nicht eingelöst. Diese Forderung wurde nicht erfüllt. Die Richter stellten fest, eine Garantie gegen Einbruch gebe es grundsätzlich nicht und die Vertragspartner hätten eine solche auch nicht geleistet.

Manchmal wird eine Wohnungstür auch ganz offiziell aufgebrochen - nämlich von der Polizei oder der Feuerwehr. So war es im Falle einer Mieterin. Sie war eingeschla­fen und hörte deswegen das Klingeln ihrer Tochter nicht, die sie besuchen wollte. Die besorgte Tochter rief die Feuerwehr und diese brach die Tür auf. Der Sachschaden betrug knapp 1.200 Euro. Anschließend stritten sich Eigentümer und Mieterin darum, wer dafür aufkommen müsse. Das Amtsgericht Halle (Aktenzeichen 93 C 2078/09) entschied, dass die Mieterin nichts bezahlen müsse. Sie selbst habe keine Pflichtver­letzung begangen und müsse deswegen keinen Schadenersatz leisten.

Immer wieder wird vor den Gerichten darüber gestritten, wann genau eigentlich ein Einbruchsdiebstahl vorliegt. Häufig leisten Versicherungen nämlich nur in einer eindeu­tig nachgewiesenen Fallkonstellation Schadenersatz. Nach herrschender Recht­sprechung erfordert das Einbrechen eine Gewalteinwirkung gegen Gebäudetei­le. Das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 76/10) musste die Frage klären, ob auch ein herumliegender Holzkeil, mit dem die Eindringlinge während ihrer Tat mögli­cherweise die Tür offen hielten, als ein Einbruchssignal gewertet werden kann. Das sei nicht der Fall, hieß es im Urteil. Mit den üblichen Werkzeugen wie Dietrichen, Dräh­ten oder ähnlichem sei ein Holzkeil jedenfalls nicht zu vergleichen.

Fensterinstandhaltung versus Eigentümergemeinschaft

Wenn in der Teilungserklärung einer Eigentümergemeinschaft vorgesehen ist, dass die Gemeinschaft die Kosten für die laufende Instandhaltung der Fenster begleichen muss, dann kann dies nicht ohne weiteres per Mehrheitsbeschluss rückgängig gemacht wer­den. Das stellte der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen V ZR 33/09) in letzter Instanz fest. Eine Gemeinschaft in Baden-Württemberg hatte versucht, die Kosten auf die je­weiligen Eigentümer abzuwälzen. Auf diese Weise könne die Teilungserklärung aller­dings nicht interpretiert werden, beschlossen die Richter, zumal nicht einmal eine ent­sprechende Öffnungsklausel im Vertrag vorgesehen gewesen sei.

keine Dekoration vor der Wohnungstür

Hinter der eigenen Wohnungstür ist es weitgehend dem Mieter selbst überlassen, wie er sich einrichtet. Niemand kann ihm Vorschriften machen, selbst wenn er sich für ei­ne ungewöhnliche Ausstattung entscheidet. Doch wie sieht es vor der Tür aus? Also in dem Bereich, den zwangsläufig auch noch andere Hausbewohner nutzen müssen. Hier gelten deutlich strengere Regeln. Das Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 38 C 1858/08) verdonnerte einen Mieter dazu, eine Reihe von persönlichen Gegenständen vor der Tür (ein Symbol der amerikanischen Flagge, Blumentöpfe und Dekorationsge­genstände) zu entfernen. Man könne seinen Mitbewohnern nicht seinen eigenen Ge­schmack auf diese Weise aufzwingen.

Überflutung durch schmelzende Schneereste

Türöffnungen stellen eine große Gefahr für Wassereinbrüche dar. So war es auch in einem Fall in Bayern. Auf dem gefliesten Absatz vor einer Kellertür hatten sich Regen­wasser und schmelzende Schneereste gesammelt und waren unter der Tür hindurch in das Haus eingedrungen. Der Schaden am Mauerwerk und an den Türstöcken betrug mehrere Tausend Euro. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Aktenzeichen 8 O 9839/10) entschied, es handle sich um eine „Überflutung des Grund und Bodens“ im Sinne des Versicherungsvertrages, also um eine Überschwemmung. Die Versicherung musste et­wa 6.500 Euro bezahlen.

Farbe im Spiel

Die Klausel in einem Mietvertrag, wonach Fenster und Türen beim Auszug weiß zu streichen seien, kann einen Mieter unangemessen benachteiligen und deshalb kom­plett ungültig sein. Das entschied der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 198/10).

 


 

Der Hintergrund dieses Grundsatzurteils: Wenn der Mieter wisse, dass er am Ende die Wohnung in einer bestimmten Farbe zurückgeben müsse, dann raube ihm das schon während der Laufzeit des Vertrages den ihm zustehenden Gestaltungsspielraum. Denn ein kostenbewusster Mieter könne sich dann gehemmt fühlen, die von ihm eigentlich gewünschte andere Farbe zu wählen.

„Schließdienst“ per Hausordnung

In vielen Wohnanlagen wird streng darauf geachtet, dass nachts die Eingangstüren geschlossen sind. So sollen Diebe und andere unangemeldete Gäste abgehalten wer­den. Ein Eigentümer in Köln hatte den „Schließdienst“ per Hausordnung den Erdge­schossbewohnern zugewiesen. Sie müssten im Winter spätestens um 21 Uhr und im Sommer spätestens um 22 Uhr absperren. Das Amtsgericht Köln (Aktenzeichen 211 C 55/12) hatte daran nichts zu beanstanden. Es handle sich weder um eine überra­schende noch um eine willkürliche Klausel. Eine solche Regelung sei „durchaus üblich“ und benachteilige die Erdgeschossbewohner nicht in unangemessener Weise.


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BARRIEREARM ____________     Wohnen im Alter

„Wohnen im Alter“ im Themenheft „Informationen zur Raumentwicklung“


  

Bauletter vom 16.6.2013
Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informa­tionen zur Raumentwicklung“ widmet sich dem Thema „Wohnen im Alter“. Im Mittelpunkt stehen Handlungsansätze, Konzepte und empirische Ergebnisse zu Fragen wie ...

  • Wie wohnen ältere Menschen?
  • Welche Wohnformen werden künftig an Bedeutung gewinnen?
  • Wie kann die Öffentlichkeit stärker für das Thema sensibilisiert werden?

Ergebnisse empirischer Analysen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigen, dass schon jetzt und künftig noch verstärkt vielerorts altersgerechte Wohnungen fehlen. Die Anfor­de­rungen an die Wohnungsversorgung gehen dabei über die Bereitstellung alters­taug­licher Wohnungen hinaus: Gefragt sind auch ...

  • ein barrierefreies Wohnumfeld,
  • eine wohnortnahe Infrastruktur und
  • soziale Angebote im Stadtteil.

Welche Möglichkeiten es für den altersgerechten Umbau gibt und wie die Förderung aussehen kann, zeigen die Autoren anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Barrierearme Wohnungsbestände können auch für andere Zielgruppen als nur für Se­nioren attraktiv sein, wie der Ansatz des „Universal Design“ zeigt. Darüber hinaus be­antworten die Autoren die Frage, wie gemeinschaftliche Wohnformen für ältere Men­schen am besten realisiert werden können.

Konzepte für altersgerechtes Wohnen zielen auch auf selbstnutzende Eigentümer. Beiträge kommunaler Praktiker verdeutlichen, wie sich durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung die Bürger für die Anpassung von Einfamilienhäusern sensibilisieren lassen – aber auch, auf welche Weise Senioren sich in die altersgerechte Entwicklung ihres Stadtquartiers einbringen können.

Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung“ kann zum Preis von 19 Euro per E-Mail an Steiner Verlag bestellt bzw. über den Buchhandel bezogen werden.


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UMBAU _______________               WOHN-RIESTER für Modernisierungen

Wohn-Riester-Entnahme für alters- und behindertengerechte Modernisierungen

Bauletter vom 16.6.2013
Der Gesetzgeber hat Änderungen bei der Riester-Rente beschlossen. Vor allem aktuelle und angehende Eigenheimbesitzer profitieren künftig von flexibleren Re­geln beim Wohn-Riester. So können beispielsweise Riester-Guthaben in Zukunft auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen eingesetzt werden.

 


 

Die Mehrheit der Bundesbürger will ihren Lebensabend in vertrauter Wohnumgebung verbringen. Allerdings werden die wenigsten Wohnungen den Anforderungen fürs Le­ben im Alter gerecht - Stufen erschweren den Zugang, Türen sind zu schmal und es mangelt an Bewegungsfreiheit. Den Bedarf an barrierefreien Wohnungen schätzt das Bundesbauministerium bis zum Jahr 2020 auf 3,5 Millionen Einheiten. Viele Eigentümer sehen zwar die Notwendigkeit für einen schwellenfreien Umbau, scheuen aber den fi­nanziellen Aufwand. Aber dank der aktuellen Gesetzesänderung kann die Wohn-Ries­ter-Förderung künftig auch für die Finanzierung von alters- und behindertengerechten Modernisierungen eingesetzt werden.

"Der Wohn-Riester hat sich nur fünf Jahre nach seiner Einführung zu einem Erfolgsmo­dell entwickelt. Durch die Änderungen wird er noch flexibler und gewinnt für Eigentü­mer und Immobilienkäufer an Attraktivität", sagt Joachim Klein von der LBS. Das neue Gesetz schafft die Möglichkeit, jederzeit gefördertes Guthaben aus dem Riester-Ver­trag zu entnehmen und für einen barrierefreien Umbau zu verwenden. Zu den Voraus­setzungen zählen ...

  • ein Mindestbetrag bei der Entnahme sowie
  • die Prüfung der Maßnahmen durch einen Sachverständigen.

Auch wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, kann bereits vorhandenes Gut­haben dafür einsetzen - oder wie gehabt ein Riester-Darlehen oder einen Riester-Bau­sparvertrag zur Finanzierung nutzen.

Neu ist zudem die Regelung, angespartes Riester-Kapital jederzeit für die Entschul­dung einer Immobilie verwenden zu können. Künftig kann mit dem Guthaben etwa eine Sondertilgung des bestehenden Immobiliendarlehens geleistet oder am Ende der Zins­bindung ein Teil oder das gesamte Darlehen abgelöst werden. Beides beschleunigt die Rückzahlung und senkt damit die Zinslast.


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Gestalten mit Beton-Werkstein

Informationsgemeinschaft Betonwerkstein hat „Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt

Bauletter vom 13.6.2013
Die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein e.V. hat ihre Broschüre zum Thema „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt. Auf 48 Seiten findet sich hier viel Wissenswertes rund um das Thema „Be­tonwerkstein am und im Haus“. Zahlreiche neue und attrakti­ve Anwendungsbeispiele laden ein zum phantasievollen Um­gang mit einem der kreativsten Baustoffe.

Beton ist ein faszinierender Werkstoff, der vielfältig formbar und gestaltbar ist. In Form von Betonwerkstein und Sichtbe­ton ist er aus unserer Umwelt kaum wegzudenken. In Haus und Garten bietet er für nahezu jeden Bedarf eine qualitativ hochwertige, umweltfreundliche und zugleich kostengünstige Lösung. Dafür sorgen auch die ständigen Entwicklungen der Hersteller. Mit neuen Hochleistungsbetonen beispielsweise wurden in den letzten Jah­ren die statischen Be­toneigenschaften wie Druckfestigkeit, Verschleißwiderstand und Dauerhaftigkeit weiter verbessert. Immer filigranere Formen mit feinkörnigen und po­renarmen Oberflächen eröffnen neue Anwendungen rund um Haus und Garten.

Mit der jetzt neu aufgelegten Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestal­ten mit Stein“ will die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein Bauherren und Planer zu einen „Gestalten ohne Grenzen“, zum phantasievollen Umgang mit dem Baustoff inspirieren. Das Spektrum der gezeigten Einsatzbereiche reicht ...

  • von Treppen und Bodenbelägen innen und außen
  • über Terrazzoböden und Fassaden
  • bis hin zur Innen- und Außenmöblierung sowie Gestaltungselementen.

Abgerundet wird die 48-seitige Broschüre durch eine Zusammenstellung beispielhafter Oberflächenmuster sowie Tipps zur Reinigung und Pflege von Betonwerkstein.

Die Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ ist als PDF-Dokument verfügbar. In gedruckter Form kann sie kostenlos per E-Mail an Informationsgemeinschaft Betonwerkstein angefordert werden.


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Barrierefrei modernisieren ? Mängelfrei ??

Mängel beim barrierefreien Bauen und Auswirkungen auf Verbraucher

BAULETTER vom 9.6.2013
Die Erwartungen von Bauherren, Erwerbern und Wohneigentümern an ein Zuhause, das auf Alter und Beein­trächtigungen ausgerichtet ist, nehmen zu - aber häufig wer­den sie nicht erfüllt. Eine aktuelle Befragung des Instituts für Bauforschung (IfB) von 50 Sachverständigen deckt auf, wel­che Mängel beim barrierefreien Bauen entstehen, welche Aus­wirkungen sie auf Verbraucher haben und wie diese vermieden werden können. Damit wird wohl zum ersten Mal eine Studie über Mängel beim barrierefreien Bauen mit ihren Auswirkungen auf Verbraucher vorgelegt.

Etwa 78 Prozent der von Bauherren-Schutzbund e.V., Verband Wohneigentum e.V. und IFB Hannover im Jahr 2012 befragten Wohnungseigentümer will möglichst lange im eigenen Haus blei­ben. Dafür werden zunehmend Anpassungen und Umbaumaßnahmen in Räumen, Ge­bäuden und im Wohnumfeld in Angriff genommen. Leider heißt dies nicht zwangsläufig, dass dabei auch mangelfrei gebaut wird. Die aktuelle Studie des IFB zeigt Mängel­schwerpunkte auf.

Qualitätsstandards nicht klar definiert

Als großes Problem erweisen sich ungenaue Bau- und Leistungsbeschreibungen. Oft werden Qualitätsstandards als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne dass sie ein­deutig vertraglich vereinbart wurden. Anbieter werben häufig mit Slogans wie "Hoch­wertige Immobilie in seniorengerechter Wohnlage" oder "Ausführung als hochwertiges, behindertenfreundliches Bad". Bei derart "schwammigen Angaben" in Prospekten liegen dann die Erwartungen von privaten Bauherren und das tatsächliche Bauergebnis oft weit auseinander.

Fehlerhaft geplant und mangelhaft gebaut

Als ein gravierender Mangelschwerpunkt zeigte sich die baulich unzureichende Aus­führung von Zugangswegen zu Räumen, Wohnungs- und Gebäudeteilen. Als Barrieren entpuppen sich dabei vor allem ...

  • ungeplante Stufen und Schwellen am Hauseingang und der Terrasse,
  • nicht nutzbare Rampen,
  • unzureichende Türbreiten und
  • zu knapp bemessene Bewegungsflächen.

In der Modernisierung offenbarten sich Probleme bei barrierefrei geplanten Wohnun­gen, die konstruktiv so nicht zu verwirklichen waren.

Gerade beim barrierefreien Bauen, so zeigt die Umfrage, müssen individuelle Anforde­rungen sorgfältig und detailliert mit den Fakten der technischen Regelwerke in Über­einstimmung gebracht werden. Die neue DIN 18040 "Barrierefreies Planen und Bauen - Planungsgrundlagen" zeigt dazu neue Wege auf, fordert jedoch auch mehr Fachkom­petenz und Verantwortung von den beteiligten Planern und Bauausführenden.

Allerdings werden DIN-Normen erst rechtlich verbindlich, wenn sie in Gesetze und Ver­ordnungen - beispielsweise in die Landesbauordnungen - eingeführt werden. Da die neue Norm DIN 18040 noch nicht in allen Bundesländern Bestandteil der Landesbau­ordnung ist, besteht die Notwendigkeit, die jeweiligen Details dieser Norm (oder aber veränderte Anforderungen) in die vertraglichen Vereinbarungen konkret einzubeziehen. Nur das schafft für Verbraucher und alle Beteiligten ausreichende Transparenz und Si­cherheit.

Zusätzliche Kosten durch Nachbesserungen

Die Umfrage zeigt beispielhaft, wo Erwartungen, Ausführung und Ergebnis auseinan­derklaffen und welche Zusatzkosten dabei entstehen.

  • Im Fall eines erwarteten schwellenlosen Zugangs und einer verbreiterten Türöff­nung wurden lediglich Standardtüren eingebaut und vorhandene Schwellen ab­gesenkt. Das war keine barrierefreie Lösung - sie war auch explizit nicht verein­bart. Sie herzustellen, verursachte gleichwohl 6.500 Euro zusätzliche Kosten.
  • In einem zweiten Fall wurde eine Rampe nicht gemäß der vereinbarten DIN Norm für barrierefreien Zugang zu einer Wohnung errichtet. Das Gefälle war zu steil, die Breite zu schmal, Handläufe und Radabweiser fehlten. Für 14.000 Euro muss­te die Rampe weitgehend neu gebaut werden.
  • In einem weiteren Beispiel bestellte ein Ehepaar im Zuge einer Sanierung ein barrierefreies Bad mit bodengleicher Dusche. Beim Bau zeigte sich, dass die da­für notwendige flache Entwässerung technisch nicht herstellbar war. Unzurei­chende Bestandsanalyse und Planung verursachten hier zusätzliche Kosten so­wie die Akzeptanz eines Kompromisses durch die Auftraggeber.

Gravierende Folgen für Verbraucher vermeiden

Mängel beim barrierefreien Bauen können gravierende Folgen nach sich ziehen. Sie reichen von Komforteinbußen über finanzielle und wirtschaftliche Nachteile bis dahin, dass Objekte nicht wie beabsichtigt genutzt werden können. Auch Fördervorausset­zungen können verfehlt werden und damit Finanzierungsengpässe bei den Auftragge­bern entstehen.

„Deshalb“, so Frau Dipl.-Ing. Heike Böhmer, Direktorin des IFB Hannover, „sollten per­sönliche Bedürfnisse und Anforderungen an das Objekt im Vorfeld der Planung sehr ge­nau analysiert, das finanzielle Budget ermittelt und fachgerecht geplant werden. Bei der Veränderung im Bestand sind zusätzlich die Möglichkeiten und Grenzen des Objek­tes zu prüfen. UND: Nur erfahrene und qualifizierte Fachfirmen sollten mit der Ausfüh­rung beauftragt werden.“

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WasserSpar-Check online

Neuer Wassercheck berät online und verspricht weniger Verbrauch ohne Komfortverlust

Bauletter vom 26.5.2013
Wenn die Deutschen auf Energiesparen angesprochen werden, denken sie meist an Heizung, Lampen oder Standby-Verbrauch. Aber wer macht sich schon Gedanken über warmes Wasser für Bad und Küche? Dabei ist Warmwasser in einem durchschnittlichen Haushalt der zweitgrößte Energiefresser – mit einem etwa zwölf Mal höheren Verbrauch als beispielsweise die Beleuchtung. „Für unser warmes Was­ser zum Waschen oder Kochen verbrauchen wir weit mehr Energie als nötig“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. „Dabei lassen sich mit einfachen technischen Mitteln und kleinen Verhaltensänderungen nicht nur unzählige Kilowattstunden Energie sparen, sondern auch die Betriebskosten deutlich senken. Und das ohne Komfortverlust.“ Der neue interaktive WasserCheck, den co2­online im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ entwickelt hat, zeigt Verbrauchern in wenigen Schritten, wie groß ihr indivi­duelles Sparpotenzial beim Warmwasserverbrauch ist:

In einem durchschnittlichen Singlehaushalt beispielsweise kann durch den simplen Einsatz von Durchflussbegrenzern und eines Sparduschkopfs der Energieeinsatz für Warmwasser um rund 25% verringert werden. Das sollte jedes Jahr mehr als sechzig Euro Energiekosten sparen. Wird in einem durchschnittlichen Zweipersonenhaushalt regelmäßig nur eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger geduscht, sorgt das für eine jährliche Ersparnis von etwa einhundert Euro.

Die besten Tipps zum Wasser sparen

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer nutzen: Wasser sparen beginnt dort, wo das Wasser heraus kommt: am Wasserhahn und am Duschkopf. Durchflussbegren­zer, Perlstrahler oder Perlatoren und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust.

Zirkulationspumpe abschalten: Die Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass sofort war­mes Wasser aus dem Hahn kommt. Schaltet man diese ab, kann ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus pro Jahr rund 160 Euro sparen. Alterna­tiv kann die Schaltung der Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr an den individu­ellen Tagesablauf angepasst werden.

Wasser sparen im Alltag: Jeden Morgen kalt duschen muss nicht sein, denn auch kleine Verhaltensänderungen machen sich bezahlt. Wer nur eine Minute kürzer duscht, beim Händewaschen zwischendurch den Wasserhahn schließt und beim Zähneputzen einen Becher nutzt, kann eine Menge Wasser und damit Geld sparen.

Alte Geräte austauschen: Bei Wasser- und Stromfressern lohnt sich oft schon ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputt geht. Wird in einem Dreipersonenhaushalt ein hydraulisch geregelter Durchlauferhitzer durch einen vollelektronischen Durchlaufer­hitzer ersetzt, ist eine jährliche Ersparnis von 120 Euro möglich.

Dichtungen und Dämmung prüfen: Der Wasserhahn tropft oder am Brauseschlauch gibt es ein Leck? Schuld sind oft poröse oder verkalkte Dichtungen, die schnellstmög­lich getauscht werden sollten. Übrigens: Bei undichten Stöpseln im Waschbecken hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbrei­tern.

Wassertemperatur optimal regeln: In einer zentralen Anlage muss die Wassertem­peratur sechzig Grad Celsius betragen, um sich vor einem Legionellenbefall zu schüt­zen. Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern oder Boilern genügen niedrigere Temperaturen: an der Küchenspüle etwa 45 Grad, zum Duschen ungefähr 38 Grad.

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Kostenloser Ratgeber Thermografie / BlowerDoor

Neuer Ratgeber zur Thermografie sowie Blower-Door-Messung

Bauletter vom 26.5.2013
Zur Effizienz energiesparender Maßnahmen bei Neu- und Altbau gehört, Probleme und Fehler am Bau zu lo­kalisieren. Messverfahren wie Thermografie und Blower-Door-Messung können dabei helfen. Allerdings müssen sie richtig und vor allem von geschulten Fachleuten ausgeführt werden.

Zum Verständnis, wie diese Methoden eingesetzt werden kön­nen, erklärt der Ratgeber zunächst Grundprinzipien der Ther­mografie als zerstörungs- und berührungsloses Messverfahren zum Erfassen der Wärmestrahlung von Objekten und der Wär­meverteilung auf Oberflächen.

  • Unter welchen Bedingungen eine aussagekräftige Analy­se möglich ist,
  • welche Unterschiede zwischen einer Innen- und Außenaufnahme bestehen und
  • welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind,

... wird im Folgenden erläutert. Wärmebrücken, Luftundichtheiten und Feuchteschä­den sind dabei richtig zu bewerten. Gewarnt werden Gebäudeeigentümer vor allem vor „günstigen“ Angeboten mit unkommentierten Thermogrammen und vor Haustürge­schäften, bei denen auf Grundlage angeblich aussagekräftiger Gratisthermogrammen Leistungen verkauft werden sollen.

Für die Durchführung tatsächlich aussagefähiger Thermogramme listet der Ratgeber Regeln auf, wie das Beachten ausreichender Temperaturdifferenzen und der Wetter­beeinflussung. Am besten für die Thermografie geeignet ist ein Himmel mit tief­sitzenden Wolken. Dokumentation und Auswertung sollten geschulten Personen mit Kenntnissen in Messtechnik und Bauphysik vorbehalten bleiben.

Auch bei der Blower-Door-Messung

... erläutert der Ratgeber zunächst das Prinzip der Luftdichtheitsmessung nach dem Differenzdruckverfahren. Aus einem von einem Gebläse erzeugten Über- und Unter­druck und dem Vergleich der gemessenen Luftströme lässt sich errechnen, ob das Ge­bäude ausreichend luftdicht ist. Wichtig ist, diese Messung vor dem Ausführen von Trockenbaumaßnahmen durchzuführen. So erfolgt gleichzeitig eine Qualitätskontrolle.

Nach einem Abschnitt, der Vorschriften, Normen und Grenzwerte für das Blower-Door-Verfahren behandelt, geht der Ratgeber erneut auf die dafür geltenden Regeln ein. Vorkehrungen für eine erfolgreiche Messung sind beispielsweise das Abdichten bereits vorhandener Gebäudeöffnungen, das Öffnen aller Innentüren und ebenso das Beach­ten der Witterungseinflüsse und Windgeschwindigkeiten.

Blower-Door Messungen sind, um erfolgreich zu sein, ebenso von erfahrenen Fachleu­ten durchzuführen wie die Thermografie. Beide Methoden ersetzen keinesfalls eine fachgerechte Planung des Gebäudes und die Ursachensuche. Auch darauf weist der Ratgeber hin.

Der Ratgeber ist kostenlos unter bsb-ev.de > Ratgeber & Checklisten > Ratgeber Aktuell als Download zur Verfügung (direkter PDF-Download).


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Mindest - Treppenbreite

Ein Meter, nicht weniger!
Urteil zur Mindesttreppenbreite in Mehrfamilienhäusern

(16.5.2013) Egal, welche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden - die Haupttreppe in einem Mehrfamilienhaus sollte ei­nen Meter breit sein. Nur dann ist im Notfall genügend Platz für die Mieter, um aus dem Haus zu fliehen. So hat nach Aus­kunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Recht­sprechung in Nordrhein-Westfalen entschieden. (Verwaltungs­gericht Gelsenkirchen, Aktenzeichen 5 K 2704/12)

Der Fall: Ein älteres Ehepaar (88 und 80 Jahre) wohnte im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Weil das Treppen­steigen im Laufe der Zeit immer beschwerlicher wurde, be­antragte das Ehepaar, einen Treppenlift einbauen zu dürfen. Der Eigentümer stimmte zwar zu, ein anderer Bewohner des Hauses wandte aber ein, dass der verbleibende Platz auf der Treppe zu eng sei. Es wurde das Verwaltungsgericht angeru­fen und das führte einen Ortstermin durch. Am Ende stellte sich heraus, dass zwi­schen der Montageschiene des Lifts und dem Treppengeländer nur noch 92 Zenti­meter frei waren.

Das Urteil: Nach der geltenden Bauordnung des Landes müsste die Breite der Treppe mindestens einen Meter betragen, stellten die Verwaltungsrichter fest. Die Begrün­dung dafür: „Bei einem Brand und der damit oft verbundenen panikartigen Räumung eines Gebäudes ist zwangsläufig damit zu rechnen, dass Personen, die gut zu Fuß sind, ältere und schwache Personen, die sich auf der Treppe nur langsam bewegen, überholen wollen. Das ist bei einer Breite von 1 m gerade noch möglich, schon bei etwa 90 cm nur schwer.“ Der Treppenlift musste deswegen wieder entfernt werden, auch wenn er für die Mieter im Alltag eine große Hilfe gewesen wäre. Die Sicherheit der Hausgemeinschaft ging vor.


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Ökologsiche Treppen - Oberflächen

Trend bei Massivholztreppen:
Ökologische Finishbehandlung mit Ölen oder Wachsen

(16.5.2013) Bei Massivholztreppen ist verstärkt der Trend zu einer besonders ökologischen Finishbehandlung zu verzeichnen. Geölte bzw. gewachste Stufen stehen mittlerweile in puncto Abriebfestigkeit den Lackanstrichen fast gleichwertig gegen­über. Andererseits bieten solche Oberflächen den Vorteil, dass stark beanspruchte Bereiche ohne großen Aufwand immer wie­der partiell ausgebessert beziehungsweise nachgewachst wer­den können.

Bei Ölen oder Wachsen ist darauf zu achten, welche Produkte verwendet werden; denn auch wenn die Angebotspalette mitt­lerweile sehr groß ist, so bedeutet dies noch lange nicht, dass jedes Öl oder Wachs den besonders hohen Anforderungen, die bei einer Holztreppe anzutreffen sind, über Jahre standhalten kann.

Aktueller Technologiestand ist derzeit übrigens die UV-Trocknung, was zu einer opti­malen Aushärtung des Öles und somit auch besonders strapazierfähigen Oberfläche führt.


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Die Tricks der Baumärkte

"Die Tricks der Baumärkte"-Giftstoffe in Spanplatten,PVC-Böden und Vinyl-Tapeten

In Baumärkten werden Produkte verkauft, die gesundheitsgefährdend sein können, weil Giftstoffe an die Raumluft abgegeben werden. Das haben laut Vorabmeldung Untersuchungen für die NDR Sendung "Die Tricks der Baumärkte" (Montag, 6. Mai, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen) ergeben, eine Reportage des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt".

Stichprobenartig haben NDR Reporter in Baumärkten eingekauft - und zwar bei den vier größten Ketten Bauhaus, Hornbach, Max Bahr und Obi. Das Ergebnis der Laboruntersuchungen sollen erschreckend sein: Krebserzeugendes Formaldehyd findet sich in allen getesteten Spanplatten für den Innenausbau. "Alle Spanplatten haben in der Kurzzeitprüfung Werte erreicht, die oberhalb des Richtwertes des Bundesinstituts für Risikobewertung liegen", kritisiert Heidrun Hofmann vom Bremer Umweltinstitut. Und der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse warnt: "Schon in niedrigen Dosen müssen wir bei Formaldehyd mit dem Schlimmsten rechnen. Ich bin überrascht, dass Formaldehyd immer noch in den Mengen in Spanplatten eingesetzt wird." Auf NDR Anfrage teilen Max Bahr und Obi mit, dass sie eine so genannte Unbedenklichkeitserklärung ihres Lieferanten hätten. Bauhaus und Hornbach überprüfen ihre Spanplatten.

Neben den Spanplatten verkauften alle Baumärkte in der NDR-Stichprobe PVC-Fußböden mit teilweise sehr hohen Werten an Weichmachern, die bislang kaum erforscht sind. Für den Toxikologen Dr. Hermann Kruse besonders bedenklich: "Diese Weichmacher sind nicht fest chemisch in das PVC eingebunden. Durch Abrieb können sie natürlich auch in den Staub hineinkommen und dann von krabbelnden Kindern auf dem Boden aufgenommen werden. Ich gehe davon aus, dass diese Verbindung hormonaktiv ist, d.h. sie kann unser Hormonsystem durcheinander bringen. Außerdem hat sie nerventoxische Wirkungen."

Erschreckend ist auch das vorgetragene Ergebnis bei allen getesteten Vinyl-Tapeten aus den vier Baumärkten. Großflächig werden die zu Hause an die Wand geklebt. Was niemand wohl weiß: auch über die Tapeten können zum Teil krank machende Giftstoffe in die Raumluft abgegeben werden: Phtalate als Weichmacher, die bei erhöhten Werten zu Krebs führen können.

Konfrontiert mit den Ergebnissen schreibt Hornbach, dass bei PVC-Böden und Vinyl-Tapeten für viele Kunden die positiven Eigenschaften überwiegen würden. Bauhaus verweist auf eine Unbedenklichkeitserklärung, Max Bahr will mit seinem Lieferanten Rücksprache halten. Obi gibt dazu keine Stellungnahme.

Giftige Stoffe findet das vom NDR beauftragte Labor auch in den Fugendichtmassen von Bauhaus und Max Bahr. Bei Bauhaus handelt es sich um hohe Konzentrationen von gesundheitsschädlichen Verbindungen. Bei Max Bahr sind es sogar gesundheitsschädliche Stoffe, die schwer flüchtig sind, das heißt, noch lange aus der Dichtmasse ausgasen. Der Toxikologe warnt: "Die dampfen über Monate, über Jahre aus. Neurotoxische Stoffe greifen das Nervensystem an, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führt."

Konfrontiert mit dem Ergebnis schreibt Bauhaus an den NDR: "Vorsorglich haben wir dieses Produkt bis zur weiteren Klärung für den Verkauf gesperrt." Und Max Bahr erklärt: "Ihre Angaben lassen wir aktuell vom Hersteller untersuchen."


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Wertsteigerung bei Immobilien

Immobilienbarometer: Glaube an Wertsteigerung ungebrochen

Bauletter vom 22.4.2013
Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist heute noch genau so groß wie vor drei Jahren. Das zeigt die aktuelle Umfrage zum „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24 unter rund 3.700 Kaufinteressenten. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47%) mit einem Wertzuwachs, der immer­hin die Inflation ausgleicht. Das sind genauso viele wie vor drei Jahren. Allerdings geht heute ein größerer Anteil der Befragten von einer höheren Wertsteigerung aus und ein kleinerer Anteil von einem Wertverlust.

 

Heute glauben 7% der Kaufinteressenten an einen echten Wertzuwachs und 10% an einen Wertverlust. Im Jahr 2010 rechneten hingegen nur 5% mit einem Zuwachs und noch 12% mit einem Wertverlust. Vor allem Kapitalanleger erwarten heute mehrheitlich eine Wertsteigerung im Bereich der Inflation (66%), 10% erwarten sogar einen höhe­ren Wertzuwachs und nur 5% glauben an einen Wertverlust.

Eigennutzern ist Wertentwicklung weniger wichtig

Auch die Mehrheit der Eigennutzer glaubt an eine Wertsteigerung: 42% rechnen mit einem Inflationsausgleich, 7% mit höheren Steigerungen. Allerdings rechnet gut jeder zehnte (11%) auch mit Verlusten. Bemerkenswert ist, dass jeder fünfte Eigennutzer gar nicht vorrangig an der Wertentwicklung seiner Immobilie interessiert ist (21%), im Vergleich zu nur 7% der Kapitalanleger.

„Eigennutzer stellen die Wertentwicklung oft nicht so sehr in den Fokus - für sie zählt, dass sie in Haus oder Wohnung viele Jahre leben wollen. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Menschen von den Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt nicht verunsi­chert sind und weiter daran glauben, dass sich ein Kauf für sie lohnt. Aufgrund der niedrigen Zinsen bleiben Immobilien für viele Menschen erschwinglich“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Und Marc Stilke, CEO von Immobilien­Scout24, fügt hinzu: „Damit eine Immobilie an Wert gewinnt, sollten Käufer vor allem auf die Lage und den Zustand des Objektes achten.“


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BAD - RENOVIERUNG _________  Aber flott !!

Forsa-Erhebung: Deutsche drücken im Bad aufs Renovierungstempo

(20.3.2013; ISH 2013-Bericht) Wenn die Bundesbürger ihr eigenes Votum auch in die Tat umsetzen, werden Deutschlands Bäder künftig erheblich schneller als bisher von Grund auf erneuert - zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Repräsentativstudie, die das Forsa-Institut zur ISH für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) durchgeführt hat. Demnach sprechen sich 42% der Bevölkerung für eine umfassende Renovierung bereits nach spätestens 10 Jahren aus. Ein knappes Drittel davon hält sie sogar schon nach 5 Jahren für angebracht. Weitere 19% trugen sich in der Kategorie „nach 11 bis 15 Jahren“ ein:

 

Zum Vergleich: Laut einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sind noch nicht renovierte Bäder in Privathaushalten gegenwärtig fast zwei Jahrzehnte alt. Bricht jetzt die Ära wesentlich kürzerer Zyklen an?

Jedenfalls bewertet der VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann das Resultat als „große positive Überraschung“. Es bestätigt seiner nach Meinung nach zumindest das stark gestiegene Interesse der Bundesbürger an individuell geplanten und ausgestat­teten sowie kompetent realisierten Bädern. Schon das schaffe eine „ausgezeichnete Kommunikations- und Arbeitsbasis“ für den Profi-Verbund aus Industrie, Fachgroßhan­del und Fachhandwerk.

Zudem liefere die für rund 67 Mio. Deutsche ab 18 Jahre repräsentative Untersuchung auch bei der „Renovierungsfrage“ aufschlussreiche Einzelanalysen:

  • So sei die Quote derer, die im Osten der Republik für eine Modernisierung nach spätestens 10 Jahren plädieren, mit 66% „extrem hoch“ (Westdeutschland: 38%).
  • Gleiches gelte für die 18- bis 29-Jährigen (63%) und – in geringerem Maße – für die 30- bis 44-Jährigen (47%).
  • Am Ende der Skala rangiere hier mit „nur“ 32% die Generation „60plus“.

Durch gezielte Informationskampagnen wie dem nationalen „Tag des Bades“ am 14. September 2013 und einer neuen Aktion zum Thema „Barrierefreie Bäder“ wollen die Sanitärspezialisten deshalb u.a. ältere Menschen intensiver aufklären.


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Handwerk geniesst Vertrauen

Bauletter vom 07.02.13
Das Handwerk in Deutschland liegt bei der Vertrauensfrage vorne

Der GfK Verein hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt: Welche Wirtschaftsbranchen und Institutionen genießen am meisten Vertrauen, welche am wenigsten? Bis auf wenige Ausnahmen sind die Vertrauenswerte in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Einziger Gewinner ist die deutsche Regierung. Die Autoindustrie kann ihr hohes Vertrauensniveau halten, die Energie- und Wasserversorger verlieren leicht.

Bei den Institutionen genießt die Polizei das höchste Vertrauen in Deutschland. Sie erreicht 81 Prozent und führt das Ranking klar an. Im Vergleich zum Vorjahr wird jedoch ein Minus von vier Prozentpunkten gemessen. Auf Rang zwei liegt mit deutlichem Abstand die Justiz. Sie erreicht einen Vertrauenswert von 65 Prozent, gefolgt von den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit 59 Prozent.

Als einzige Institution konnte die deutsche Regierung ihren Vertrauenswert verbessern. Zwar rangiert sie mit 34 Prozent im hinteren Drittel des Rankings, konnte im Vergleich zum Vorjahr aber fünf Prozentpunkte hinzugewinnen. "Grund für diese Entwicklung könnte die - laut Medienberichten - positive Wahrnehmung des derzeitigen Krisenmanagements durch die Bundeskanzlerin sein", sagt Professor Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.
Wenig Vertrauen schenken die Deutschen auch dem Internet (34 Prozent) und großen Unternehmen bzw. internationalen Konzernen (26 Prozent). Schlusslicht sind und bleiben die politischen Parteien, zu denen nur jeder Sechste Vertrauen hat. Im internationalen Vergl eich liegen die deutschen Parteien mit diesem Wert allerdings noch im Mittelfeld.


Branchen: Das Handwerk steht in Deutschland an der Spitze
Offenbar hat in Deutschland das Handwerk auch in puncto Vertrauen goldenen Boden. 87 Prozent der Bundesbürger vertrauen dieser Branche. Damit belegt sie - wie schon im vergangenen Jahr - klar den Spitzenplatz bei den elf untersuchten Wirtschaftsbereichen. Auf Rang zwei finden sich die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller, denen 78 Prozent der Bevölkerung vertrauen, gefolgt von den Autoherstellern mit 71 Prozent.

Den letzten Platz belegen die Banken und Versicherungen. Sie büßen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal 7 Prozentpunkte ein und kommen nun auf einen Vertrauenswert von 29 Prozent. "Nicht einmal mehr jeder dritte Bundesbürger vertraut dieser Branche. Hier wirken sich wohl vor allem die Skandale der letzten Zeit aus, die von Zinsmanipulationen bis zu Razzien wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung reichen", fasst Wildner zusammen.

An Vertrauen verloren haben auch die Energie- und Wasserversorger. Sie erreichen aktuell nur noch 51 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 5 Prozentpunkte mehr. Grund dafür könnten die steigenden Ökostromumlagen sein, durch die sich die Strompreise für viele Privatkunden erhöhen.

Weltweit genießt das Militär das größte Vertrauen ... noch vor den Kirchen!

Über alle 25 Länder hinweg erhalten bei den Institutionen das Militär und die Armee mit 79 Prozent das größte Vertrauen. Auf Rang zwei folgen mit 66 Prozent die Kirchen bzw. die Glaubensgemeinschaften. Das Schlusslicht der internationalen Liste bilden - wie in fast allen untersuchten Ländern - die politischen Parteien. Sie erreichen im Durchschnitt lediglich einen Vertrauenswert von 18 Prozent.

Bei den Branchen liegen die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller im Gesamtdurchschnitt an der Spitze: knapp 74 Prozent aller Befragten vertrauen diesem Wirtschaftsbereich, gefolgt vom Handwerk mit 69 Prozent. Die hinteren Plätze des Vertrauens-Rankings der Branchen belegen die Banken bzw. Versicherungen mit 62 Prozent und die Telekommunikations- und Internetanbieter sowie die Fluggesellschaften mit jeweils 60 Prozent.

Zur Studie: Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem "GfK Global Trust Report" 2013 und basieren auf rund 28.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Zeitraum September bis November 2012 in insgesamt 25 Ländern durchgeführt wurden. Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage des Vertrauens in 12 Institutionen, 11 Branchen und in die Mitmenschen allgemein mittels folgender Skala: "vertraue ich voll und ganz", "vertraue ich überwiegend", "vertraue ich weniger", "vertraue ich überhaupt nicht". ...


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Dämmstoff-App Rockwool

Wieviel Geld spart welche Dämmung? Rockwools „EinsparRadgeber“-App antwortet.

Rockwools „EinsparRadgeber“-AppBauletter vom 24.1.2013; BAU 2013-Bericht
Auf dem BAU-Messestand der Deutschen Rockwool wurde erstmalig eine neue App vorge­stellt, die die Entscheidung für eine energetische Sanierung von Gebäuden erleichtern kann: In der Hand eines Fachmanns wird das iPhone mit dem „EinsparRadgeber“ zum Berechnungs- und Präsentationswerkzeug. Denn mit dieser App lässt sich ermitteln, um wie viel Euro pro Monat und Jahr die Energie­kosten eines Hausbesitzers sinken, wenn Dach, oberste Ge­schossdecke, Keller oder Fassade gedämmt werden.

Auf der Rockwool-Web-Site finden sich bereits einige interaktive Planungswerkzeuge zur energetischen Sanierung. Mit ihnen können sich Hausbesitzer selbst - oder geführt vom Baufachberater - recht leicht einen Überblick über die Möglichkeiten einer effi­zienten Gebäudedämmung verschaffen. Die neue App ermöglicht es nun zusätzlich, durch Eingabe weniger Rahmendaten individuell zu errechnen, welche Einsparungen im Einzelfall möglich sind. „Für Hausbesitzer macht das die Empfehlungen des Fachman­nes ungeheuer transparent und interessant“, ist Projektleiterin Verena Pieper über­zeugt. Mit welchen Dämmstoffdicken welche Einsparungen und eventuell eine Förde­rung durch die KfW-Bank zu erzielen sind, errechnet die App auf der Grundlage weni­ger Kennzahlen.

Die Auswirkungen der gewählten Dämmmaßnahmen auf die Energiekosten werden da­raufhin in Euro pro Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr ermittelt und angezeigt. Zusätz­lich gibt die App den U-Wert der gedämmten Konstruktion an. Wird dieser Wert in grün dargestellt, so erfüllt die Kon­struktion die Anforderungen gemäß EnEV. Wird er in blau an­gezeigt, so kann für die geprüfte Dämmstofflösung eine KfW-Förderung beantragt werden.

Auf Wunsch erzeugt der „EinsparRadgeber“ eine Übersicht der eingegebenen Parame­ter und der Einspareffekte. Dieses anschauliche Dokument kann per E-Mail versandt werden. Ein Link führt auf Wunsch zu den entsprechenden Produktinformationen auf der Rockwool-Web-Site.

QR-CodeErhältlich ist die App für iPhone im App Store von Apple - auch via passendem QR-Code rechts. (Damit können Sie die App mit Hilfe eines QR-Code-Scanners - wie Qrafter oder i-nigma - auch dann schnell auf Ihrem iPhone/iPad installieren, wenn Ihr mobiles Gerät nicht an konkret diesem Computer angemeldet ist!) Eine Version für iPads soll in einigen Wochen folgen.


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Energieeffizient sanieren

KfW verbessert Programm „Energieeffizient Sanieren“

Bauletter vom 20.1.2013
Der Bund stellt über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Verbes­serung der bestehenden Zuschussförderung via KfW ab so­fort und bis 2020 jährlich zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 300 Mio. Euro zur Verfügung. Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer erklärt dazu: „Hausbesitzern, die ihren Wohnraum oder ihre Eigentumswohnung energetisch sanieren möchten, bieten wir durch die neuen KfW-Zuschüsse eine starke finanzielle Unterstüt­zung. Bis einschließlich 2014 stellen wir hierfür 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bereit. Ab heute stehen zusätzlich über acht Jahre weitere 300 Millionen Euro jährlich zur Verfü­gung.“

"40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich auch davon ab, inwieweit dort Einsparpo­tenziale gehoben werden können. Mit der Verbesserung unserer Programme wollen wir gezielt privaten Hausbesitzern die Entscheidung für die Sanierung der 'eigenen vier Wände' erleichtern: Sie können künftig mit bis zu 18.750 Euro einen deutlich höheren Investitionszuschuss von der KfW erhalten. Mit den Programmverbesserungen leisten wir einen weiteren Beitrag für das Gelingen der Energiewende", verspricht Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.


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Schornsteinfeger - Register

bauletter vom 13.1.2013
Das Kehrmonopol des Bezirksschornsteinfegers ist zum 1.Januar 2013 ausgelaufen. Hauseigentümer haben jetzt die Möglichkeit, einen Schornsteinfeger ihrer Wahl zu beauftragen. Um den Eigentümern die Feststellung zu erleichtern, wer die Voraussetzungen zur selbständigen Ausnutzung von Schornsteinfegerarbeiten erfüllt, führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Schornsteinfegerregister.

Das Register wird elektronisch geführt. Die Eintragung in das Register erfolgt ausschließlich durch die Handwerkskammern, bei denen der Inhaber des Betriebs mit dem Schornsteinfegerhandwerk in die Handwerksrolle eingetragen ist, oder durch Behörden, bei denen die Erbringung der Dienstleistungen angezeigt wurde.

Das BAFA stellt hierfür lediglich die entsprechende Plattform sowie das Internetportal zur Verfügung, auf dem die Registrierung durch die zuständigen Stellen erfolgt.


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Neue Regeln für Photovoltaik

Tip BAULETTER  vom 21.12.2012
Der Jahreswechsel bringt für viele Hausbesitzer mit Solarstrom-Anlagen und alle Solarinteressierte, die über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage nach­denken, eine Neuerung: Ab dem 1. Januar 2013 müssen in Deutschland Photovoltaik-Anlagen am gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisemanagement teilnehmen oder sich auf eine Begrenzung auf 70 Prozent der Anlagenleistung einlassen. Die Regelung gilt für alle neuen Photovoltaik-Anlagen und auch für die rund 150.000 Solarstrom-Erzeu­ger, die im Jahr 2012 eine kleine Photovoltaik-Anlage (z.B. auf dem Hausdach) instal­liert haben. Für letztere endet zum Jahreswechsel die Übergangsfrist.

„Die Entscheidung hängt von den Umständen im Einzelfall ab, zum Beispiel von den Anforderungen der Netzbetreiber“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Auch wenn die Entscheidung auf die Kappung der Anlage fällt, muss Solarstrom nicht zwangsläufig ungenutzt verpuffen. Körnig: „Es sind ausgereifte Lösungen wie intelligente Steuertechnik und Speicher­technologie auf dem Markt, mit denen sich der überschüssige Solarstrom nutzen lässt und zugleich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.“ - siehe u.a. „Solarstromspei­cher“ im erneuerbare Energien-Magazin.

Was bedeutet die Gesetzeslage für Solarinteressierte und Anlagenbetreiber? Was muss bei der Entscheidung bedacht werden? Der BSW-Solar beantwortet die wichtigs­ten Fragen und gibt Tipps für die Umstellung und für die Neuanschaffung:

1. Zunächst ist zu klären, ob die Photovoltaik-Anlage von dem Gesetz betroffen ist. Für alle kleinen Photovoltaik-Anlagen (bis 30 Kilowatt), die bis Ende 2011 in Be­trieb gegangen sind, ändert sich nichts. Bei kleinen Photovoltaik-Anlagen aus dem Jahr 2012 endet jetzt die Schonzeit. Ab dem 1. Januar 2013 unterliegen auch sie der Regelung. Wird der Betreiber einer solchen Anlage nicht aktiv, setzt er die Vergütung des Solarstroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aufs Spiel. Neue Solarstrom-Systeme, die nach dem Jahreswechsel installiert werden, müssen diese gesetzlichen Vorgaben ebenfalls erfüllen.

2. Wer eine Photovoltaik-Anlage nach dem 1. Januar 2013 neu in Betrieb nehmen will, sollte schon bei der Anschaffung mit dem Fachbetrieb über die verschiedenen Mög­lichkeiten sprechen. Je nach Variante könnte die Wahl der einzelnen Komponenten des Solarsystems anders ausfallen. Zum Beispiel könnte ein Wechselrichter gewählt werden mit erhöhtem Leistungsspektrum oder ein Batteriespeicher angeschafft wer­den.

3. Die Entscheidung Einspeisemanagement oder Abregelung ist nicht endgültig. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass Besitzer der Photovoltaik-Anlage ihren Ent­schluss zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückgängig machen können. das könnte zum Beispiel sinnvoll sein, wenn Netzbetreiber auf den Einsatz von derzeit noch sehr teuren Fernabschaltgeräten bestehen. Sollten die Kosten für diese Geräte sinken, kann der Solarstromer später auf Einspeisemanagement umstellen.

4. Fällt die Entscheidung auf das Einspeisemanagement, muss eine Art Fernsteue­rung installiert werden, mit der der Netzbetreiber bei Bedarf die Stromeinspeisung der Photovoltaik-Anlage reduzieren kann. Der Installationsfachbetrieb weiß, welche tech­nischen Anforderungen der Netzbetreiber vor Ort stellt - die mehr als 900 Verteilnetz­betreiber haben zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen. Allein die Kosten für den so genannten Rundsteuerempfänger schwanken zwischen 0 und 600 Euro. Auf Ba­sis der jeweiligen Vorgaben kann der Installateur ein Angebot erstellen. Da die Anla­genleistung nur in wenigen seltenen Fällen durch den Netzbetreiber reduziert werden dürfte, werden sich bei dieser Variante die Einnahmeausfälle durch nicht eingespeisten Strom in Grenzen halten.

5. Für das Abregeln der Leistung auf 70 Prozent sollte sich entscheiden, wer eine Photovoltaik-Anlage betreibt, die bauartbedingt nicht die volle Leistung erbringen kann – etwa weil die Module auf der Ost- und Westseite des Daches angebracht sind oder weil die Anlage ungünstig verschattet wird. Wenn nicht die komplette Modulflä­che beschienen wird, kann eine solche Anlage nicht die volle Leistung erzielen. Daher kommt es in diesen Fällen bei der Wahl der 70-Prozent-Abregelung in der Regel nicht zu zusätzlichen Ertragsverlusten.

6. Die weit überwiegende Zahl der Photovoltaik-Anlagen ist heute mehr oder weniger direkt nach Süden ausgerichtet, so dass bei einer einfachen harten Kappung auf 70 Prozent der Anlagenleistung Ertragsverluste zu erwarten sind. Die Kappung erfolgt durch die Änderung der Software-Einstellung am Wechselrichter. Das ist ein preiswer­ter Eingriff, der jedoch bei nach Süden ausgerichteten Anlagen die höchsten Ertrags­verluste bringt. Beispiel: Die Photovoltaik-Anlage hat eine Nennleistung von 10 Kilo­watt. Der Wechselrichter regelt bei maximal 7 Kilowatt ab – selbst wenn die Photovol­taik-Anlage angesichts der Sonneneinstrahlung mehr Strom produzieren könnte. Wie groß die Verluste sind, hängt vom jeweiligen Standort ab. Netzbetreiber gehen über das Gesamtjahr von einer Ertragsminderung im unteren einstelligen Prozentbereich aus.

7. Die gesetzlichen Anforderungen können auch mit einer intelligenten Form der 70-Prozent-Abregelung eingehalten werden. Dabei wird Solarstrom selbst verbraucht, anstatt ihn ungenutzt verpuffen zu lassen. Das ist möglich, weil das Gesetz lediglich eine Reduzierung der Leistung am Netzanschlusspunkt vorsieht - nicht eine Reduzie­rung der Leistung am Modul oder Wechselrichter. Mittels moderner Steuertechnik kann der Stromverbrauch im Haus an die Solarstrom-Produktion angepasst werden: Wenn die Photovoltaik-Anlage mehr als 70 Prozent der Nennleistung erzeugt, wird zum Bei­spiel die Waschmaschine gestartet oder Strom in der Batterie gespeichert. Die Vor­teile: Der Eigenverbrauch wird erhöht, teurer Strombezug aus dem Netz zurückgefah­ren und zugleich Ertragsverluste vermieden - siehe auch Beitrag "Dezentrale Batterie­speicher als Lösung für die optimale Solarstromverwertung" vom 19.6.2012.

8. Egal, ob die Entscheidung auf das Einspeisemanagement oder die 70-Prozent-Abre­gelung fällt - es entstehen immer Kosten. Bei im Jahr 2013 neu installierten Photovol­taik-Anlagen sind dies Teile der Anschaffungskosten, die über die normale Abschrei­bung steuerlich geltend gemacht werden können. Bei im Jahr 2012 in Betrieb ge­nommenen Anlagen dürften die nachträglich entstandenen Kosten im Rahmen der übli­chen Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können -


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Tipps für den neuen Brennwertkessel

Tipp vom 09.12.12
Alter Heizkessel raus, moderner Brennwertkessel rein. Immer mehr Haus­eigentümer entscheiden sich für diesen Schritt, um Energie und Heizkosten zu sparen. 2011 haben laut dem Bundesverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) rund 420.000 Hauseigentümer einen Brennwertkessel gekauft. Das sind zwei Drittel der in Deutschland neu gekauften Wärmeerzeuger in Wohngebäuden. Brennwertgeräte holen mehr aus Energieträgern wie Gas oder Öl, weil sie auch die im Wasserdampf der Abga­se „versteckte Wärme“ (Kondensationswärme) nutzen. „Wer über hohe Energiepreise stöhnt, sollte seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der co2online gemeinnützige GmbH.

 

Besonders energiesparend ist die Kombination mit einer Solaranlage für das warme Wasser. Über die von co2online initiierte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ finden Hauseigentümer Tipps mit Informationen über Kosten, Installation und die Auswahl des passenden Brennwertkessels.
Eine Auswahl der wichtigsten Ratschläge finden Sie bei BAULETTER
Wärmecheck zum hydraulischen Abgleich

 


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Absetzbarkeit von Handwerker-Rechnungen

Wo endet der Steuerbonus?

Tipp vom 05.12.12 Eigentlich gilt für den Steuerbonus die Grundstücksgrenze. Doch eindeutig ist die Regelung nicht: Was für Kunden künftig gilt, muss nun der Bundesfinanzhof entscheiden.

Wo sind die Grenzen des Steuerbonus?

Den Steuerbonus können Steuerzahler nur geltend machen, wenn der Handwerker in ihrem Haushalt oder auf ihrem Grundstück tätig wird. Wie weit oder eng sich diese Regel auslegen lässt, zeigen zwei Gerichtsurteile:

Fall 1: Ein Tischler fertigt für einen Kunden Schlafzimmermöbel in seiner Werkstatt und baut sie beim Kunden ein. In der Rechnung teilt der Handwerker die Kosten auf, in Arbeitslohn und "Arbeiten vor Ort". Klare Sache für das Finanzamt: Nur die Kosten für den Einbau dürfen abgesetzt werden. Das sei ungerecht, meinte der Kunde. Manche Gewerke könnten Arbeiten nur beim Kunden durchführen und damit voll abgesetzt werden; die Arbeiten anderer Gewerke müssen hingegen teilweise in der Werkstatt erfolgen und sind nicht voll absetzbar. Das Finanzgericht München hielt sich trotzdem an den Gesetzeswortlaut: Den Steuerbonus gab es nur für den Einbau. (Urteil vom 24. Oktober 2011, 7 K 2544/09).

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Förderung Barrierefreies Umbauen

Zuschussvariante seit 1.10.14
>KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“

Bauletter vom 6.10.2014
Ab 1. Oktober 2014 können private Eigentümer und Mieter von Zuschüs­sen profitieren, die dem Abbau von Barrieren in Wohngebäuden dienen und zugleich die Einbruchsicherheit erhöhen. Hierfür stellt der Bund insgesamt 54 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Damit wird das seit 5 Jahren etablierte Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt. Kombiniert werden kön­nen die Zuschüsse mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung.

Der Programmstart fiel auf den „Internationalen Tag der älteren Menschen“, den die Vereinten Nationen im Jahr 1991 ausgerufen haben, um die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betonte am 30.9.: "Bei der Sanierung von Wohngebäuden können Bauherren durch die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen nun drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kosten sparen, weil sie die Immobilie nur einmal anfassen müssen.“ Sie könnten ...

  • die energetische Sanierung
  • mit dem Abbau von Schwellen in der Wohnung verbinden und
  • zugleich etwas für die Sicherheit, gegen Einbrüche tun.

Mit dem Programm lassen sich beispielsweise bodengleiche, moderne Duschen, großzü­gig geschnittene Räume oder auch schwellenlose und einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren fördern.

  • Antragsberechtigt sind private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie Mieter.
  • Finanziert werden bis zu 8% der förderfähigen Investitionskosten für die Durch­führung einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung, maxi­mal jedoch 4.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Für den Förderstandard "Altersgerechtes Haus" können Zuschüsse in Höhe von 10% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 EUR pro Wohneinheit, beantragt werden.

Wichtig: Der Zuschuss muss vor Beginn der Arbeiten direkt bei der KfW beantragt werden. Sobald eine Zusage vorliegt, kann dann mit der Modernisierung begonnen werden. Und noch einmal zu Erinnerung: Die Förderung kann mit den KfW Program­men „Energieeffizient Sanieren“ kombiniert werden - siehe u.a. Baulinks-Beitrag „KfW verbessert Programm ,Energieeffizient Sanieren'“ vom 20.1.2013.

Übrigens: Der Verband Wohneigentum e.V. erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass bereits 2012 ein entsprechender Zuschuss nur ein Jahr nach seiner Einführung aus dem Bundeshaushalt wieder gestrichen wurde. Dies löste bei Kennern der Immo­bilienbranche „blankes Unverständnis“ aus: „Das ging vollkommen an der Haupt-Ziel­gruppe, den älteren Menschen, vorbei“, kritisiert aktuell Hans Rauch, Präsident des Verbandes Wohneigentum. Eine aktuell unter den Mitgliedern des Verbandes durch­geführte Studie bestätige zudem, dass ein viel zu geringer Personenkreis die bislang verfügbaren Förder-Kredite beantragt hätten. „Ältere Menschen können oder wollen mit ihrer Rente meist keinen Kredit mehr aufnehmen. Der KfW-Investitionszuschuss ist also die praktikabelste Fördervariante und der beste Anreiz, den Anteil an alters­gerechten Wohnungen zu steigern“, so Rauch weiter.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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EINBRUCHSCHUTZ __________ Türen-Wechsel jetzt !

Bemerkenswerter Einbruchschutz mit modernen Funktionstüren

Kampagne-Logo 'Türen wechseln jetzt!'  

Bauletter vom 09.7.2014

Einbrüche finden ganzjährig statt, treten aller­dings in den dunkleren Monaten November bis März und wäh­rend längerer Ferienzeiten verstärkt auf. Die Täter schlagen gerne tagsüber zwischen 12 und 20 Uhr zu, wenn sie die Be­wohner außer Haus vermuten und sie getarnt als Lieferant oder Besucher keinen Verdacht bei aufmerksamen Nachbarn erregen.

In puncto Sicherheit bieten Fenster und Türen die größten Schwachstellen. In 77 Prozent aller Fälle soll der Zugang durch das Aufhebeln der Wohnungstür an ihrer Öffnungssei­te gelingen. Wie eine Studie der Polizei NRW zeigt, helfen Si­cherheitstechniken aus Baumärkten oder entsprechende Vorrichtungen zum Nachrüs­ten einer Tür bei Einbrüchen nur bedingt. Ein geübter Täter benötigt lediglich wenige Sekunden, geringen Kraftaufwand und ein leicht zu verbergendes Hilfsmittel wie ei­nen Schraubenzieher – und schon hat er eine unzureichend gesicherte Wohnungsab­schlusstür überwunden.

Einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 bietet Paroli

Damit eine Tür vor Einbrechern schützen kann, braucht sie mehr als nur ein stabiles Schloss. Den besten technischen Schutz bieten moderne, einbruchssichere Türen nach der geltenden Sicherheitsnorm DIN EN 1627 ff für einbruchhemmende Baupro­dukte. Die einbruchhemmenden Eigenschaften dieser Türen haben die normierten Prüfungsverfahren „Widerstandsfähigkeit gegen statische Belastungen, dynamische Belastungen und manuelle Einbruchversuche“ bestanden und entsprechen dem ak­tuellen Stand der Technik. Bei diesen „Tür-Systemen“ ergibt sich ihre Widerstands­kraft aus ...

  • verstärkten Bändern und Blendrahmen,
  • einem stabilen trittsicheren Türblatt,
  • Zylindern mit Kernziehschutz,
  • mit Mauerankern eingeschraubten Schließblechen sowie
  • speziellen Füllungen.

Dabei sind Türblatt, Schloss, Zarge und Beschlag genau aufeinander abgestimmt und bieten so keine Schwachstellen.

Wird solch eine Tür von zertifizierten Monteuren normgerecht eingebaut, stellt sie ein echtes Hindernis für Einbrecher dar. Wenn sie es überhaupt schaffen, brauchen auch Profis deutlich länger, um eine Funktionstür zu öffnen. Daher gilt: Türen nach der Si­cherheitsnorm DIN EN 1627 ff schaffen deutlich mehr Sicherheit. Denn auch das zeigt die Polizeistudie aus NRW: Kann sich ein Einbrecher nicht innerhalb von zwei bis maxi­mal fünf Minuten Zutritt verschaffen, bricht er sein Vorhaben ab.

Sichere Türen auch für Innenräume, beispielsweise für das Schlafzimmer

Sollte ein Einbrecher dennoch in die Wohnung eingedrungen sein, gibt es auch im In­nern effektive Sicherheitsvorkehrungen. Gerade für das Schlafzimmer empfiehlt sich eine RAL geprüfte einbruchhemmende Innentür. Sie sorgt für eine ruhige Nacht und ein behagliches Sicherheitsgefühl. Türblätter mit der Gütesicherung RAL-RG 426 wer­den in Tests auf Verformungen, wie Verbiegung und Verwindung, harte sowie weiche Stöße getestet. Dabei kommen Stahlkugeln und 30 Kilogramm schwere Medizinbälle zum Einsatz. Je nach ihrem Verhalten werden die Türblatttypen in zwölf Klassen ein­gestuft. Zusätzliche Sicherheit bieten robuste Sicherheitsbänder und Sicherheits­schlösser mit Dreifachverriegelung.

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"Barrierefrei Bauen + Wohnen"



  

Bauletter vom 13.4.2014
In 30 Jahren werden in Deutschland fast 8 Millio­nen Menschen über 80 Jahre alt sein. Trotz eingeschränkter Fähigkeiten im Alter wollen die meisten möglichst lange selbst­bestimmt in ihrer Wohnung wohnen. „Barrierefrei bauen, heißt für jedes Alter bauen“, erklärt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des BSB. „Deshalb verdient es unsere besondere Aufmerksamkeit.“ Die Erkenntnis, dass eine barrierefreie Umwelt für 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich, für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist, gewinnt an ge­sellschaftlicher Akzeptanz. „Denn“, so Mauel, „es geht nicht nur darum, Barrieren zu beseitigen, sondern von vornherein nicht zuzulassen.“

Der BSB hat vor diesem Hintergrund sich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau­forschung e.V. in seinem neuen Ratgeber „Barrierefrei Bauen und Wohnen“ dieses Zu­kunftsthemas beispielhaft angenommen. In 14 Kapiteln erläutert der Ratgeber Anfor­derungen und Möglichkeiten barrierefreien Bauens und des altersgerechten Umbaus. Begriffe wie barrierearm, rollstuhlgerecht, alten- und behindertengerecht werden un­ter die Lupe genommen. Detailliert werden die einzelnen Wohnbereiche beleuchtet. Das beginnt bei der Erschließung des Wohnumfeldes, geht in die Wohn- und Schlaf­räume, die Küchen und Bäder. Balkonen, Loggien, Türen und Fenstern sind eigene Ka­pitel gewidmet.

Schritt für Schritt werden Umbaumöglichkeiten aufgezeigt. Auch zu Hilfsmitteln und Dienstleistungen in zukunftsorientierten Technologien gibt die Broschüre Hinweise.

Zur besseren Orientierung sind bereits in den Kapitelüberschriften Problemstellungen angerissen. Jeder Abschnitt wird zudem mit kurzem Rat auf einen Blick ergänzt. Kleine Checklisten zeigen, worauf es im jeweiligen Bereich ankommt. Grafiken und Fotos er­leichtern die Verständlichkeit.

Die Broschüre „Bauen und Wohnen ohne Barrieren“ kann gegen eine Schutzgebühr von 3,00 Euro brutto zzgl. Versandkosten per E-Mail an Bauherren-Schutzbund angefordert werden.

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Augenstress - APP


Bauletter vom 14.02.2014

Augenstress-App

 

 

Unsere Augen sind nicht gebaut für die immer stärker zuneh­mende Nutzung von digitalen Endgeräten. Untersuchungen zeigen: Mehr als zwei Drittel der Erwachsenen, die regelmäßig digitale Displays nutzen, sind von Beschwerden betroffen, die schlicht auf eine Sehbelastung zurückzuführen sind. Und eine Umfrage unter rund 800 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich im Alter zwischen 30 und 45 Jahren ergab, dass 61% über Augenermüdung, 38% über brennende Augen, knapp zwei Drittel über Nackenverspannungen und 31% über Kopfschmerzen klagen.

Um selbst testen zu können, ob die Augen unter digitalem Sehstress leiden, hat ZEISS die Augenstress-App entwickelt, die genau dies prüft. Sie ist sowohl für iOS-Geräte als auch für Google Endgeräte verfügbar.

Das Sehstress-Ergebnis wird anhand eines Nah-Fernsicht-Tests ermittelt, der errechnet, wie lange die Augen benötigen, um abwechselnd immer wieder einen Gegenstand in der Ferne und dann wieder das Display scharfzustellen. Denn genau das müssen unsere Augen täglich leisten - den ständig wechseln­den Blick auf verschiedene Sehbereiche und dann immer wieder das Scharfstellen auf das Endgerät. Ist das Sehstress-Ergebnis hoch, sollte ein Augenoptiker aufgesucht werden. Denn dieser kann jetzt ein Brillenglas anbieten, das genau für den Blick auf Smartphone, Tablet & Co. entwickelt wurde. Die App bietet neben dem Augenstress-Test noch weitere Features wie erklärende Animationen zum Thema Sehstress oder die eingebundene Augenoptikersuche.

Was ist digitaler Sehstress?

Die Augenlinse verliert an Elastizität und muss sich mehr anstrengen, um Dinge in der Nähe scharf zu stellen. Bereits im Alter zwischen 30 und 45 Jahren kann der konzentrierte Blick auf einen kleinen Bildschirm schon mal mühsam werden. Müdigkeit der Augen oder Kopfschmerz entstehen. Dazu kommt, dass die Schriften und Bilder auf den meisten Geräten klein sind, und die Geräte in einem geringeren Abstand gehalten werden als eine Zeitung oder ein Buch (30 im Gegensatz zu 40 Zentimetern).

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Checkliste zum Hauskauf

 

Checkliste für Bauherren /Erwerber von Ein- + Zweifamilienhäusern


Bauletter vom 17.2.2014
Die Planung und die Prüfung von Angeboten wäh­rend der Bauphase stellen Bauherren gerne vor große Heraus­forderungen und werfen immer wieder neue Fragen auf. Wie liest man die Angebote richtig? Welche Leistungen werden mit dem Auftrag abgegolten? Welche Arbeiten sind selbst zu er­bringen? Und was bedeuten eigentlich Passagen wie “bauseits vorzuhalten/beizubringen” oder “ab Oberkante Kellerdecke/Bo­denplatte” genau?

 

 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) hat dazu eine neue Checkliste als praktische Ori­entierungshilfe entwickelt, die Häuslebauern dabei helfen kann, beim “Projekt Eigenheim” nicht den Überblick zu verlie­ren.

 

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Gesund Renovieren // Broschüre

 

 

Gesund und umweltfreundlich renovieren“

Bauletter vom 3.2.2014
Wer sich zu Hause frische Farbe, neue Tapeten oder andere Bodenbeläge gönnt, sollte dabei nicht nur auf den Farbton und das Muster achten. Denn aus manchen Produkten kann über lange Zeit eine große Menge Schadstoffe wie z.B. Lösemittel in die Raumluft ausdünsten und die Gesundheit der Bewohner belasten. Auch neue Einrichtungsgegenstände kön­nen stark riechen, allergische Reaktionen, Müdigkeit und Kopf­schmerzen hervorrufen. Das Umweltbundesamt rät daher, nur emissionsarme Produkte in Innenräumen zu verwenden, welche am schnellsten am Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu erkennen sind.

Die Broschüre „Gesund und umweltfreundlich renovieren“ gibt darüber hinaus hilfreiche Informationen zum Umgang mit Farben, Lacken, Lasuren und anderen Renovierungsprodukten sowie Tipps zur richtigen Produktauswahl, denn die angebotene Vielfalt ist nahezu unbegrenzt. Mit den Hinweisen in der Broschüre lassen sich mögliche Gesundheitsgefahren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzie­ren.

Die Broschüre ist kostenlos und lässt sich auf der Internetseite des Umweltbundesam­tes unter umweltbundesamt.de > Publikationen als Druckexemplar bestellen oder als PDF-Dokument downloaden (direkter PDF-Download).

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Broschüre Wohngesundheit

 „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“

Bauletter vom 1.1.2014
In der Broschüre „Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ erklärt der Verband der Deutschen Holzwerk­stoffindustrie (VHI), wie sich Holzprodukte auf die Innenraum­luft, das Wohnklima und das individuelle Wohlbefinden auswir­ken. Unter der wissenschaftlichen Mitarbeit von Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich (Hochschule Rottenburg), spiegelt die Broschüre auf 20 illustrierten Seiten in neun Kapiteln den aktuellen Wissensstand in leicht verständlicher Darstellung wider.

In den ersten Kapiteln erfährt der Leser viel Wissenswertes über nachhaltiges Bauen und angenehmes Wohnen mit Holz­produkten. Die unterschiedlichen Aspekte des Bewohnens von Holzhäusern und des täglichen Lebens in mit Holz gestalteten Innenräumen werden genauer dargestellt. Weiterhin geht es in jeweils eigenen Kapiteln um ...

  • die Raumluftqualität,
  • Luftemissionen und
  • den sorgsamen Umgang mit natürlichen und chemischen Schadstoffquellen.

„Wohngesundheit. Bauen und Leben mit Holz“ informiert den Leser auch darüber, wa­rum Holz in den vergangenen Jahrzehnten an Beliebtheit gewonnen hat. Neben Um­welt- und Klimaschutz-Vorteilen wirft Holz seinen „ausgleichenden Charakter“ in die Waagschale.

Im Anhang enthält die Broschüre Tipps und Empfehlungen zu gesundheitsförderndem Verhalten sowie eine Linkliste zu den Webpräsenzen von Fachinstitutionen.

Die Broschüre können Interessierte unter vhi.de > VHI - der Verband > Downloads unentgeltlich downloaden (direkter PDF-Download).

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Hausverkauf gegen Leibrente

Mit Hausverkauf und Leibrente den Ruhestand absichern

Bauletter vom 18.11.2013
Der Kauf von Immobilien ist in Deutschland eine beliebte Form der privaten Altersvorsorge. Läuft alles nach Plan, ist das Eigentum im Ruhestand schuldenfrei und trägt zur Entlastung des Haushaltsbudgets bei. Immobilien können aber auch altersbedingt oder aus finanziellen Gründen für Rentner zur Last werden. Es ist jedoch möglich, aus dem Eigenheim bis zum Lebensende ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen, ohne es weiter besitzen und unterhalten zu müssen. Dies zeigt die Wüstenrot Immobilien GmbH am Beispiel der Leibrente auf.

Der Begriff „Leibrente“ umschreibt den Verkauf einer Immobilie auf Rentenbasis. Dabei verpflichtet sich der Käufer, dem Ver­käufer eine fest vereinbarte Rente zu zahlen. Die Laufzeit ist variabel gestaltbar, da hierfür keine Vorschriften existieren. In der Praxis hat sich die Zahlung einer Leibrente bis zum Lebens­ende durchgesetzt.

„Die demografische Entwicklung, die Singularisierung der Bevölkerung sowie ein Mo­dernisierungsstau bei älteren Immobilien und das sinkende Rentenniveau führen dazu, dass es den Menschen immer schwerer fällt, ihre Immobilie zu bewirtschaften und in sie zu investieren“, gibt Günter Schönfeld, Geschäftsführer der Wüstenrot Immobilien GmbH zu bedenken. Der Hausverkauf auf Leibrentenbasis ist in solchen Fällen beson­ders lohnend, da durch die laufenden monatlichen Einnahmen der Ruhestand zusätzlich abgesichert werden kann.

Die Höhe der Leibrente wird durch den Immobilienwert, die Laufzeit und einen Zins be­stimmt. Diese Bewertung des Eigentums kann beispielsweise durch Immobilienmakler­gesellschaften und Gutachter erfolgen. Auch das Alter und das Geschlecht des Ren­tenberechtigten spielen bei der Berechnung eine Rolle. Hierbei wird der statistische Mittelwert zugrunde gelegt, der auf den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes basiert. Verschiedene Leibrenten-Rechner im Internet vermitteln einen ersten Ein­druck, mit welchen Rentensummen gerechnet werden kann. Spezielle Vereinbarungen können sich jedoch auf die tatsächliche Rentensumme auswirken.

„Einfluss auf die Rentenhöhe haben zum Beispiel einmalige Abschlagszahlungen seitens des Käufers oder die Einigung auf eine Rentengarantiezeit. Auch die Einräumung eines lebenslangen oder zeitlich begrenzten Wohnrechts für den Verkäufer mindert die Leib­rente, da der Eigentumswert entsprechend sinkt“, erklärt Schönfeld.

Vor- und Nachteile eines Verkaufs auf Leibrentenbasis

Wenn das Eigenheim zur Last wird, denken viele Immobilienbesitzer zuerst an den klassischen Verkauf der Immobilie, um die Kaufsumme gewinnbringend anlegen zu kön­nen und damit ihre Rente aufzustocken. Zusätzlich sichern sie sich durch die Eintra­gung eines lebenslangen Wohnrechts im Grundbuch die Möglichkeit, bis zum Lebense­nde als Mieter in der Immobilie bleiben zu können. Doch dieses Geschäft ist nur auf den ersten Blick vielversprechend: Durch die aktuell niedrigen Zinsen kann die Miete nicht durch den Zinsertrag der angelegten Verkaufssumme gedeckt werden und die Menschen müssen ihre Rente oder ihre Ersparnisse anzapfen, um die Kosten zu de­cken. Durch die Inflation wird der Wert der angelegten Kaufsumme noch zusätzlich geschmälert. Somit hat dieses Geschäft durch die niedrigen Hypothekenzinsen und den Mietertrag meist nur für den Käufer Vorteile, der mit der Miete sogar einen Teil der Tilgung leisten kann. Aus diesem Grund ist diese Art der Immobilienveräußerung zur Absicherung im Alter im Einzelfall genau zu prüfen.

Bei einem Hausverkauf gegen eine Leibrente im Alter erhält der Verkäufer hingegen re­gelmäßige Einnahmen. Für ihn rechnet sich dieses Rentenmodell vor allem in der lang anhaltenden Niedrigzinsphase, da der Ertrag aus der Leibrente höher ausfällt als die Anlage des Erlöses aus dem Hausverkauf. Zudem wird der Ertragsanteil bei Leibrenten niedriger besteuert als bei Geldanlagen, wodurch sich eine Steuerersparnis ergibt. Eine Wertsicherungsklausel im Vertrag sorgt zudem dafür, dass die Leibrente entsprechend der Geldentwertung jährlich aufgestockt wird.

Für Käufer ist diese Form der Immobilienfinanzierung interessant, da sie keinen Bank­kredit aufnehmen müssen und den Kaufpreis mit monatlichen Rentenzahlungen abstot­tern können. Wird der Verkäufer jedoch älter als angenommen, so entsteht für den Käufer ein Nachteil. In diesem Fall zahlt er mehr für eine Immobilie, als wenn er den Kaufpreis auf einmal entrichtet hätte. Umgekehrt kann er finanziell davon profitieren, wenn der Verkäufer früher als angenommen verstirbt.

Vereinbarungen schriftlich festhalten

Die Leibrente wird in einem notariell beglaubigten Vertrag vereinbart, der alle Rechten und Pflichten der Vertragspartner enthält. Zudem sollte sie im Grundbuch in Form einer Reallast zugunsten des Verkäufers an erster Stelle abgesichert werden. Vor einem Ge­schäft auf Leibrentenbasis ist zu empfehlen, einen Notar und Steuerberater zu Rate zu ziehen, die individuell auf Rechts- und Steuerfragen eingehen können.

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Fliesen ohne Meister ??

Hohe Schäden, schlechter Ruf:
„Ohne Korrektur der Meisterpflicht stirbt das Fliesenlegerhandwerk“


  

Bauletter vom 5.11.2013
Die Abschaffung der Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk war eine Fehlentscheidung zulasten dieser Branche und der Verbraucher. Dies ist die Bi­lanz des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach bald zehn Jahren Erfahrung mit der Novelle der Hand­werksordnung (HwO). Die Qualität in dem einstigen Vorzeige-Handwerk sei drastisch gesunken und die Ausbildungsleistung eingebrochen.

Zahl der Fliesenlegerbetriebe verfünffacht, Meister­prüfungen im Fliesenlegerhandwerk gefünftelt

Die Zahl der Fliesenlegerbetriebe hat sich seit In-Kraft-Treten der HwO-Novelle mehr als verfünffacht. Waren im Jahr 2004 in Deutschland etwa 12.000 Fliesenlegerbetriebe einge­tragen, waren es am 31. Dezember 2012 über 68.000; darun­ter 18.500 Betriebe, deren Inhaber aus den MOE-Staaten kom­men.

Vor In-Kraft-Treten der HwO-Novelle im Jahr 2004 lag die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen im Fliesenlegerhand­werk konstant bei etwa 550 pro Jahr, mittlerweile sind es nur noch knapp 100 Meisterprüfungen, mithin ein Rückgang um 80%.

Auch die Ausbildungsleistung hat um mehr als die Hälfte abgenommen. Wurden im Jahr 2002 deutschlandweit noch knapp 4.500 Fliesenleger ausgebildet, so waren es im Jahr 2012 nur noch etwas mehr als 2.000. Langfristig werden durch diese Entwicklung qualifizierte Mitarbeiter und Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung ver­mitteln können.

gnadenloser Unterbietungswettlauf

Ursache für diese dramatische Entwicklung ist der Wegfall der Meisterpflicht für Flie­senleger zum 1. Januar 2004 aufgrund der HWO-Novelle - siehe zur Erinnerung Bau­links-Beitrag „Bundesregierung will das Handwerk zukunftsfest und europasicher ma­chen“ vom 29.5.2003. Jeder der möchte, kann sich ohne Nachweis einer Qualifikation als Fliesenleger selbstständig machen. Dies führte zu einem gnadenlosen Unterbie­tungswettlauf. Selbst florierende Unternehmen sahen sich gezwungen, langjährige Mitarbeiter zu entlassen. Diesen blieb nur der Weg sich - meist als Ein-Mann-Betrieb - selbstständig zu machen, nicht selten als Scheinselbstständige. Als solche haben sie keinen Anspruch auf den Tariflohn. Die Konkurrenz mit wenig oder gar nicht qualifizier­ten Anbietern drückte ihr Einkommen stetig weiter nach unten. Kaum einer der mitt­lerweile zu Einzelunternehmern geschrumpften Betriebe bildet noch aus. Ohnehin ist die Branche unter den bestehenden Bedingungen für den Nachwuchs wenig attraktiv. Das Image hat zusätzlich gelitten, weil ohne Fachkräfte die Qualität der Arbeit in Ver­ruf geraten ist. Kunden müssen mit gravierenden Mängeln rechnen, die Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro nach sich ziehen.

Ein einst stolzer Handwerkszweig bald Geschichte?

„Der Wegfall der Meisterpflicht für Fliesenleger hat in eine Sackgasse geführt“, stell­te der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers fest. „Wird dem nicht schnellstens entgegengesteuert, wird es in wenigen Jahren so gut wie keine Qualitätsbetriebe in dieser Branche mehr geben. Das Know-how ist dann ein für alle­mal weg und ein einst stolzer Handwerkszweig damit Geschichte. Verbraucher, die dann verlässliche Qualität für ihre Immobilie wollen, werden lange suchen und dabei viel Glück haben müssen, bis sie einen qualifizierten Fachmann finden.

„Die Vielzahl der Einmann-Betriebe bereitet uns große Sorgen. Denn sie bilden das Einfallstor für Illegalität am Bau. Sie erhalten die Zulassung im Fliesenlegerhandwerk, treten aber als Kolonnen auf Baustellen auf und verrichten eine Vielzahl von Tätigkei­ten anderer Gewerke, was zu Schäden weit über das eigentliche Fliesenlegerhand­werk hinaus führt.“ Ergänzte Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

IG BAU und ZDB fordern von der neuen Bundesregierung eine Korrektur der HwO-Novelle.

Es müsse sichergestellt werden, dass Kunden für ihr Geld fachgerechte Leistungen er­halten und nicht erst über langwierige und oft aussichtlose Prozesse hohe Schadens­summen einklagen müssen. Ein auch zukünftiges Angebot an Fach- und Meisterleis­tungen wird es aber nur geben, wenn gut qualifizierte Kräfte sich nicht weiterhin in Konkurrenz zu ungelernten Dumpinganbietern gezwungen sehen. Der einfachste Weg dahin ist die Rückkehr zur Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhand­werk.

Eine solche Entscheidung würde nicht nur das Fliesenlegerhandwerk stärken, sondern wäre ein starkes Zeichen für die duale Berufsausbildung, um die Deutschland beneidet wird.

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Handwerker und Hausbesitzer vor Gericht


Bohren, sägen, hämmern:
Wenn Immobilienbesitzer und Handwerker vor Gericht ziehen

Bauletter vom 5.11.2013
Sie sind häufig unverzichtbar. Wenn an einer Immobilie etwas zu repa­rieren ist, das über die einfachsten Allerwelts-Arbeiten hinaus geht, dann müssen Handwerker gerufen werden. Das kann die Heizung, den Sanitärbereich, die Elektrik, den Fußbodenbelag oder die Küchenausstattung betreffen. Erst recht sind sie natür­lich bei der Errichtung eines Hauses gefragt. Hier fehlen den meisten Bauherren so­wohl der Sachverstand als auch die Zeit.

Leider ist das Verhältnis zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern nicht immer nur harmonisch. Regelmäßig wird über die Qualität der abgelieferten Arbeit und über die korrekte Abrechnung gestritten. Auch zwischen Mietern und Vermietern kann es deswegen zu Ärger kommen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat einige Fälle zusammengetragen, die von deutschen Gerichten entschieden werden mussten.

Fotos vom Meisterwerk zu Werbezwecken

Was ist eigentlich davon zu halten, wenn ein Handwerker so stolz auf seine Arbeit ist, dass er sie fotografiert und die da­bei entstandenen Aufnahmen für Werbezwecke verwendet? Ein Sanitärbetrieb hatte das getan und die Bilder online ge­stellt. Der Kunde wollte ihm das gerichtlich verbieten lassen. Doch das Amtsgericht Donaueschingen (Aktenzeichen 11 C 81/10) sah das nicht ganz so streng. Wenn man aus den Fo­tos weder auf den Namen noch auf die Adresse des Betroffe­nen schließen könne, so hieß es im Urteil, dann würden auch dessen Persönlichkeitsrechte nicht verletzt.

Kaufpreiserstattung bereits vor'm Einbau?

Manche Firmen hätten gerne bereits den kompletten Kaufpreis für die Geräte erstat­tet, bevor sie auch nur mit den Einbau-Arbeiten begonnen haben. Doch in dieser Hin­sicht ist die Rechtsprechung verbraucherfreundlich. So entschied der Bundesgerichts­hof (Aktenzeichen VII ZR 162/12), dass die Vertragsklausel eines Küchenbauers ("Der Kaufpreis ist spätestens bei Anlieferung der Kaufgegenstände ohne Abzug zu bezah­len.") unwirksam sei. Hier war es um eine Küche im Wert von knapp 24.000 Euro ge­gangen. Der BGH bemängelte an der Klausel, dass dem Kunden jedes Druckmittel feh­le, wenn er bereits bezahlt habe und der Einbau mangelhaft ausfalle.

Reklamation mit konkreter Fristsetzung

Wenn die Leistung nicht stimmt, dann mahnt der Kunde in der Regel beim Handwerker eine Nachbesserung an. Das ist sein gutes Recht. Allerdings sollte man sich bei einer solchen Reklamation nicht auf rechtliches Glatteis begeben. Das stellte das Oberlan­desgericht Stuttgart (Aktenzeichen 10 U 9/09) fest, als ein Bauherr Mängel an einem Flachdach monierte. Er forderte den Handwerker auf, innerhalb einer bestimmten Frist seine Bereitschaft zur Mängelbeseitigung zu erklären. Die Richter des Zivilsenats wie­sen darauf hin, das sei zu unklar gewesen. Der Bauherr hätte statt dessen dem Hand­werker eine konkrete Frist setzen müssen, innerhalb derer er mit den Arbeiten begin­nen soll.

Steuerermäßigung bei Handwerkerleistungen

Der Staat gewährt seit einigen Jahren bei Handwerkerleistungen eine Steuerermäßi­gung. In der Vergangenheit war allerdings die Frage nicht ganz geklärt, ob das nur auf Leistungen zutrifft, die innerhalb des eigenen Areals des Steuerzahlers erbracht werden, oder ob der Radius auch größer zu fassen ist. Hier ging es um den Anschluss eines Grundstücks an die Trinkwasserversorgung. Teile der Arbeiten fanden naturge­mäß auf öffentlichem Grund statt. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Aktenzei­chen 7 K 7310/10) bewertete das Ganze jedoch als nicht trennbare einheitliche Leis­tung  und ließ den Bürger seine Ausgaben für die Handwerker innerhalb der geltenden Höchstgrenzen steuerlich geltend machen.

Mit einer anderen steuerlichen Variante der Handwerkerleistungen hatte es ein Ehe­paar zu tun. Beide Partner bewohnten Einfamilienhäuser an verschiedenen Orten und ließen daran Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen vornehmen. Insgesamt wollten sie eine Steuerermäßigung von rund 1.050 Euro geltend machen. Der Fiskus erkannte jedoch nur den Höchstbetrag von 600 Euro an. Das sei auch kor­rekt so, entschied in letzter Instanz der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VI R 60/09). Zusammen veranlagten Ehepartnern werde die Steuerermäßigung nur einmal bis zum Maximalbetrag gewährt - auch dann, wenn sie zwei Objekte vorweisen können.

Do-It-Yourself-Schönheitsreparatur rechtens

Manche Menschen bringen, obwohl sie niemals ein Handwerk erlernt haben, erstaun­liche Fähigkeiten in dieser Richtung mit. Sie würden auch so manche Schönheitsrepa­ratur, zu der sie verpflichtet sind, gerne selbst leisten. Und das darf ihnen, wenn sie Mieter sind, der Eigentümer eines Objekts auch nicht so ohne weiteres verwehren. Eine Vertragsklausel, wonach alle Arbeiten an Fachbetriebe zu vergeben seien, hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 294/09) als unwirksam bezeichnet. Weil ihnen das Recht beschnitten war, selbst tätig zu werden, mussten sie nun am Ende gar nichts machen (lassen).

 


 

Keine eigenmächtige Beauftragung durch Mieter

Wenn der Mieter der Meinung ist, der Einsatz eines Handwerkers in dem Objekt sei nötig, dann sollte er tunlichst nicht eigenmächtig den Auftrag erteilen, sondern Rück­sprache mit dem Eigentümer halten. Nur bei dringlichen Notfalleinsätzen ist das an­ders. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Aktenzeichen 6 C 184/11) war sogar der Mei­nung, selbst bei einem Heizungsausfall im Winter hätte die Zeit noch reichen müssen, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen bzw. diesem eine Frist zur Erledigung der Reparaturen zu setzen.

Keine Leistungsfreiheit für Leitungswasser-Versicherer

Ein Leitungswasser-Versicherer kann sich in der Regel nicht auf Leistungsfreiheit be­rufen, wenn im Zusammenhang mit Arbeiten nach einem Rohrbruch größere Schäden entstehen. Im konkreten Fall hatte ein Handwerker vor dem Ausführen der Reparatu­ren in einem Ladenlokal weder Mobiliar noch sonstiges Inventar abgedeckt und so er­heblichen Schaden bewirkt. Der für den Gebäudeinhalt zuständige Versicherer sah sich nicht in der Pflicht. Doch das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 64/10) stellte fest, der Versicherer müsse leisten, denn der Schaden sei „adäquat kausal auf das ausgetretene Wasser aus dem Heizungsrohr zurückzuführen“.

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Schätzung Eigenverbrauch PV-Anlage

Solarkonfigurator für selbst erzeugten und genutzten Strom


  

Bauletter vom 26.9.2013
Solarwatt hat einen „Solarkonfigurator“ online gestellt. Unter solarwatt.de/de/solarkonfigurator können Ver­braucher ausrechnen, wie sich die Nutzung von selbst erzeug­tem Strom auf Dauer lohnen könnte.

Egal ob privater Haushalt oder Gewerbetreibender - der Solar­konfigurator will aufzeigen, wieviel Stromkosten durch selbst erzeugte Solarenergie eingespart werden können. In Kombi­nation mit einem Speicher sind Solardächer in Deutschland in der Lage, bis zu 80% des eigenen Strombedarfs zu decken. „Das spart auf Dauer er­hebliche Kosten und gibt Sicherheit, denn der Preis für den selbsterzeugten Strom ist für die nächsten 30 Jahre fixiert“, so Detlef Neuhaus, CEO des Unternehmens.

Nutzer des Konfigurators erhalten schon mit den ersten Eingaben eine Abschätzung zum eigenen Einsparpotenzial. Je ausführlicher dann die Fragen im Rechner beantwor­tet werden, desto detaillierter wird die Auswertung. Zusätzlich hilft der Rechner Ver­brauchern, zahlreiche Funktionen smarter Solartechnik zu verstehen.

So wird das Einsparungspotenzial berechnet: Zunächst muss der Nutzer nur An­gaben zu seinem Wohnstandort und der Größe seiner vorhandenen Dachfläche ma­chen. Daraus ermittelt der Konfigurator eine auf den persönlichen Eigenverbrauch ab­gestimmte Solaranlage inklusive Speicher und kalkuliert das mögliche Einsparpotential. Wer mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz möchte, kann die Größe der So­laranlage oder des Speichers verändern und somit seinen Grad der Eigenstromversor­gung festlegen.

Aus den verschiedenen Informationen erstellt der Konfigurator eine Rechnung, die das persönliche Einsparpotenzial für die nächsten 30 Jahre unter Berücksichtigung der In­vestitionskosten berechnet. Grundlage hierfür ist die vom Hersteller Solarwatt gege­bene dreißigjährige Garantie auf die neue Generation extrem haltbarer Glas/Glas-Solar­module.

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Besitzindex 2013

Haus/Wohnung sind lt. "Besitzindex" wichtigster Besitz

Die eigenen vier Wände sind der wichtigste Besitz der Bundesbürger: Das ergibt der Besitzindex 2013 der Generali Versicherungen. Basis hierfür ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes forsa unter 1.002 Bundesbürgern. 70% der Befragten nannten Haus bzw. Wohnung (egal ob Eigentum oder Miete) als ihren wichtigsten persönlichen Besitz. Damit liegen die eigenen vier Wände erneut auf Platz 1, den sie auch bei der ersten Umfrage im Jahr 2012 innehatten und gewinnen noch zehn Prozentpunkte hinzu.

"Wir leben in einer Zeit, die von Veränderungen geprägt ist. Eine feste Einrichtung, wie es etwa die eigenen vier Wände sind, steht für Stabilität und schafft ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit", erläutert Hermann Haas, Bereichsleiter Sach/Unfall/Haftpflicht Privatkunden der Generali Versicherungen. Insbesondere in kleineren Orten sind Haus bzw. Wohnung von hoher Bedeutung. So gaben in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern 73% der Befragten diese als ihren wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit über 20.000 Einwohnern waren es 68%.

Auto/Motor- oder Fahrrad zweitwichtigste Kategorie vor Inneneinrichtung/Möbel

Auf Platz 2 liegt wie schon bei der Umfrage 2012 Auto/Motor- oder Fahrrad (48%, -1 Prozentpunkt). Auch hier zeigt sich eine Tendenz, nämlich die, dass in kleineren Ortschaften die Bedeutung des fahrbaren Untersatzes höher ist. In Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern gaben 53% der Befragten Auto/Motor- oder Fahrrad als wichtigsten persönlichen Besitz an. In Orten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es 45% (Mehrfachnennungen waren offensichtlich möglich!).

Auf dem dritten Platz landen mit 36 Prozent Inneneinrichtung/Möbel (keine Veränderung). Dahinter folgen Elektro-/ Unterhaltungsgeräte (29%, +1 Prozentpunkt), Kleidung (28%, +5 Prozentpunkte), Hobby-/Sportgeräte (20%, +4 Prozentpunkte) sowie Haushaltsgeräte (12%, +1 Prozentpunkt).

Kauf des Eigentums: Qualität kommt vor Preis

Beim Erwerb des persönlichen Besitzes legen die Bundesbürger mehrheitlich Wert auf die Beschaffenheit. Drei Viertel der Befragten erklärten, dass Qualität für sie der wichtigste Aspekt ist. Auf dem zweiten Platz folgt der Preis mit 55%. Rund ein Drittel (38%) legt Wert auf Umweltverträglichkeit. Ein persönlicher Ansprechpartner für Beratung/Fragen ist für 29 Prozent wichtig, eine Empfehlung durch Freunde, Bekannte oder Verwandte für 26 Prozent und ein Angebot, das speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, für 19 Prozent. Weniger wichtig ist dagegen die Möglichkeit des Online-Erwerbs bzw. die Marke/Markenname. Lediglich elf bzw. acht Prozent gaben dieses an.

Größte Bedrohung geht von Einbruch oder Diebstahl aus

Als stärkste Bedrohung für ihren persönlichen Besitz sehen die Befragten Einbruch oder Diebstahl. Für rund die Hälfte der Bevölkerung (46%) stellt dies das größte Risiko für eine Schädigung bzw. einen Verlust des persönlichen Besitzes dar. Etwa ein Drittel fürchten Unfälle, z.B. mit dem PKW oder im Haushalt (37%), Wohnungs- oder Hausbrand (32%) sowie Unwetter wie Sturm, Hagel, Überschwemmungen etc. (31%). Dahinter folgt Vandalismus (26%). Interne Faktoren wie eigene Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt gaben ein Viertel der Befragten an (25%). Gedankenlosigkeit und mangelnde Sorgfalt anderer befürchten 23 Prozent.



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Gutschein für Energieberatung

Gutschein-Aktion der BAFA für Vor-Ort-Energieberatung

Bauletter 3.9.2013
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt ab heute (3. September) für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 1000 Gut­scheine in Höhe von je 250 Euro für Energieberatungen in Wohngebäuden vor Ort zur Verfügung. Der Gutschein richtet sich an die Empfänger einer Energieberatung, d.h. vorrangig an Eigentümer von Wohngebäuden.

Mit dem Gutschein ist eine Befragungsaktion verbunden, die zur weiteren Optimierung des Förderprogramms durchgeführt wird.

Über die Energieeffizienz-Expertenliste unter energie-effizienz-experten.de können qualifizierte Energieberater in der näheren Umgebung gefunden werden. Nach der Be­auftragung des Energieberaters muss dieser spätestens bis zum 31.12.2013 den Zu­schuss für die Vor-Ort-Beratung beim BAFA beantragen. Beim Beratungstermin hän­digt der Beratungsempfänger dem Energieberater den Gutschein aus. Der Gutschein­betrag von 250 Euro wird auf das Konto des Beratungsempfängers überwiesen, so­bald der Energieberater nach der Vor-Ort-Beratung die Unterlagen über den Verwen­dungsnachweis (Beratungsbericht, Rechnung, Verwendungsnachweiserklärung) und den Gutschein beim BAFA eingereicht hat.

Der Gutschein mindert somit für den Beratungsempfänger die Kosten der Energiebera­tung und gilt zusätzlich zu der Förderung, die das BAFA nach der Richtlinie für die För­derung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort direkt an qualifizierte Energie­berater auszahlt.

Das Förderprogramm Vor-Ort-Beratung zielt darauf ab, bislang noch nicht genutzte Energieeffizienzpotentiale zu heben. Dies gilt insbesondere für den Altbestand von Wohngebäuden.

Der Gutschein kann von Eigentümer von Wohngebäuden über bafa.de > Energie > Energiesparberatung > Gutschein-Aktion elektronisch abgerufen werden.

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Wasser-Schnell-Test

wasserschnelltest.de:
Neuer Service für Verbraucher


  

Bauletter vom 3.9.2013
Das ifp Institut für Produktqualität hat für Verbrau­cher eine Möglichkeit geschaffen, die Wasserqualität in Haus und Garten zu überprüfen. Über wasserschnelltest.de können Privathaushalte kostengünstig die Untersuchung ihrer Wasser­proben durch ein akkreditiertes Trinkwasserlabor beauftragen.

Zwar gewährleistet die öffentliche Wasserversorgung bis zur Einspeisung in den Hausanschluss die Einhaltung der gesetzli­chen Vorgaben. Von dort bis zum Austritt aus dem Wasser­hahn kann es jedoch zu erheblichen Qualitätsschwankungen kommen, unter anderem durch technisch-hygienische Mängel in der Trinkwasser-Hausinstallation.

Wasserschnelltest.de gibt dem Verbraucher ein Probenahme-Set sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die selbstän­dige Entnahme einer Wasserprobe an die Hand. Diese wird dann im beigelegten Rück­umschlag in den Briefkasten geworfen und dann im Labor des Instituts untersucht. Das Analyseergebnis soll in der Regel drei bis fünf Tage später vorliegen - lediglich die offizielle Untersuchungsmethode für Legionellen dauere zehn Tage.

Doch nicht nur in Bad und Küche macht eine Wasseranalyse Sinn: Während der Gar­tensaison verschiebt sich auch die Nutzung von Wasser im Alltag zunehmend nach draußen. „Nach einem langen Winter haben wir ein steigendes Interesse an der Unter­suchung von Brunnenwasser registriert. Wer solches als Trinkwasser für Mensch und Tier oder zum Bewässern von Gemüsebeeten nutzen will, stellt sich zu Recht die Fra­ge, ob es auch gesundheitlich unbedenklich ist. Das Grundwasser kann nämlich mitun­ter durch Landwirtschaft oder Bauarbeiten in der Umgebung stark belastet sein“, er­klärt Alexander Wolff, Dipl.-Ing. für Umweltverfahrenstechnik (FH) am ifp Institut für Produktqualität.

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Förderung des hydrauischen Abgleichs

Regionale Förderung für hydraulischen Abgleich

Bauletter vom 25.8.2013
Hausbesitzer, die ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich opti­mieren wollen, können gegebenenfalls von regionalen Fördermitteln profitieren. Darauf weist die Kampagne "Meine Heizung kann mehr" hin, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Bislang sollen nur etwa 15% der Heizungsanlagen in Deutschland durch einen hydraulischen Abgleich richtig eingestellt sein. Diese Maßnahme ist die Basis für sparsames Heizen, weil nur mit ihr die Wärme effizient und gleichmäßig im Haus verteilt wird.

"Ein hydraulischer Abgleich senkt die Heizkosten in einem Einfamilienhaus im Schnitt um 110 Euro pro Jahr. Viele Städte, Gemeinden und Landkreise haben dieses enorme Potenzial erkannt und fördern diese hocheffiziente Maßnahme", sagt Tanja Loitz, Ge­schäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. So stellen beispielsweise die Kli­maschutzagenturen in Bremen, Mannheim, Wiesbaden oder der Landkreis Harburg Fördergelder zur Verfügung. Hausbesitzer sollten daher ihren Installateur nach regio­nalen Förderprogrammen für den hydraulischen Abgleich fragen. Wie schnell sich die Heizungsoptimierung rechnet, können Verbraucher mit dem WärmeCheck selber he­rausfinden:

Leider unterstüzt Ihr Browser keine innenliegenden Frames, so dass der WärmeCheck, mit dem sich die Wirkung eines hydraulischen Abgleichs einer Heizungsanlage überprüfen lässt, nicht aufgerufen werden kann.<br /><br /> <a href="https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=waermecheck&portal_id=baulinks" target="_blank"> Versuchen Sie dann diesen Link</a>

Von Aachen bis Wolfsburg: Fördergelder für hydraulischen Abgleich

Bei einem hydraulischen Abgleich werden die verschiedenen Komponenten der Heizan­lage - vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen - optimal einge­stellt und auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Dabei reguliert ein Fachmann für jeden Heizkörper die Menge an Heizwasser so, dass zu jedem Heizkörper nur die tatsächlich erforderliche Wärme transportiert wird. Das spart Energie. Deswegen wird der hydrau­lische Abgleich von vielen regionalen Akteuren mit Zuschüssen gefördert. Hier aktuelle eine Auswahl dieser Kommunen, Klimaschutzagenturen und Energieversorger:

  • Aachen (Stadtwerke Aachen)
  • Bremen (Stadtwerke Bremen)
  • Düsseldorf (Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen")
  • Emden (Stadtwerke Emden)
  • Eschborn ("Energiesparmaßnahmen an Wohngebäuden")
  • Freiburg (Förderprogramm "Energiebewusst Sanieren")
  • Landkreis Harburg (Förderprogramm "Energie für Verbraucher")
  • Hannover und Umgebung (Klimaschutzfonds proKlima)
  • Mannheim (Klimaschutzagentur Mannheim)
  • München (Förderprogramm "Energieeinsparung")
  • Saarland (Förderprogramm "Klima Plus Saar")
  • Solingen (Stadtwerke Solingen)
  • Wiesbaden (Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren")
  • Wolfsburg (EnergieAgentur Wolfsburg)

KfW fördert hydraulischen Abgleich bei einem Kesseltausch

Wird der hydraulische Abgleich im Rahmen eines Heizkesseltausches vorgenommen, können Hausbesitzer zusätzlich von den Fördertöpfen der staatlichen KfW-Förderbank profitieren. Ab einer Investitionssumme von 3.000 Euro gewährt die Bank einen Zu­schuss von zehn Prozent der Kosten. Kostet der neue Heizkessel inklusive eines hy­draulischen Abgleichs beispielsweise 10.000 Euro, gibt der Staat 1.000 Euro dazu - und die Ausgaben für den hydraulischen Abgleich sind wieder drin. Denn dieser kos­tet - je nach Zustand der Heizung - zwischen 400 und 1.000 Euro.

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Umkehr-Hypothek : Rente aus Eigenheim

Umkehrhypothek: Mit dem Eigenheim die Rente aufbessern

Bauletter vom 25.8.2013
„Was wird bloß aus unserem Haus, wenn wir irgendwann nicht mehr sind?“ Diese Frage stellen sich vor allem ältere Hauseigentümer, bei denen es keine direkten Erben für ihre Immobilie gibt. Eine Lösung, die in Großbritannien oder den USA bereits weit verbreitet ist, könnte die Umkehrhypothek sein, wie der Verband Wohneigentum NRW e.V. berichtet.

Eigenheim verkaufen und trotzdem mietfrei darin wohnen

Das Prinzip der Umkehrhypothek ist ganz einfach: Ein Hausbesitzer verkauft seine Immobilie beispielsweise an ein Kreditinstitut. Damit wechselt das Haus zwar seinen Besitzer, dem Alteigentümer wird jedoch garantiert, dass er bis an sein Lebensende mietfrei in der Immobilie wohnen bleiben darf. Erst nach seinem Tod oder bei seinem Auszug - z. B. beim Umzug in ein Pflegeheim - kann die Bank das Haus weiterverkaufen.

Beim Verkauf wird eine Kreditsumme vereinbart, die dem Alteigentümer als steuerfreie Einmalzahlung oder festgelegte monatliche Raten ausbezahlt wird. Dadurch kann sich der Verkäufer einen merkbaren Zuschuss zu seiner Rente sichern. Wie hoch die Aus­zahlungen sind, hängt von vielen Faktoren ab – beispielsweise von Alter, Zustand und Lage der Immobilie, aber auch vom Lebensalter des Verkäufers. Bei älteren Menschen ist die Auszahlung aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung in der Regel höher als bei jüngeren Eigentümern. Ändert sich die Lebenssituation des Alteigentümers oder möch­te er den Vertrag wieder rückgängig machen, ist dies in der Regel ohne Probleme mög­lich. Natürlich muss in diesem Fall das bereits ausgezahlte Darlehen komplett zurück­gezahlt werden.

Für wen eignet sich die Umkehrhypothek?

Zielgruppe der Umkehrhypothek sind in erster Linie Menschen im Rentenalter, die möglichst lange in ihrem Haus wohnen bleiben wollen und deren Immobilie weitgehend schuldenfrei ist. „Ob sich das Modell der Umkehrhypothek lohnt, hängt aber immer von der individuellen Situation eines Eigentümers ab. Wenn es keine Erben oder künftigen Nutzer für eine Immobilie gibt, kann der Verkauf eines Hauses mit dem lebenslang ga­rantierten Wohnrecht eine gute Alternative sein. Und darüber hinaus verbessert sich auch die monatliche Einkommenssituation des Verkäufers“, so der Verbandsgeschäfts­führer Thomas Hornemann.

Daneben gibt es aber noch einen weiteren Aspekt, der die Umkehrhypothek interes­sant macht: Das Thema Altersarmut. Wenn im Rentenalter plötzlich durch Krankheit oder Pflegebedürftigkeit unerwartete Kosten anfallen, lässt sich mit dem Hausverkauf via Umkehrhypothek eine drohende Altersarmut abfedern.

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Golfer- Lokus als Skulptur

Skulpturaler Golfer-Lokus aus Stampfbeton, verspiegeltem Glas und derbem Holz

Bauletter vom 12.8.2013
Stil am stillen Ort zeigt das neue WC-Häuschen bei Loch 14 auf dem Golf­platz in Lauterhofen in der Oberpfalz. Vorstand und Architekt Johannes Berschneider hat für seinen Golfclub einen passgenauen Plan entworfen. Mit Stampfbeton haben er und elf befreundete Golfer und Freizeit-Betonbauer die bemerkenswerte Toilettenbox realisiert.

 


 

Wie eine Skulptur steht sie in der Landschaft: Schicht um Schicht zeigt die archa­ische Toilettenbox an der Fassade die historische Bauweise. Grauer Stampfbeton, be­wusst derbe Holzoberflächen und verspiegeltes Glas sind die reduzierten Materialien dieses Kleinods am Green.

Stampfbeton geht bekanntermaßen auf die alten Römer zu­rück. Im Golfclub Lauterhofen haben Mitglieder mit dieser be­währten Technik ein Toilettenhaus erbaut, wie es kein zweites geben dürfte. Seit Peter Zumthor in der Eifel die Bruder-Klaus-Kapelle erbaut hat, ist Stampfbeton in der Architektur wieder en vogue. In Lauterhofen entspricht der Beton der typischen Farbe des oberpfälzer Juragesteins. Folgerichtig liegen jetzt auch die beim Aushub freigelegen Kalksteinbrocken als Natur­steinboden im Innenraum.

Ein Baum, der am Standort gefällt werden musste, lieferte das Holz für die Eingangstür, die geradlinig in der Form und mit be­wusst derber Oberfläche ausgeführt wurde. Das Waschbecken ist eine antike Viehtränke und entstammt einem Bauernhaus des Areals (Bild unten). So fügen sich Materialien und zeitge­schichtliche Dokumente des Ortes zu modernen Sanitärobjek­ten und rahmenlosen Glasflächen und ergeben gemeinsam ein bemerkenswertes Zusammenspiel.

Für die nötigen Baustoffe und Einrichtungsgegenstände konnte der Verein Sponsoren gewinnen. Durch freiwillig geleistete Ar­beitsstunden wurde der kleine Betonbau schließlich kostenneu­tral realisiert.

 


 

Die traditionelle Stampfbetontechnik erfordert keine Armierung. Die Standfestigkeit der Wände ergibt sich durch die stete Verdichtung der einzelnen Betonschichten. Sie er­folgt mittels Stampfen, das die Golfer - in Variation zur historischen Bauweise - unter Zuhilfenahme ihrer Driver bewerkstelligten. Eher symbolisch denn als Bewehrung wur­den einige der alten Schläger in die Wandflächen einbetoniert. Die einzelnen Betonier­abschnitte und der Abdruck der Brettschalung sind gut ablesbar und verstärken den archaischen Charakter.

 


 

Im Vorfeld waren zwecks Festigkeit und Betonrezeptur Probewürfel gefertigt worden. Ohne Fließmittel oder Verfestiger wurde der natürliche Beton vor Ort mit relativ gro­ber Gesteinskörnung in den von der Mannschaft jeweils zu bewältigenden Chargen gemischt. Wer größere Bauten aus Stampfbeton plant, kann diese übrigens auch mit Transportbeton ausführen lassen. Hierfür werden von Betontechnologen spezielle Be­tonrezepturen konzipiert, die entsprechende Fließmittel, eventuell Farbpigmente sowie Verzögerer integrieren. So kann die gewünschte Stampfbetontechnik auch durch eine versierte Rohbaufirma professionell ausgeführt werden.

Insgesamt erforderte der Bau in Lauterhofen fünf Arbeitsgän­ge, die einzelnen Betonlagen konnten, gut gewässert, auch an verschiedenen Tagen übereinander eingebracht werden. Nur für die Betondecke in WU-Qualität waren Bewehrungsei­sen erforderlich.

Die Entwässerung des Betonquaders erfolgt über ein Alumi­nium-Profil mit Speier, das Regenwasser versickert im Wald­boden. Auch die Glasflächen mit der Spiegelfolie sind puris­tisch an den Beton gefügt. Sie wurden mit Winkeln in beto­nierte Falze und Fugen eingebracht und die Übergänge ver­siegelt. So ist nirgends ein störender Rahmen oder Winkel sichtbar. Im Innern sorgt die Verglasung für besten Panora­mablick und wahrt dennoch die Intimität des stillen Örtchens.



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Mangelhafte Schwarzarbeit

Kein Rechtsweg bei mangelhafter Schwarzarbeit

Bauletter 11.8.2013
Wer einen Handwerker „schwarz“ beauftragt - also bei der Beauftragung die Abmachung trifft, dass „ohne Rechnung“ gearbeitet wird -, handelt am Rechts­staat vorbei. Erweist sich die erbrachte Leistung dann als mangelhaft, kann eine Man­gelbeseitigung nicht eingefordert werden. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 1. August 2013 macht deutlich, dass sich Schwarzarbeit nicht lohnt.

Seit dem 1. August 2004 gilt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und ille­galen Beschäftigung - siehe Baulinks-Beitrag „Gesetz zur Bekämpfung illegaler Be­schäftigung tritt in Kraft“ vom 31.7.2004. Sieben Jahre später fällt nun der Bundesge­richtshof zu diesem Gesetz erstmalig eine Entscheidung, die dem Fachhandwerk deut­lich den Rücken stärkt. Die Essenz:

  • Wer sich als Kunde auf Billigheimer und deren Leistungspfusch einlässt, geht bereits ein hohes Qualitätsrisiko ein.
  • Wird die Arbeit zudem ohne Rechnung (und Zahlung von Mehrwertsteuer) ge­leistet, um es noch billiger zu machen, dann geht es nicht allein um Steuer­hinterziehung.
  • Haben sich Auftraggeber und -nehmer auf diese illegale Weise abgesprochen, wertet der Rechtsstaat den Werkvertrag so, als ob er gar nicht zustande ge­kommen wäre.
  • Ein Mängelhaftungsanspruch lässt sich dann gerichtlich nicht mehr durchsetzen.

Der Fall: Für Pflasterarbeiten auf einem Grundstück hatte ein Handwerker mit der Auftraggeberin einen Werklohn von 1.800 Euro vereinbart, der in bar, ohne Rechnung und ohne Abführung von Umsatzsteuer gezahlt werden sollte.

Da das Pflaster keine ausreichende Festigkeit zeigte, kam es zum Rechtsstreit. Das Landgericht hatte den Handwerker, der sich trotz Aufforderung und Fristsetzung weigerte, Mängel zu beseitigen, unter anderem zur Zahlung eines Kostenvorschusses von rund 6.100 Euro verurteilt. Diesen vertraglichen Anspruch verneinte der Bundes­gerichtshof in Karlsruhe mit seiner jetzigen Entscheidung (Aktenzeichen VII ZR 6/13). Ob daneben Bereicherungs- oder Schadenersatzansprüche bestehen, sei im Einzelfall durch die Instanzgerichte zu klären.

Schwarzarbeit bringt große Risiken

Durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofes sieht sich das Fachhandwerk be­stätigt. Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer im Zentralverband Sanitär Heizung Klima, beispielsweise erklärt die breite Zustimmung innerhalb der Handwerksorganisation: „Unsere Eckring-Betriebe werden durch das Urteil gestärkt. Sie können dem Kunden deutlich machen, dass nicht der Preis allein entscheiden sollte, sondern der Umfang an Leistungen. Es lohnt sich nach wie vor, den Handwerksbetrieb seines Vertrauens um Rat zu fragen. Wer anderes als der organisierte Innungsbetrieb hat das entschei­dende Know-how? Schwarzarbeit lohnt sich erst recht nicht, weil große Risiken damit verbunden sind.“

Das Urteil, das der Bundesgerichtshof erstmalig in Sachen Schwarzarbeit gefällt hat, hat (nicht nur) für Elmar Esser Signalwirkung: „Der Rechtsstaat lässt einen Steuer­hinterzieher, der Schwarzarbeit begünstigt, demonstrativ im Regen stehen. Denn Schwarzarbeit wäre ohne Risiko, wenn Auftraggeber und -nehmer vertragliche An­sprüche zustehen würden.“



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Überspannungschäden / Kontrolle Erdkabel

 

Wer haftet bei Überspannungsschäden?
Müssen Erdkabel regelmäßig kontrolliert werden?

 

Bauletter vom 18.7.2013
Stromversorger haften nicht für Überspannungsschäden, nur weil sie die Erdkabel nicht regelmäßig kontrolliert haben. Eine allgemeine Pflicht der Stromversor­ger, die Kabel regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu untersuchen, be­steht nicht - dies geht der D.A.S. zufolge aus einem Beschluss des Oberlandesge­richts Hamm hervor. (OLG Hamm, Az. 11 U 145/12)

 

Zur Erinnerung: Als Überspannung bezeichnet man eine elektrische Spannung, die die Nennspannung eines Elektrogerätes übersteigt. Ursache können u.a. sein ...

 

  • Blitzeinschläge in der Umgebung,
  • Kurzschlüsse im Stromnetz oder
  • Stromschwankungen durch das Zu- und Abschalten großer Stromverbraucher.

 

Folge sind oft zerstörte Elektrogeräte. Schutz bietet die Installation von Blitzstrom­ableitern im Sicherungskasten an der Stromzuleitung. Was an Übererspannung immer noch durchkommt, kann durch Überspannungsableiter im Hausnetz beseitigt werden. Als „unterste Schutzstufe“ werden Steckerleisten und Zwischensteckdosen mit Über­spannungsschutz empfohlen. Ein Blitzableiter auf dem Dach schützt nur gegen direk­te Einschläge ins Gebäude.

 

Der Fall

 

Ein Ehepaar aus Minden bezog den Strom für sein Einfamilienhaus über Erdkabel. Eines Tages kam es zu einer Versorgungsstörung, die einen Überspannungsschaden zur Fol­ge hatte. Offenbar war das Erdkabel auf dem Grundstück schon vor 20 Jahren unbe­merkt beschädigt worden. Das Ehepaar verklagte den Stromanbieter: Dieser habe die Pflicht, seine Kabel regelmäßig auf Schäden zu kontrollieren. Auch hätte man sie da­rauf hinweisen müssen, dass sie eigene Schutzvorrichtungen gegen Überspannung bräuchten.

 

Das Urteil

 

Das OLG Hamm war nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung anderer An­sicht. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichte den Stromversorger nicht zu einer re­gelmäßigen Kontrolle seiner Erdkabel. Diese auszugraben sei kostenmäßig unzumutbar. Das gelte auch für regelmäßige Messungen, denn diese erforderten die Abtrennung aller anderen Anschlüsse im Versorgungsgebiet. Der Stromanbieter sei auch nicht zur Aufklärung über private Maßnahmen zum Überspannungsschutz verpflichtet. Welcher Schutz sinnvoll sei, hänge von den angeschlossenen Geräten ab. Es sei nicht ersicht­lich, warum die Kläger bis zum Prozess immer noch keinen eigenen Überspannungs­schutz installiert hätten. (Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 08.05.2013, Az. 11 U 145/12)

 

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Tropenholz - Boykott ?

Entwicklungsministerium:
Warum ein Tropenholzboykott keine gute Idee ist!

Bauletter vom 7.7.2013
Tropenholz hat eine besondere Qualität und wird wegen seiner Langlebig­keit unter anderem gerne für Gartenmöbel und Parkbänke genutzt - als sinnvolle Er­gänzung zu heimischen Holzprodukten. Aus Sorge um den Erhalt von Regenwäldern wird immer wieder zum Boykott von Tropenholz aufgerufen. Doch was gut gemeint ist, soll aber die Entwaldungsproblematik in den tropischen Regenwäldern sogar verschär­fen! Denn ohne Nachfrage für zertifizierte Holzprodukte gebe es für Entwicklungs- und Schwellenländer wenig Anreize, die Waldbewirtschaftung nachhaltig auszurichten. Je­des Jahr werden daher Millionen Hektar Wald abgeholzt, weil Weide- und Agrarflächen mehr Profit bringen. Wo früher Regenwald stand, werden dann beispielsweise Fleisch, Palmöl und Soja für den Weltmarkt produziert. 

Youtube-Film des Entwicklungsministeriums erklärt, wie tropische Wälder durch nachhaltiges Wirtschaften besser geschützt werden (Thumbnails für eine schnelle Inhaltsübersicht)

Besser als der Verzicht auf Tropenholz ist es nach Meinung des Bundesentwicklungs­ministeriums, beim Kauf unbedingt auf zertifizierte Hölzer aus nachhaltiger Waldwirt­schaft zu achten, die an den Siegeln von FSC und PEFC zu erkennen sind. „Eine nach­haltige Bewirtschaftung kann Waldgebiete schützen und hilft zugleich der lokalen Be­völkerung und den lokalen Unternehmen, für die der Wald eine wichtige Einkommens­quelle ist“, erklärt hierzu Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Eine Idee, die den Deutschen lange vertraut ist. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist vor 300 Jahren in der deutschen Waldwirtschaft entstanden.

zur Erinnerung: FSC und PEFC

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die als erste ein System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft entwickelte. Ein weiteres internationales Waldzertifizierungssystem ist das Program for the En­dorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC).

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PV-Betreiber als Nahversorger

PV-Anlagenbetreiber werden Nahstromversorger: Leitfaden erläutert neue Geschäftsmodelle

Bauletter vom 25.6.2013; Intersolar-Bericht
Immer mehr Betreiber von Photovoltaik-Anlagen den­ken derzeit ernsthaft darüber nach, Solarstrom nicht nur verstärkt selbst zu nutzen, sondern auch an Nachbarn oder Mieter zu vermarkten. Steigende Stromtarife bei im­mer weiter sinkenden Erzeugungskosten für Solarstrom befördern diesen Trend eben­so wie die im nächsten Jahr in Deutschland in Kraft tretende anteilige Förderkappung bei größeren Solarstromanlagen. Wer Solarstrom-Versorger werden will, muss jedoch einige Voraussetzungen erfüllen und die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat daher in Zusammenarbeit mit Fachanwälten einen neuen Wegweiser erstellt, der ab sofort über den Verband bezo­gen werden kann.

 

„Betreiber von Solarstromanlagen werden zukünftig zu Nahstromversorgern. Es wird immer attraktiver, Nachbarn oder Mieter mit günstigem solaren Überschussstrom zu versorgen“, prognostiziert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Leitfaden „Photovoltaik - Stromlieferung und neue Geschäftsmodelle“, der über die In­ternetseite des Verbandes bezogen werden kann, erläutert eingehend das Geschäfts­modell der solaren Direktvermarktung und bietet praktische Handreichungen wie zum Beispiel einen von Experten geprüften Muster-Stromliefervertrag und eine Muster-Stromrechnung für die Stromabrechnung mit Dritten. Diese Handreichungen sollen ei­ne individuelle und teure Rechtsberatung ersparen können.

Überschüssiger Solarstrom, gekappte Solarstromvergütung

Solarstrom vom Dach kostet aktuell nur noch rund 15 Cent pro Kilowattstunde. Der Verbraucherstromtarif schlägt hingegen mit 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde zu Bu­che, Tendenz weiter steigend. Da liegt es nahe, überschüssigen Solarstrom direkt an Abnehmer in der Nähe zu verkaufen. Neue Geschäftsmodelle wie der Stromverkauf an Nachbarn werden interessanter, weil die Einspeisevergütung für Solarstrom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) monatlich sinkt. Zudem erhalten Photovoltaik-An­lagen mit einer Nennleistung von zehn bis 1.000 Kilowatt ab Januar 2014 nur noch für 90 Prozent des erzeugten Stroms eine EEG-Vergütung. Diese Regelung gilt auch für Solarstromanlagen, die seit dem 1. April 2012 in Betrieb gegangen sind. Von der derart gekappten Solarstromvergütung sind damit bereits rund 60.000 Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung von rund drei Gigawatt betroffen. Für diese Solarstromanla­gen kann die wirtschaftliche Vermarktung des 10-Prozent-Anteils an Dritte ebenfalls eine Lösung sein.

Größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms

Neben der Vermarktung überschüssigen Solarstroms könnte es sich in naher Zukunft nach Einschätzung des BSW-Solar unter Umständen lohnen, auch größere Anteile des selbst erzeugten Ökostroms zu verkaufen. Denkbar sei auch die Versorgung von Nach­bargrundstücken über Direktleitungen oder Modelle, bei denen Dritte zum Beispiel auf dem Dach eines Mietwohnblocks eine größere Solarstromanlage errichten und den Be­wohnern Solarstrom anbieten.

Bereits rund 1,3 Millionen Privatpersonen und Unternehmen erzeugen Sonnenstrom in Deutschland. Viele von ihnen könnten zukünftig zu Stromlieferanten werden. „Die Photovoltaik demokratisiert damit nicht nur die Stromerzeugung, sondern jetzt auch schrittweise die Stromversorgung“, so Körnig.

Rechtssichere Musterverträge

Der neue BSW-Leitfaden klärt über Rechte und Pflichten von Solarstrom-Lieferanten auf und informiert über wesentliche Rahmenbedingungen. Wichtige Themen sind Rech­nungsstellung, Steuern und Abgaben, vergüteter Überschussstrom und vieles mehr. Ferner erläutert der Leitfaden, was bei neuen Geschäftsmodellen, wie z.B. dem Anla­genpachtmodell, zu beachten ist.

Der im Leitfaden enthaltene Mustervertrag deckt die gängigsten Lieferverhältnisse von Solarstromproduzenten und Stromkunden in der Nahstromversorgung ab. Drei Voraus­setzungen müssen dabei erfüllt sein:

  • Anlagenbetreiber und Stromverbraucher sind nicht identisch,
  • die Stromlieferung erfolgt ohne die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes und
  • der Stromverbraucher ist Letztverbraucher oder Haushaltskunde.

Das können Privatpersonen, Mieter oder Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von maximal zehn Megawatt sein. Der Mustervertrag kann auch für die Belieferung größe­rer Unternehmen oder andere Geschäftsmodelle (z.B. solares Grünstromprivileg) ge­nutzt werden. Wie der Vertrag dann angepasst werden muss, erklärt der Leitfaden ebenfalls.

Lieferumfang und Bestellung

Der 47-seitige Leitfaden und der Muster-Stromliefervertrag werden zusammen mit ei­nem Mustervertrag für die Dachnutzung (auch einzeln käuflich zu erwerben) sowie einer Muster-Stromrechnung geliefert. Das Paket kann im Online-Shop des BSW-Solar für 289 Euro inklusive MwSt. erworben werden. Mitglieder des Bundesverbandes So­larwirtschaft erhalten einen Rabatt von 25 Prozent; für sie kostet das Paket 216,75 Euro.


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Fördergelder für Pellets-Heizungen

Neue DEPI-Förderfibel und Infoflyer informieren über Fördergelder und Pellets

Bauletter vom 25.6.2013
Wer sich für eine moderne Pelletheizung entschei­det, profitiert nicht nur vom vergleichsweise günstigen und stabilen Pelletpreis, sondern wird zudem auch mit staatlichen Fördergeldern belohnt. In keinem anderen Land sind die Zu­schüsse so hoch wie in Deutschland. Mit seiner neuen Förder­fibel (2013/14) bietet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) Ver­brauchern und privaten Bauherren einen übersichtlichen Leit­faden durch den Förderdschungel rund um das Heizen mit Pel­lets.

Beim geplanten Umstieg auf eine moderne Pelletheizung sorgt die neue DEPI-Förderfibel für den aktuellen finanziellen Durch­blick. Die Informationsbroschüre gibt umfanreiche und leicht verständliche Antworten auf zahlreiche Fragen zu den beste­henden Fördermöglichkeiten durch Bund und Länder wie dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie zum neuen KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskre­dit“. Für den Austausch einer alten Heizung gegen eine neue Pelletheizung erhält der Betreiber über das MAP mindestens 2.400 Euro, bei der zusätzlichen Installation eines Pufferspeichers weitere 500 Euro. Durch verschiedene Boni und Kombinationen mit an­deren Fördertatbeständen wie einer Solarthermieanlage lässt sich der Zuschuss auf bis zu 11.550 Euro erhöhen.

Seit 1. März 2013 kann das besonders zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank mit dem MAP kombiniert werden. Zudem zeigt die Förderfibel anhand anschaulicher Berech­nungsbeispiele das Förderpotential des BAFA-Bonussystems für Effizienz sowie für die Kombination von Pellets und Solar. Für einen Pelletkessel mit 15 kW Leistung und Pufferspeicher gekoppelt mit Solarkollektoren können so bis zu 7.100 Euro Fördergel­der beantragt werden.

Das aktualisierte Serviceangebot des Deutschen Pelletinstituts wird abgerundet mit den zwei kompakten Infoflyern ...

  • „Heizen mit Holzpellets – natürlich effizient“ (PDF-Download) und
  • „Holzpellets – heimisch und voller Energie“ (PDF-Download).

Die beiden Flyer fassen viel Wissenswerte rund um die ENplus-zertifizierte Brennstoff­qualität, Lieferkomfort, Versorgungssicherheit sowie umweltfreundliche Herstellung von Pellets übersichtlich zusammen.

Sowohl DEPI-Förderfibel (direkter PDF-Download) als auch Infoflyer können in­teressierte Verbraucher kostenlos per E-Mail an DEPI anfordern oder unter depi.de > Infothek >  DEPI-Veröffentlichungen downloaden.


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APP zum "Tag der Architektur"

Tag der Architektur 2013: Länderübergreifende Apps helfen bei der Planung

Tag der Architektur
  
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Bauletter vom 10.6.2013
Wenn die Architektenkammern wieder zum Tag der Architektur am letzten Juniwochenende einladen, können Besucher diesmal ihr Besichtigungsprogramm nahezu bundes­weit vorab per mobiler App zusammenstellen.

Für grundsätzlich alle mobilen Endgeräte steht mit mobil.tag-der-architektur.de eine komfortable Routen- und Terminpla­nung als mobile Website zur Verfügung (1. QR-Code). Zudem gibt es „echte“ Apps im Apple Appstore sowie bei Google play zum kostenlosen Herunterladen (2. und 3. QR-Code). Damit verbunden ist auch ein Relaunch der bisherigen Internetseite tag-der-architektur.de.

Anhand von Suchkriterien wie Objekttyp oder Architekt oder aber nach einer Umkreissuche lässt sich per Merkliste der Tag der Architektur bequem online planen. Die Besichtigungsobjek­te werden mit Bildern, Adresse, einer Kurzbeschreibung sowie Angaben zum Architekten vorgestellt. Außerdem lässt sich an­hand der Besichtigungstermine die individuelle Tour auch zeit­lich besser abstimmen.

Anders als die länderspezifischen Programminformationen der Architektenkammern ermöglicht die App eine nahezu bundes­weite und länderübergreifende Suche nach interessanten Be­sichtigungsorten.

siehe auch für zusätzliche Informationen:


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Türen und Fenster vor Gericht

Fenster und Türen vor Gericht

bauletter vom 20.6.2013
Sie sind gewissermaßen die „Sollbruchstellen“ ei­ner Immobilie: Lärm, Gerüche und Wasser können am ehesten durch Fenster und Türen in eine Immobilie eindringen und so einen Schaden verursachen oder zumindest eine Belästigung für den Betroffenen darstellen. Das wird nie vollständig zu ver­meiden sein, denn Häuser brauchen schließlich Öffnungen.

Deutsche Zivilgerichte haben es immer wieder mit dem Thema Fenster und Türen zu tun. In der Regel müssen die bau-, miet- und nachbarrechtlichen Umstände eines konkreten Falles ge­prüft werden. In dieser Extra-Ausgabe des Infodienstes Recht und Steuern der LBS geht es unter anderem um aufgetautes Eis, das unter einer Kellertür hindurch in ein Haus geflossen war. Oder um die Frage, wie weit ein Mieter in einem Mehrpar­teienhaus den Bereich vor seiner Wohnungstür eigenmächtig gestalten darf.

absolute Einbruchsicherheit?

Gibt es so etwas wie absolut einbruchssichere Türen und Fenster? Eine Firma jeden­falls versprach in ihrem Werbeprospekt, dass es bei ihren Produkten „nichts zu kna­cken“ gebe. Ein Hausbesitzer-Ehepaar erteilte dem Unternehmen den Auftrag - und war bass erstaunt, als einige Jahre später dennoch erfolgreich eingebrochen wurde. Der Schaden betrug rund 17.000 Euro. Vor dem Landgericht Bonn (Aktenzeichen 13 O 365/09) kämpfte das Ehepaar darum, dass Hersteller und Handwerksfirma das Die­besgut zu ersetzen hätten. Sie hätten schließlich ihr Versprechen nicht eingelöst. Diese Forderung wurde nicht erfüllt. Die Richter stellten fest, eine Garantie gegen Einbruch gebe es grundsätzlich nicht und die Vertragspartner hätten eine solche auch nicht geleistet.

Manchmal wird eine Wohnungstür auch ganz offiziell aufgebrochen - nämlich von der Polizei oder der Feuerwehr. So war es im Falle einer Mieterin. Sie war eingeschla­fen und hörte deswegen das Klingeln ihrer Tochter nicht, die sie besuchen wollte. Die besorgte Tochter rief die Feuerwehr und diese brach die Tür auf. Der Sachschaden betrug knapp 1.200 Euro. Anschließend stritten sich Eigentümer und Mieterin darum, wer dafür aufkommen müsse. Das Amtsgericht Halle (Aktenzeichen 93 C 2078/09) entschied, dass die Mieterin nichts bezahlen müsse. Sie selbst habe keine Pflichtver­letzung begangen und müsse deswegen keinen Schadenersatz leisten.

Immer wieder wird vor den Gerichten darüber gestritten, wann genau eigentlich ein Einbruchsdiebstahl vorliegt. Häufig leisten Versicherungen nämlich nur in einer eindeu­tig nachgewiesenen Fallkonstellation Schadenersatz. Nach herrschender Recht­sprechung erfordert das Einbrechen eine Gewalteinwirkung gegen Gebäudetei­le. Das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 76/10) musste die Frage klären, ob auch ein herumliegender Holzkeil, mit dem die Eindringlinge während ihrer Tat mögli­cherweise die Tür offen hielten, als ein Einbruchssignal gewertet werden kann. Das sei nicht der Fall, hieß es im Urteil. Mit den üblichen Werkzeugen wie Dietrichen, Dräh­ten oder ähnlichem sei ein Holzkeil jedenfalls nicht zu vergleichen.

Fensterinstandhaltung versus Eigentümergemeinschaft

Wenn in der Teilungserklärung einer Eigentümergemeinschaft vorgesehen ist, dass die Gemeinschaft die Kosten für die laufende Instandhaltung der Fenster begleichen muss, dann kann dies nicht ohne weiteres per Mehrheitsbeschluss rückgängig gemacht wer­den. Das stellte der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen V ZR 33/09) in letzter Instanz fest. Eine Gemeinschaft in Baden-Württemberg hatte versucht, die Kosten auf die je­weiligen Eigentümer abzuwälzen. Auf diese Weise könne die Teilungserklärung aller­dings nicht interpretiert werden, beschlossen die Richter, zumal nicht einmal eine ent­sprechende Öffnungsklausel im Vertrag vorgesehen gewesen sei.

keine Dekoration vor der Wohnungstür

Hinter der eigenen Wohnungstür ist es weitgehend dem Mieter selbst überlassen, wie er sich einrichtet. Niemand kann ihm Vorschriften machen, selbst wenn er sich für ei­ne ungewöhnliche Ausstattung entscheidet. Doch wie sieht es vor der Tür aus? Also in dem Bereich, den zwangsläufig auch noch andere Hausbewohner nutzen müssen. Hier gelten deutlich strengere Regeln. Das Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 38 C 1858/08) verdonnerte einen Mieter dazu, eine Reihe von persönlichen Gegenständen vor der Tür (ein Symbol der amerikanischen Flagge, Blumentöpfe und Dekorationsge­genstände) zu entfernen. Man könne seinen Mitbewohnern nicht seinen eigenen Ge­schmack auf diese Weise aufzwingen.

Überflutung durch schmelzende Schneereste

Türöffnungen stellen eine große Gefahr für Wassereinbrüche dar. So war es auch in einem Fall in Bayern. Auf dem gefliesten Absatz vor einer Kellertür hatten sich Regen­wasser und schmelzende Schneereste gesammelt und waren unter der Tür hindurch in das Haus eingedrungen. Der Schaden am Mauerwerk und an den Türstöcken betrug mehrere Tausend Euro. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Aktenzeichen 8 O 9839/10) entschied, es handle sich um eine „Überflutung des Grund und Bodens“ im Sinne des Versicherungsvertrages, also um eine Überschwemmung. Die Versicherung musste et­wa 6.500 Euro bezahlen.

Farbe im Spiel

Die Klausel in einem Mietvertrag, wonach Fenster und Türen beim Auszug weiß zu streichen seien, kann einen Mieter unangemessen benachteiligen und deshalb kom­plett ungültig sein. Das entschied der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 198/10).

 


 

Der Hintergrund dieses Grundsatzurteils: Wenn der Mieter wisse, dass er am Ende die Wohnung in einer bestimmten Farbe zurückgeben müsse, dann raube ihm das schon während der Laufzeit des Vertrages den ihm zustehenden Gestaltungsspielraum. Denn ein kostenbewusster Mieter könne sich dann gehemmt fühlen, die von ihm eigentlich gewünschte andere Farbe zu wählen.

„Schließdienst“ per Hausordnung

In vielen Wohnanlagen wird streng darauf geachtet, dass nachts die Eingangstüren geschlossen sind. So sollen Diebe und andere unangemeldete Gäste abgehalten wer­den. Ein Eigentümer in Köln hatte den „Schließdienst“ per Hausordnung den Erdge­schossbewohnern zugewiesen. Sie müssten im Winter spätestens um 21 Uhr und im Sommer spätestens um 22 Uhr absperren. Das Amtsgericht Köln (Aktenzeichen 211 C 55/12) hatte daran nichts zu beanstanden. Es handle sich weder um eine überra­schende noch um eine willkürliche Klausel. Eine solche Regelung sei „durchaus üblich“ und benachteilige die Erdgeschossbewohner nicht in unangemessener Weise.


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BARRIEREARM ____________     Wohnen im Alter

„Wohnen im Alter“ im Themenheft „Informationen zur Raumentwicklung“


  

Bauletter vom 16.6.2013
Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informa­tionen zur Raumentwicklung“ widmet sich dem Thema „Wohnen im Alter“. Im Mittelpunkt stehen Handlungsansätze, Konzepte und empirische Ergebnisse zu Fragen wie ...

  • Wie wohnen ältere Menschen?
  • Welche Wohnformen werden künftig an Bedeutung gewinnen?
  • Wie kann die Öffentlichkeit stärker für das Thema sensibilisiert werden?

Ergebnisse empirischer Analysen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigen, dass schon jetzt und künftig noch verstärkt vielerorts altersgerechte Wohnungen fehlen. Die Anfor­de­rungen an die Wohnungsversorgung gehen dabei über die Bereitstellung alters­taug­licher Wohnungen hinaus: Gefragt sind auch ...

  • ein barrierefreies Wohnumfeld,
  • eine wohnortnahe Infrastruktur und
  • soziale Angebote im Stadtteil.

Welche Möglichkeiten es für den altersgerechten Umbau gibt und wie die Förderung aussehen kann, zeigen die Autoren anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Barrierearme Wohnungsbestände können auch für andere Zielgruppen als nur für Se­nioren attraktiv sein, wie der Ansatz des „Universal Design“ zeigt. Darüber hinaus be­antworten die Autoren die Frage, wie gemeinschaftliche Wohnformen für ältere Men­schen am besten realisiert werden können.

Konzepte für altersgerechtes Wohnen zielen auch auf selbstnutzende Eigentümer. Beiträge kommunaler Praktiker verdeutlichen, wie sich durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung die Bürger für die Anpassung von Einfamilienhäusern sensibilisieren lassen – aber auch, auf welche Weise Senioren sich in die altersgerechte Entwicklung ihres Stadtquartiers einbringen können.

Die Ausgabe 2.2013 der Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung“ kann zum Preis von 19 Euro per E-Mail an Steiner Verlag bestellt bzw. über den Buchhandel bezogen werden.


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UMBAU _______________               WOHN-RIESTER für Modernisierungen

Wohn-Riester-Entnahme für alters- und behindertengerechte Modernisierungen

Bauletter vom 16.6.2013
Der Gesetzgeber hat Änderungen bei der Riester-Rente beschlossen. Vor allem aktuelle und angehende Eigenheimbesitzer profitieren künftig von flexibleren Re­geln beim Wohn-Riester. So können beispielsweise Riester-Guthaben in Zukunft auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen eingesetzt werden.

 


 

Die Mehrheit der Bundesbürger will ihren Lebensabend in vertrauter Wohnumgebung verbringen. Allerdings werden die wenigsten Wohnungen den Anforderungen fürs Le­ben im Alter gerecht - Stufen erschweren den Zugang, Türen sind zu schmal und es mangelt an Bewegungsfreiheit. Den Bedarf an barrierefreien Wohnungen schätzt das Bundesbauministerium bis zum Jahr 2020 auf 3,5 Millionen Einheiten. Viele Eigentümer sehen zwar die Notwendigkeit für einen schwellenfreien Umbau, scheuen aber den fi­nanziellen Aufwand. Aber dank der aktuellen Gesetzesänderung kann die Wohn-Ries­ter-Förderung künftig auch für die Finanzierung von alters- und behindertengerechten Modernisierungen eingesetzt werden.

"Der Wohn-Riester hat sich nur fünf Jahre nach seiner Einführung zu einem Erfolgsmo­dell entwickelt. Durch die Änderungen wird er noch flexibler und gewinnt für Eigentü­mer und Immobilienkäufer an Attraktivität", sagt Joachim Klein von der LBS. Das neue Gesetz schafft die Möglichkeit, jederzeit gefördertes Guthaben aus dem Riester-Ver­trag zu entnehmen und für einen barrierefreien Umbau zu verwenden. Zu den Voraus­setzungen zählen ...

  • ein Mindestbetrag bei der Entnahme sowie
  • die Prüfung der Maßnahmen durch einen Sachverständigen.

Auch wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, kann bereits vorhandenes Gut­haben dafür einsetzen - oder wie gehabt ein Riester-Darlehen oder einen Riester-Bau­sparvertrag zur Finanzierung nutzen.

Neu ist zudem die Regelung, angespartes Riester-Kapital jederzeit für die Entschul­dung einer Immobilie verwenden zu können. Künftig kann mit dem Guthaben etwa eine Sondertilgung des bestehenden Immobiliendarlehens geleistet oder am Ende der Zins­bindung ein Teil oder das gesamte Darlehen abgelöst werden. Beides beschleunigt die Rückzahlung und senkt damit die Zinslast.


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Gestalten mit Beton-Werkstein

Informationsgemeinschaft Betonwerkstein hat „Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt

Bauletter vom 13.6.2013
Die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein e.V. hat ihre Broschüre zum Thema „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ neu aufgelegt. Auf 48 Seiten findet sich hier viel Wissenswertes rund um das Thema „Be­tonwerkstein am und im Haus“. Zahlreiche neue und attrakti­ve Anwendungsbeispiele laden ein zum phantasievollen Um­gang mit einem der kreativsten Baustoffe.

Beton ist ein faszinierender Werkstoff, der vielfältig formbar und gestaltbar ist. In Form von Betonwerkstein und Sichtbe­ton ist er aus unserer Umwelt kaum wegzudenken. In Haus und Garten bietet er für nahezu jeden Bedarf eine qualitativ hochwertige, umweltfreundliche und zugleich kostengünstige Lösung. Dafür sorgen auch die ständigen Entwicklungen der Hersteller. Mit neuen Hochleistungsbetonen beispielsweise wurden in den letzten Jah­ren die statischen Be­toneigenschaften wie Druckfestigkeit, Verschleißwiderstand und Dauerhaftigkeit weiter verbessert. Immer filigranere Formen mit feinkörnigen und po­renarmen Oberflächen eröffnen neue Anwendungen rund um Haus und Garten.

Mit der jetzt neu aufgelegten Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestal­ten mit Stein“ will die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein Bauherren und Planer zu einen „Gestalten ohne Grenzen“, zum phantasievollen Umgang mit dem Baustoff inspirieren. Das Spektrum der gezeigten Einsatzbereiche reicht ...

  • von Treppen und Bodenbelägen innen und außen
  • über Terrazzoböden und Fassaden
  • bis hin zur Innen- und Außenmöblierung sowie Gestaltungselementen.

Abgerundet wird die 48-seitige Broschüre durch eine Zusammenstellung beispielhafter Oberflächenmuster sowie Tipps zur Reinigung und Pflege von Betonwerkstein.

Die Broschüre „Lebensqualität in Haus und Garten - Gestalten mit Stein“ ist als PDF-Dokument verfügbar. In gedruckter Form kann sie kostenlos per E-Mail an Informationsgemeinschaft Betonwerkstein angefordert werden.


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Barrierefrei modernisieren ? Mängelfrei ??

Mängel beim barrierefreien Bauen und Auswirkungen auf Verbraucher

BAULETTER vom 9.6.2013
Die Erwartungen von Bauherren, Erwerbern und Wohneigentümern an ein Zuhause, das auf Alter und Beein­trächtigungen ausgerichtet ist, nehmen zu - aber häufig wer­den sie nicht erfüllt. Eine aktuelle Befragung des Instituts für Bauforschung (IfB) von 50 Sachverständigen deckt auf, wel­che Mängel beim barrierefreien Bauen entstehen, welche Aus­wirkungen sie auf Verbraucher haben und wie diese vermieden werden können. Damit wird wohl zum ersten Mal eine Studie über Mängel beim barrierefreien Bauen mit ihren Auswirkungen auf Verbraucher vorgelegt.

Etwa 78 Prozent der von Bauherren-Schutzbund e.V., Verband Wohneigentum e.V. und IFB Hannover im Jahr 2012 befragten Wohnungseigentümer will möglichst lange im eigenen Haus blei­ben. Dafür werden zunehmend Anpassungen und Umbaumaßnahmen in Räumen, Ge­bäuden und im Wohnumfeld in Angriff genommen. Leider heißt dies nicht zwangsläufig, dass dabei auch mangelfrei gebaut wird. Die aktuelle Studie des IFB zeigt Mängel­schwerpunkte auf.

Qualitätsstandards nicht klar definiert

Als großes Problem erweisen sich ungenaue Bau- und Leistungsbeschreibungen. Oft werden Qualitätsstandards als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne dass sie ein­deutig vertraglich vereinbart wurden. Anbieter werben häufig mit Slogans wie "Hoch­wertige Immobilie in seniorengerechter Wohnlage" oder "Ausführung als hochwertiges, behindertenfreundliches Bad". Bei derart "schwammigen Angaben" in Prospekten liegen dann die Erwartungen von privaten Bauherren und das tatsächliche Bauergebnis oft weit auseinander.

Fehlerhaft geplant und mangelhaft gebaut

Als ein gravierender Mangelschwerpunkt zeigte sich die baulich unzureichende Aus­führung von Zugangswegen zu Räumen, Wohnungs- und Gebäudeteilen. Als Barrieren entpuppen sich dabei vor allem ...

  • ungeplante Stufen und Schwellen am Hauseingang und der Terrasse,
  • nicht nutzbare Rampen,
  • unzureichende Türbreiten und
  • zu knapp bemessene Bewegungsflächen.

In der Modernisierung offenbarten sich Probleme bei barrierefrei geplanten Wohnun­gen, die konstruktiv so nicht zu verwirklichen waren.

Gerade beim barrierefreien Bauen, so zeigt die Umfrage, müssen individuelle Anforde­rungen sorgfältig und detailliert mit den Fakten der technischen Regelwerke in Über­einstimmung gebracht werden. Die neue DIN 18040 "Barrierefreies Planen und Bauen - Planungsgrundlagen" zeigt dazu neue Wege auf, fordert jedoch auch mehr Fachkom­petenz und Verantwortung von den beteiligten Planern und Bauausführenden.

Allerdings werden DIN-Normen erst rechtlich verbindlich, wenn sie in Gesetze und Ver­ordnungen - beispielsweise in die Landesbauordnungen - eingeführt werden. Da die neue Norm DIN 18040 noch nicht in allen Bundesländern Bestandteil der Landesbau­ordnung ist, besteht die Notwendigkeit, die jeweiligen Details dieser Norm (oder aber veränderte Anforderungen) in die vertraglichen Vereinbarungen konkret einzubeziehen. Nur das schafft für Verbraucher und alle Beteiligten ausreichende Transparenz und Si­cherheit.

Zusätzliche Kosten durch Nachbesserungen

Die Umfrage zeigt beispielhaft, wo Erwartungen, Ausführung und Ergebnis auseinan­derklaffen und welche Zusatzkosten dabei entstehen.

  • Im Fall eines erwarteten schwellenlosen Zugangs und einer verbreiterten Türöff­nung wurden lediglich Standardtüren eingebaut und vorhandene Schwellen ab­gesenkt. Das war keine barrierefreie Lösung - sie war auch explizit nicht verein­bart. Sie herzustellen, verursachte gleichwohl 6.500 Euro zusätzliche Kosten.
  • In einem zweiten Fall wurde eine Rampe nicht gemäß der vereinbarten DIN Norm für barrierefreien Zugang zu einer Wohnung errichtet. Das Gefälle war zu steil, die Breite zu schmal, Handläufe und Radabweiser fehlten. Für 14.000 Euro muss­te die Rampe weitgehend neu gebaut werden.
  • In einem weiteren Beispiel bestellte ein Ehepaar im Zuge einer Sanierung ein barrierefreies Bad mit bodengleicher Dusche. Beim Bau zeigte sich, dass die da­für notwendige flache Entwässerung technisch nicht herstellbar war. Unzurei­chende Bestandsanalyse und Planung verursachten hier zusätzliche Kosten so­wie die Akzeptanz eines Kompromisses durch die Auftraggeber.

Gravierende Folgen für Verbraucher vermeiden

Mängel beim barrierefreien Bauen können gravierende Folgen nach sich ziehen. Sie reichen von Komforteinbußen über finanzielle und wirtschaftliche Nachteile bis dahin, dass Objekte nicht wie beabsichtigt genutzt werden können. Auch Fördervorausset­zungen können verfehlt werden und damit Finanzierungsengpässe bei den Auftragge­bern entstehen.

„Deshalb“, so Frau Dipl.-Ing. Heike Böhmer, Direktorin des IFB Hannover, „sollten per­sönliche Bedürfnisse und Anforderungen an das Objekt im Vorfeld der Planung sehr ge­nau analysiert, das finanzielle Budget ermittelt und fachgerecht geplant werden. Bei der Veränderung im Bestand sind zusätzlich die Möglichkeiten und Grenzen des Objek­tes zu prüfen. UND: Nur erfahrene und qualifizierte Fachfirmen sollten mit der Ausfüh­rung beauftragt werden.“

siehe auch für zusätzliche Informationen:


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WasserSpar-Check online

Neuer Wassercheck berät online und verspricht weniger Verbrauch ohne Komfortverlust

Bauletter vom 26.5.2013
Wenn die Deutschen auf Energiesparen angesprochen werden, denken sie meist an Heizung, Lampen oder Standby-Verbrauch. Aber wer macht sich schon Gedanken über warmes Wasser für Bad und Küche? Dabei ist Warmwasser in einem durchschnittlichen Haushalt der zweitgrößte Energiefresser – mit einem etwa zwölf Mal höheren Verbrauch als beispielsweise die Beleuchtung. „Für unser warmes Was­ser zum Waschen oder Kochen verbrauchen wir weit mehr Energie als nötig“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. „Dabei lassen sich mit einfachen technischen Mitteln und kleinen Verhaltensänderungen nicht nur unzählige Kilowattstunden Energie sparen, sondern auch die Betriebskosten deutlich senken. Und das ohne Komfortverlust.“ Der neue interaktive WasserCheck, den co2­online im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ entwickelt hat, zeigt Verbrauchern in wenigen Schritten, wie groß ihr indivi­duelles Sparpotenzial beim Warmwasserverbrauch ist:

In einem durchschnittlichen Singlehaushalt beispielsweise kann durch den simplen Einsatz von Durchflussbegrenzern und eines Sparduschkopfs der Energieeinsatz für Warmwasser um rund 25% verringert werden. Das sollte jedes Jahr mehr als sechzig Euro Energiekosten sparen. Wird in einem durchschnittlichen Zweipersonenhaushalt regelmäßig nur eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger geduscht, sorgt das für eine jährliche Ersparnis von etwa einhundert Euro.

Die besten Tipps zum Wasser sparen

Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer nutzen: Wasser sparen beginnt dort, wo das Wasser heraus kommt: am Wasserhahn und am Duschkopf. Durchflussbegren­zer, Perlstrahler oder Perlatoren und Sparduschköpfe optimieren den Wasserstrahl und senken so den Verbrauch ohne Komfortverlust.

Zirkulationspumpe abschalten: Die Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass sofort war­mes Wasser aus dem Hahn kommt. Schaltet man diese ab, kann ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus pro Jahr rund 160 Euro sparen. Alterna­tiv kann die Schaltung der Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr an den individu­ellen Tagesablauf angepasst werden.

Wasser sparen im Alltag: Jeden Morgen kalt duschen muss nicht sein, denn auch kleine Verhaltensänderungen machen sich bezahlt. Wer nur eine Minute kürzer duscht, beim Händewaschen zwischendurch den Wasserhahn schließt und beim Zähneputzen einen Becher nutzt, kann eine Menge Wasser und damit Geld sparen.

Alte Geräte austauschen: Bei Wasser- und Stromfressern lohnt sich oft schon ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputt geht. Wird in einem Dreipersonenhaushalt ein hydraulisch geregelter Durchlauferhitzer durch einen vollelektronischen Durchlaufer­hitzer ersetzt, ist eine jährliche Ersparnis von 120 Euro möglich.

Dichtungen und Dämmung prüfen: Der Wasserhahn tropft oder am Brauseschlauch gibt es ein Leck? Schuld sind oft poröse oder verkalkte Dichtungen, die schnellstmög­lich getauscht werden sollten. Übrigens: Bei undichten Stöpseln im Waschbecken hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbrei­tern.

Wassertemperatur optimal regeln: In einer zentralen Anlage muss die Wassertem­peratur sechzig Grad Celsius betragen, um sich vor einem Legionellenbefall zu schüt­zen. Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern oder Boilern genügen niedrigere Temperaturen: an der Küchenspüle etwa 45 Grad, zum Duschen ungefähr 38 Grad.

siehe auch für zusätzliche Informationen:


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Kostenloser Ratgeber Thermografie / BlowerDoor

Neuer Ratgeber zur Thermografie sowie Blower-Door-Messung

Bauletter vom 26.5.2013
Zur Effizienz energiesparender Maßnahmen bei Neu- und Altbau gehört, Probleme und Fehler am Bau zu lo­kalisieren. Messverfahren wie Thermografie und Blower-Door-Messung können dabei helfen. Allerdings müssen sie richtig und vor allem von geschulten Fachleuten ausgeführt werden.

Zum Verständnis, wie diese Methoden eingesetzt werden kön­nen, erklärt der Ratgeber zunächst Grundprinzipien der Ther­mografie als zerstörungs- und berührungsloses Messverfahren zum Erfassen der Wärmestrahlung von Objekten und der Wär­meverteilung auf Oberflächen.

  • Unter welchen Bedingungen eine aussagekräftige Analy­se möglich ist,
  • welche Unterschiede zwischen einer Innen- und Außenaufnahme bestehen und
  • welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind,

... wird im Folgenden erläutert. Wärmebrücken, Luftundichtheiten und Feuchteschä­den sind dabei richtig zu bewerten. Gewarnt werden Gebäudeeigentümer vor allem vor „günstigen“ Angeboten mit unkommentierten Thermogrammen und vor Haustürge­schäften, bei denen auf Grundlage angeblich aussagekräftiger Gratisthermogrammen Leistungen verkauft werden sollen.

Für die Durchführung tatsächlich aussagefähiger Thermogramme listet der Ratgeber Regeln auf, wie das Beachten ausreichender Temperaturdifferenzen und der Wetter­beeinflussung. Am besten für die Thermografie geeignet ist ein Himmel mit tief­sitzenden Wolken. Dokumentation und Auswertung sollten geschulten Personen mit Kenntnissen in Messtechnik und Bauphysik vorbehalten bleiben.

Auch bei der Blower-Door-Messung

... erläutert der Ratgeber zunächst das Prinzip der Luftdichtheitsmessung nach dem Differenzdruckverfahren. Aus einem von einem Gebläse erzeugten Über- und Unter­druck und dem Vergleich der gemessenen Luftströme lässt sich errechnen, ob das Ge­bäude ausreichend luftdicht ist. Wichtig ist, diese Messung vor dem Ausführen von Trockenbaumaßnahmen durchzuführen. So erfolgt gleichzeitig eine Qualitätskontrolle.

Nach einem Abschnitt, der Vorschriften, Normen und Grenzwerte für das Blower-Door-Verfahren behandelt, geht der Ratgeber erneut auf die dafür geltenden Regeln ein. Vorkehrungen für eine erfolgreiche Messung sind beispielsweise das Abdichten bereits vorhandener Gebäudeöffnungen, das Öffnen aller Innentüren und ebenso das Beach­ten der Witterungseinflüsse und Windgeschwindigkeiten.

Blower-Door Messungen sind, um erfolgreich zu sein, ebenso von erfahrenen Fachleu­ten durchzuführen wie die Thermografie. Beide Methoden ersetzen keinesfalls eine fachgerechte Planung des Gebäudes und die Ursachensuche. Auch darauf weist der Ratgeber hin.

Der Ratgeber ist kostenlos unter bsb-ev.de > Ratgeber & Checklisten > Ratgeber Aktuell als Download zur Verfügung (direkter PDF-Download).


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Mindest - Treppenbreite

Ein Meter, nicht weniger!
Urteil zur Mindesttreppenbreite in Mehrfamilienhäusern

(16.5.2013) Egal, welche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden - die Haupttreppe in einem Mehrfamilienhaus sollte ei­nen Meter breit sein. Nur dann ist im Notfall genügend Platz für die Mieter, um aus dem Haus zu fliehen. So hat nach Aus­kunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Recht­sprechung in Nordrhein-Westfalen entschieden. (Verwaltungs­gericht Gelsenkirchen, Aktenzeichen 5 K 2704/12)

Der Fall: Ein älteres Ehepaar (88 und 80 Jahre) wohnte im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Weil das Treppen­steigen im Laufe der Zeit immer beschwerlicher wurde, be­antragte das Ehepaar, einen Treppenlift einbauen zu dürfen. Der Eigentümer stimmte zwar zu, ein anderer Bewohner des Hauses wandte aber ein, dass der verbleibende Platz auf der Treppe zu eng sei. Es wurde das Verwaltungsgericht angeru­fen und das führte einen Ortstermin durch. Am Ende stellte sich heraus, dass zwi­schen der Montageschiene des Lifts und dem Treppengeländer nur noch 92 Zenti­meter frei waren.

Das Urteil: Nach der geltenden Bauordnung des Landes müsste die Breite der Treppe mindestens einen Meter betragen, stellten die Verwaltungsrichter fest. Die Begrün­dung dafür: „Bei einem Brand und der damit oft verbundenen panikartigen Räumung eines Gebäudes ist zwangsläufig damit zu rechnen, dass Personen, die gut zu Fuß sind, ältere und schwache Personen, die sich auf der Treppe nur langsam bewegen, überholen wollen. Das ist bei einer Breite von 1 m gerade noch möglich, schon bei etwa 90 cm nur schwer.“ Der Treppenlift musste deswegen wieder entfernt werden, auch wenn er für die Mieter im Alltag eine große Hilfe gewesen wäre. Die Sicherheit der Hausgemeinschaft ging vor.


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Ökologsiche Treppen - Oberflächen

Trend bei Massivholztreppen:
Ökologische Finishbehandlung mit Ölen oder Wachsen

(16.5.2013) Bei Massivholztreppen ist verstärkt der Trend zu einer besonders ökologischen Finishbehandlung zu verzeichnen. Geölte bzw. gewachste Stufen stehen mittlerweile in puncto Abriebfestigkeit den Lackanstrichen fast gleichwertig gegen­über. Andererseits bieten solche Oberflächen den Vorteil, dass stark beanspruchte Bereiche ohne großen Aufwand immer wie­der partiell ausgebessert beziehungsweise nachgewachst wer­den können.

Bei Ölen oder Wachsen ist darauf zu achten, welche Produkte verwendet werden; denn auch wenn die Angebotspalette mitt­lerweile sehr groß ist, so bedeutet dies noch lange nicht, dass jedes Öl oder Wachs den besonders hohen Anforderungen, die bei einer Holztreppe anzutreffen sind, über Jahre standhalten kann.

Aktueller Technologiestand ist derzeit übrigens die UV-Trocknung, was zu einer opti­malen Aushärtung des Öles und somit auch besonders strapazierfähigen Oberfläche führt.


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Die Tricks der Baumärkte

"Die Tricks der Baumärkte"-Giftstoffe in Spanplatten,PVC-Böden und Vinyl-Tapeten

In Baumärkten werden Produkte verkauft, die gesundheitsgefährdend sein können, weil Giftstoffe an die Raumluft abgegeben werden. Das haben laut Vorabmeldung Untersuchungen für die NDR Sendung "Die Tricks der Baumärkte" (Montag, 6. Mai, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen) ergeben, eine Reportage des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt".

Stichprobenartig haben NDR Reporter in Baumärkten eingekauft - und zwar bei den vier größten Ketten Bauhaus, Hornbach, Max Bahr und Obi. Das Ergebnis der Laboruntersuchungen sollen erschreckend sein: Krebserzeugendes Formaldehyd findet sich in allen getesteten Spanplatten für den Innenausbau. "Alle Spanplatten haben in der Kurzzeitprüfung Werte erreicht, die oberhalb des Richtwertes des Bundesinstituts für Risikobewertung liegen", kritisiert Heidrun Hofmann vom Bremer Umweltinstitut. Und der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse warnt: "Schon in niedrigen Dosen müssen wir bei Formaldehyd mit dem Schlimmsten rechnen. Ich bin überrascht, dass Formaldehyd immer noch in den Mengen in Spanplatten eingesetzt wird." Auf NDR Anfrage teilen Max Bahr und Obi mit, dass sie eine so genannte Unbedenklichkeitserklärung ihres Lieferanten hätten. Bauhaus und Hornbach überprüfen ihre Spanplatten.

Neben den Spanplatten verkauften alle Baumärkte in der NDR-Stichprobe PVC-Fußböden mit teilweise sehr hohen Werten an Weichmachern, die bislang kaum erforscht sind. Für den Toxikologen Dr. Hermann Kruse besonders bedenklich: "Diese Weichmacher sind nicht fest chemisch in das PVC eingebunden. Durch Abrieb können sie natürlich auch in den Staub hineinkommen und dann von krabbelnden Kindern auf dem Boden aufgenommen werden. Ich gehe davon aus, dass diese Verbindung hormonaktiv ist, d.h. sie kann unser Hormonsystem durcheinander bringen. Außerdem hat sie nerventoxische Wirkungen."

Erschreckend ist auch das vorgetragene Ergebnis bei allen getesteten Vinyl-Tapeten aus den vier Baumärkten. Großflächig werden die zu Hause an die Wand geklebt. Was niemand wohl weiß: auch über die Tapeten können zum Teil krank machende Giftstoffe in die Raumluft abgegeben werden: Phtalate als Weichmacher, die bei erhöhten Werten zu Krebs führen können.

Konfrontiert mit den Ergebnissen schreibt Hornbach, dass bei PVC-Böden und Vinyl-Tapeten für viele Kunden die positiven Eigenschaften überwiegen würden. Bauhaus verweist auf eine Unbedenklichkeitserklärung, Max Bahr will mit seinem Lieferanten Rücksprache halten. Obi gibt dazu keine Stellungnahme.

Giftige Stoffe findet das vom NDR beauftragte Labor auch in den Fugendichtmassen von Bauhaus und Max Bahr. Bei Bauhaus handelt es sich um hohe Konzentrationen von gesundheitsschädlichen Verbindungen. Bei Max Bahr sind es sogar gesundheitsschädliche Stoffe, die schwer flüchtig sind, das heißt, noch lange aus der Dichtmasse ausgasen. Der Toxikologe warnt: "Die dampfen über Monate, über Jahre aus. Neurotoxische Stoffe greifen das Nervensystem an, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führt."

Konfrontiert mit dem Ergebnis schreibt Bauhaus an den NDR: "Vorsorglich haben wir dieses Produkt bis zur weiteren Klärung für den Verkauf gesperrt." Und Max Bahr erklärt: "Ihre Angaben lassen wir aktuell vom Hersteller untersuchen."


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Wertsteigerung bei Immobilien

Immobilienbarometer: Glaube an Wertsteigerung ungebrochen

Bauletter vom 22.4.2013
Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist heute noch genau so groß wie vor drei Jahren. Das zeigt die aktuelle Umfrage zum „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24 unter rund 3.700 Kaufinteressenten. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47%) mit einem Wertzuwachs, der immer­hin die Inflation ausgleicht. Das sind genauso viele wie vor drei Jahren. Allerdings geht heute ein größerer Anteil der Befragten von einer höheren Wertsteigerung aus und ein kleinerer Anteil von einem Wertverlust.

 

Heute glauben 7% der Kaufinteressenten an einen echten Wertzuwachs und 10% an einen Wertverlust. Im Jahr 2010 rechneten hingegen nur 5% mit einem Zuwachs und noch 12% mit einem Wertverlust. Vor allem Kapitalanleger erwarten heute mehrheitlich eine Wertsteigerung im Bereich der Inflation (66%), 10% erwarten sogar einen höhe­ren Wertzuwachs und nur 5% glauben an einen Wertverlust.

Eigennutzern ist Wertentwicklung weniger wichtig

Auch die Mehrheit der Eigennutzer glaubt an eine Wertsteigerung: 42% rechnen mit einem Inflationsausgleich, 7% mit höheren Steigerungen. Allerdings rechnet gut jeder zehnte (11%) auch mit Verlusten. Bemerkenswert ist, dass jeder fünfte Eigennutzer gar nicht vorrangig an der Wertentwicklung seiner Immobilie interessiert ist (21%), im Vergleich zu nur 7% der Kapitalanleger.

„Eigennutzer stellen die Wertentwicklung oft nicht so sehr in den Fokus - für sie zählt, dass sie in Haus oder Wohnung viele Jahre leben wollen. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Menschen von den Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt nicht verunsi­chert sind und weiter daran glauben, dass sich ein Kauf für sie lohnt. Aufgrund der niedrigen Zinsen bleiben Immobilien für viele Menschen erschwinglich“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Und Marc Stilke, CEO von Immobilien­Scout24, fügt hinzu: „Damit eine Immobilie an Wert gewinnt, sollten Käufer vor allem auf die Lage und den Zustand des Objektes achten.“


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BAD - RENOVIERUNG _________  Aber flott !!

Forsa-Erhebung: Deutsche drücken im Bad aufs Renovierungstempo

(20.3.2013; ISH 2013-Bericht) Wenn die Bundesbürger ihr eigenes Votum auch in die Tat umsetzen, werden Deutschlands Bäder künftig erheblich schneller als bisher von Grund auf erneuert - zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Repräsentativstudie, die das Forsa-Institut zur ISH für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) durchgeführt hat. Demnach sprechen sich 42% der Bevölkerung für eine umfassende Renovierung bereits nach spätestens 10 Jahren aus. Ein knappes Drittel davon hält sie sogar schon nach 5 Jahren für angebracht. Weitere 19% trugen sich in der Kategorie „nach 11 bis 15 Jahren“ ein:

 

Zum Vergleich: Laut einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sind noch nicht renovierte Bäder in Privathaushalten gegenwärtig fast zwei Jahrzehnte alt. Bricht jetzt die Ära wesentlich kürzerer Zyklen an?

Jedenfalls bewertet der VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann das Resultat als „große positive Überraschung“. Es bestätigt seiner nach Meinung nach zumindest das stark gestiegene Interesse der Bundesbürger an individuell geplanten und ausgestat­teten sowie kompetent realisierten Bädern. Schon das schaffe eine „ausgezeichnete Kommunikations- und Arbeitsbasis“ für den Profi-Verbund aus Industrie, Fachgroßhan­del und Fachhandwerk.

Zudem liefere die für rund 67 Mio. Deutsche ab 18 Jahre repräsentative Untersuchung auch bei der „Renovierungsfrage“ aufschlussreiche Einzelanalysen:

  • So sei die Quote derer, die im Osten der Republik für eine Modernisierung nach spätestens 10 Jahren plädieren, mit 66% „extrem hoch“ (Westdeutschland: 38%).
  • Gleiches gelte für die 18- bis 29-Jährigen (63%) und – in geringerem Maße – für die 30- bis 44-Jährigen (47%).
  • Am Ende der Skala rangiere hier mit „nur“ 32% die Generation „60plus“.

Durch gezielte Informationskampagnen wie dem nationalen „Tag des Bades“ am 14. September 2013 und einer neuen Aktion zum Thema „Barrierefreie Bäder“ wollen die Sanitärspezialisten deshalb u.a. ältere Menschen intensiver aufklären.


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Handwerk geniesst Vertrauen

Bauletter vom 07.02.13
Das Handwerk in Deutschland liegt bei der Vertrauensfrage vorne

Der GfK Verein hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt: Welche Wirtschaftsbranchen und Institutionen genießen am meisten Vertrauen, welche am wenigsten? Bis auf wenige Ausnahmen sind die Vertrauenswerte in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Einziger Gewinner ist die deutsche Regierung. Die Autoindustrie kann ihr hohes Vertrauensniveau halten, die Energie- und Wasserversorger verlieren leicht.

Bei den Institutionen genießt die Polizei das höchste Vertrauen in Deutschland. Sie erreicht 81 Prozent und führt das Ranking klar an. Im Vergleich zum Vorjahr wird jedoch ein Minus von vier Prozentpunkten gemessen. Auf Rang zwei liegt mit deutlichem Abstand die Justiz. Sie erreicht einen Vertrauenswert von 65 Prozent, gefolgt von den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit 59 Prozent.

Als einzige Institution konnte die deutsche Regierung ihren Vertrauenswert verbessern. Zwar rangiert sie mit 34 Prozent im hinteren Drittel des Rankings, konnte im Vergleich zum Vorjahr aber fünf Prozentpunkte hinzugewinnen. "Grund für diese Entwicklung könnte die - laut Medienberichten - positive Wahrnehmung des derzeitigen Krisenmanagements durch die Bundeskanzlerin sein", sagt Professor Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.
Wenig Vertrauen schenken die Deutschen auch dem Internet (34 Prozent) und großen Unternehmen bzw. internationalen Konzernen (26 Prozent). Schlusslicht sind und bleiben die politischen Parteien, zu denen nur jeder Sechste Vertrauen hat. Im internationalen Vergl eich liegen die deutschen Parteien mit diesem Wert allerdings noch im Mittelfeld.


Branchen: Das Handwerk steht in Deutschland an der Spitze
Offenbar hat in Deutschland das Handwerk auch in puncto Vertrauen goldenen Boden. 87 Prozent der Bundesbürger vertrauen dieser Branche. Damit belegt sie - wie schon im vergangenen Jahr - klar den Spitzenplatz bei den elf untersuchten Wirtschaftsbereichen. Auf Rang zwei finden sich die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller, denen 78 Prozent der Bevölkerung vertrauen, gefolgt von den Autoherstellern mit 71 Prozent.

Den letzten Platz belegen die Banken und Versicherungen. Sie büßen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal 7 Prozentpunkte ein und kommen nun auf einen Vertrauenswert von 29 Prozent. "Nicht einmal mehr jeder dritte Bundesbürger vertraut dieser Branche. Hier wirken sich wohl vor allem die Skandale der letzten Zeit aus, die von Zinsmanipulationen bis zu Razzien wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung reichen", fasst Wildner zusammen.

An Vertrauen verloren haben auch die Energie- und Wasserversorger. Sie erreichen aktuell nur noch 51 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 5 Prozentpunkte mehr. Grund dafür könnten die steigenden Ökostromumlagen sein, durch die sich die Strompreise für viele Privatkunden erhöhen.

Weltweit genießt das Militär das größte Vertrauen ... noch vor den Kirchen!

Über alle 25 Länder hinweg erhalten bei den Institutionen das Militär und die Armee mit 79 Prozent das größte Vertrauen. Auf Rang zwei folgen mit 66 Prozent die Kirchen bzw. die Glaubensgemeinschaften. Das Schlusslicht der internationalen Liste bilden - wie in fast allen untersuchten Ländern - die politischen Parteien. Sie erreichen im Durchschnitt lediglich einen Vertrauenswert von 18 Prozent.

Bei den Branchen liegen die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller im Gesamtdurchschnitt an der Spitze: knapp 74 Prozent aller Befragten vertrauen diesem Wirtschaftsbereich, gefolgt vom Handwerk mit 69 Prozent. Die hinteren Plätze des Vertrauens-Rankings der Branchen belegen die Banken bzw. Versicherungen mit 62 Prozent und die Telekommunikations- und Internetanbieter sowie die Fluggesellschaften mit jeweils 60 Prozent.

Zur Studie: Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem "GfK Global Trust Report" 2013 und basieren auf rund 28.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Zeitraum September bis November 2012 in insgesamt 25 Ländern durchgeführt wurden. Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage des Vertrauens in 12 Institutionen, 11 Branchen und in die Mitmenschen allgemein mittels folgender Skala: "vertraue ich voll und ganz", "vertraue ich überwiegend", "vertraue ich weniger", "vertraue ich überhaupt nicht". ...


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Dämmstoff-App Rockwool

Wieviel Geld spart welche Dämmung? Rockwools „EinsparRadgeber“-App antwortet.

Rockwools „EinsparRadgeber“-AppBauletter vom 24.1.2013; BAU 2013-Bericht
Auf dem BAU-Messestand der Deutschen Rockwool wurde erstmalig eine neue App vorge­stellt, die die Entscheidung für eine energetische Sanierung von Gebäuden erleichtern kann: In der Hand eines Fachmanns wird das iPhone mit dem „EinsparRadgeber“ zum Berechnungs- und Präsentationswerkzeug. Denn mit dieser App lässt sich ermitteln, um wie viel Euro pro Monat und Jahr die Energie­kosten eines Hausbesitzers sinken, wenn Dach, oberste Ge­schossdecke, Keller oder Fassade gedämmt werden.

Auf der Rockwool-Web-Site finden sich bereits einige interaktive Planungswerkzeuge zur energetischen Sanierung. Mit ihnen können sich Hausbesitzer selbst - oder geführt vom Baufachberater - recht leicht einen Überblick über die Möglichkeiten einer effi­zienten Gebäudedämmung verschaffen. Die neue App ermöglicht es nun zusätzlich, durch Eingabe weniger Rahmendaten individuell zu errechnen, welche Einsparungen im Einzelfall möglich sind. „Für Hausbesitzer macht das die Empfehlungen des Fachman­nes ungeheuer transparent und interessant“, ist Projektleiterin Verena Pieper über­zeugt. Mit welchen Dämmstoffdicken welche Einsparungen und eventuell eine Förde­rung durch die KfW-Bank zu erzielen sind, errechnet die App auf der Grundlage weni­ger Kennzahlen.

Die Auswirkungen der gewählten Dämmmaßnahmen auf die Energiekosten werden da­raufhin in Euro pro Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr ermittelt und angezeigt. Zusätz­lich gibt die App den U-Wert der gedämmten Konstruktion an. Wird dieser Wert in grün dargestellt, so erfüllt die Kon­struktion die Anforderungen gemäß EnEV. Wird er in blau an­gezeigt, so kann für die geprüfte Dämmstofflösung eine KfW-Förderung beantragt werden.

Auf Wunsch erzeugt der „EinsparRadgeber“ eine Übersicht der eingegebenen Parame­ter und der Einspareffekte. Dieses anschauliche Dokument kann per E-Mail versandt werden. Ein Link führt auf Wunsch zu den entsprechenden Produktinformationen auf der Rockwool-Web-Site.

QR-CodeErhältlich ist die App für iPhone im App Store von Apple - auch via passendem QR-Code rechts. (Damit können Sie die App mit Hilfe eines QR-Code-Scanners - wie Qrafter oder i-nigma - auch dann schnell auf Ihrem iPhone/iPad installieren, wenn Ihr mobiles Gerät nicht an konkret diesem Computer angemeldet ist!) Eine Version für iPads soll in einigen Wochen folgen.


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Energieeffizient sanieren

KfW verbessert Programm „Energieeffizient Sanieren“

Bauletter vom 20.1.2013
Der Bund stellt über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Verbes­serung der bestehenden Zuschussförderung via KfW ab so­fort und bis 2020 jährlich zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 300 Mio. Euro zur Verfügung. Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer erklärt dazu: „Hausbesitzern, die ihren Wohnraum oder ihre Eigentumswohnung energetisch sanieren möchten, bieten wir durch die neuen KfW-Zuschüsse eine starke finanzielle Unterstüt­zung. Bis einschließlich 2014 stellen wir hierfür 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bereit. Ab heute stehen zusätzlich über acht Jahre weitere 300 Millionen Euro jährlich zur Verfü­gung.“

"40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich auch davon ab, inwieweit dort Einsparpo­tenziale gehoben werden können. Mit der Verbesserung unserer Programme wollen wir gezielt privaten Hausbesitzern die Entscheidung für die Sanierung der 'eigenen vier Wände' erleichtern: Sie können künftig mit bis zu 18.750 Euro einen deutlich höheren Investitionszuschuss von der KfW erhalten. Mit den Programmverbesserungen leisten wir einen weiteren Beitrag für das Gelingen der Energiewende", verspricht Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.


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Schornsteinfeger - Register

bauletter vom 13.1.2013
Das Kehrmonopol des Bezirksschornsteinfegers ist zum 1.Januar 2013 ausgelaufen. Hauseigentümer haben jetzt die Möglichkeit, einen Schornsteinfeger ihrer Wahl zu beauftragen. Um den Eigentümern die Feststellung zu erleichtern, wer die Voraussetzungen zur selbständigen Ausnutzung von Schornsteinfegerarbeiten erfüllt, führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Schornsteinfegerregister.

Das Register wird elektronisch geführt. Die Eintragung in das Register erfolgt ausschließlich durch die Handwerkskammern, bei denen der Inhaber des Betriebs mit dem Schornsteinfegerhandwerk in die Handwerksrolle eingetragen ist, oder durch Behörden, bei denen die Erbringung der Dienstleistungen angezeigt wurde.

Das BAFA stellt hierfür lediglich die entsprechende Plattform sowie das Internetportal zur Verfügung, auf dem die Registrierung durch die zuständigen Stellen erfolgt.


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Neue Regeln für Photovoltaik

Tip BAULETTER  vom 21.12.2012
Der Jahreswechsel bringt für viele Hausbesitzer mit Solarstrom-Anlagen und alle Solarinteressierte, die über die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage nach­denken, eine Neuerung: Ab dem 1. Januar 2013 müssen in Deutschland Photovoltaik-Anlagen am gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisemanagement teilnehmen oder sich auf eine Begrenzung auf 70 Prozent der Anlagenleistung einlassen. Die Regelung gilt für alle neuen Photovoltaik-Anlagen und auch für die rund 150.000 Solarstrom-Erzeu­ger, die im Jahr 2012 eine kleine Photovoltaik-Anlage (z.B. auf dem Hausdach) instal­liert haben. Für letztere endet zum Jahreswechsel die Übergangsfrist.

„Die Entscheidung hängt von den Umständen im Einzelfall ab, zum Beispiel von den Anforderungen der Netzbetreiber“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Auch wenn die Entscheidung auf die Kappung der Anlage fällt, muss Solarstrom nicht zwangsläufig ungenutzt verpuffen. Körnig: „Es sind ausgereifte Lösungen wie intelligente Steuertechnik und Speicher­technologie auf dem Markt, mit denen sich der überschüssige Solarstrom nutzen lässt und zugleich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.“ - siehe u.a. „Solarstromspei­cher“ im erneuerbare Energien-Magazin.

Was bedeutet die Gesetzeslage für Solarinteressierte und Anlagenbetreiber? Was muss bei der Entscheidung bedacht werden? Der BSW-Solar beantwortet die wichtigs­ten Fragen und gibt Tipps für die Umstellung und für die Neuanschaffung:

1. Zunächst ist zu klären, ob die Photovoltaik-Anlage von dem Gesetz betroffen ist. Für alle kleinen Photovoltaik-Anlagen (bis 30 Kilowatt), die bis Ende 2011 in Be­trieb gegangen sind, ändert sich nichts. Bei kleinen Photovoltaik-Anlagen aus dem Jahr 2012 endet jetzt die Schonzeit. Ab dem 1. Januar 2013 unterliegen auch sie der Regelung. Wird der Betreiber einer solchen Anlage nicht aktiv, setzt er die Vergütung des Solarstroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aufs Spiel. Neue Solarstrom-Systeme, die nach dem Jahreswechsel installiert werden, müssen diese gesetzlichen Vorgaben ebenfalls erfüllen.

2. Wer eine Photovoltaik-Anlage nach dem 1. Januar 2013 neu in Betrieb nehmen will, sollte schon bei der Anschaffung mit dem Fachbetrieb über die verschiedenen Mög­lichkeiten sprechen. Je nach Variante könnte die Wahl der einzelnen Komponenten des Solarsystems anders ausfallen. Zum Beispiel könnte ein Wechselrichter gewählt werden mit erhöhtem Leistungsspektrum oder ein Batteriespeicher angeschafft wer­den.

3. Die Entscheidung Einspeisemanagement oder Abregelung ist nicht endgültig. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass Besitzer der Photovoltaik-Anlage ihren Ent­schluss zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückgängig machen können. das könnte zum Beispiel sinnvoll sein, wenn Netzbetreiber auf den Einsatz von derzeit noch sehr teuren Fernabschaltgeräten bestehen. Sollten die Kosten für diese Geräte sinken, kann der Solarstromer später auf Einspeisemanagement umstellen.

4. Fällt die Entscheidung auf das Einspeisemanagement, muss eine Art Fernsteue­rung installiert werden, mit der der Netzbetreiber bei Bedarf die Stromeinspeisung der Photovoltaik-Anlage reduzieren kann. Der Installationsfachbetrieb weiß, welche tech­nischen Anforderungen der Netzbetreiber vor Ort stellt - die mehr als 900 Verteilnetz­betreiber haben zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen. Allein die Kosten für den so genannten Rundsteuerempfänger schwanken zwischen 0 und 600 Euro. Auf Ba­sis der jeweiligen Vorgaben kann der Installateur ein Angebot erstellen. Da die Anla­genleistung nur in wenigen seltenen Fällen durch den Netzbetreiber reduziert werden dürfte, werden sich bei dieser Variante die Einnahmeausfälle durch nicht eingespeisten Strom in Grenzen halten.

5. Für das Abregeln der Leistung auf 70 Prozent sollte sich entscheiden, wer eine Photovoltaik-Anlage betreibt, die bauartbedingt nicht die volle Leistung erbringen kann – etwa weil die Module auf der Ost- und Westseite des Daches angebracht sind oder weil die Anlage ungünstig verschattet wird. Wenn nicht die komplette Modulflä­che beschienen wird, kann eine solche Anlage nicht die volle Leistung erzielen. Daher kommt es in diesen Fällen bei der Wahl der 70-Prozent-Abregelung in der Regel nicht zu zusätzlichen Ertragsverlusten.

6. Die weit überwiegende Zahl der Photovoltaik-Anlagen ist heute mehr oder weniger direkt nach Süden ausgerichtet, so dass bei einer einfachen harten Kappung auf 70 Prozent der Anlagenleistung Ertragsverluste zu erwarten sind. Die Kappung erfolgt durch die Änderung der Software-Einstellung am Wechselrichter. Das ist ein preiswer­ter Eingriff, der jedoch bei nach Süden ausgerichteten Anlagen die höchsten Ertrags­verluste bringt. Beispiel: Die Photovoltaik-Anlage hat eine Nennleistung von 10 Kilo­watt. Der Wechselrichter regelt bei maximal 7 Kilowatt ab – selbst wenn die Photovol­taik-Anlage angesichts der Sonneneinstrahlung mehr Strom produzieren könnte. Wie groß die Verluste sind, hängt vom jeweiligen Standort ab. Netzbetreiber gehen über das Gesamtjahr von einer Ertragsminderung im unteren einstelligen Prozentbereich aus.

7. Die gesetzlichen Anforderungen können auch mit einer intelligenten Form der 70-Prozent-Abregelung eingehalten werden. Dabei wird Solarstrom selbst verbraucht, anstatt ihn ungenutzt verpuffen zu lassen. Das ist möglich, weil das Gesetz lediglich eine Reduzierung der Leistung am Netzanschlusspunkt vorsieht - nicht eine Reduzie­rung der Leistung am Modul oder Wechselrichter. Mittels moderner Steuertechnik kann der Stromverbrauch im Haus an die Solarstrom-Produktion angepasst werden: Wenn die Photovoltaik-Anlage mehr als 70 Prozent der Nennleistung erzeugt, wird zum Bei­spiel die Waschmaschine gestartet oder Strom in der Batterie gespeichert. Die Vor­teile: Der Eigenverbrauch wird erhöht, teurer Strombezug aus dem Netz zurückgefah­ren und zugleich Ertragsverluste vermieden - siehe auch Beitrag "Dezentrale Batterie­speicher als Lösung für die optimale Solarstromverwertung" vom 19.6.2012.

8. Egal, ob die Entscheidung auf das Einspeisemanagement oder die 70-Prozent-Abre­gelung fällt - es entstehen immer Kosten. Bei im Jahr 2013 neu installierten Photovol­taik-Anlagen sind dies Teile der Anschaffungskosten, die über die normale Abschrei­bung steuerlich geltend gemacht werden können. Bei im Jahr 2012 in Betrieb ge­nommenen Anlagen dürften die nachträglich entstandenen Kosten im Rahmen der übli­chen Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können -


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Tipps für den neuen Brennwertkessel

Tipp vom 09.12.12
Alter Heizkessel raus, moderner Brennwertkessel rein. Immer mehr Haus­eigentümer entscheiden sich für diesen Schritt, um Energie und Heizkosten zu sparen. 2011 haben laut dem Bundesverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) rund 420.000 Hauseigentümer einen Brennwertkessel gekauft. Das sind zwei Drittel der in Deutschland neu gekauften Wärmeerzeuger in Wohngebäuden. Brennwertgeräte holen mehr aus Energieträgern wie Gas oder Öl, weil sie auch die im Wasserdampf der Abga­se „versteckte Wärme“ (Kondensationswärme) nutzen. „Wer über hohe Energiepreise stöhnt, sollte seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der co2online gemeinnützige GmbH.

 

Besonders energiesparend ist die Kombination mit einer Solaranlage für das warme Wasser. Über die von co2online initiierte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ finden Hauseigentümer Tipps mit Informationen über Kosten, Installation und die Auswahl des passenden Brennwertkessels.
Eine Auswahl der wichtigsten Ratschläge finden Sie bei BAULETTER
Wärmecheck zum hydraulischen Abgleich

 


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Absetzbarkeit von Handwerker-Rechnungen

Wo endet der Steuerbonus?

Tipp vom 05.12.12 Eigentlich gilt für den Steuerbonus die Grundstücksgrenze. Doch eindeutig ist die Regelung nicht: Was für Kunden künftig gilt, muss nun der Bundesfinanzhof entscheiden.

Wo sind die Grenzen des Steuerbonus?

Den Steuerbonus können Steuerzahler nur geltend machen, wenn der Handwerker in ihrem Haushalt oder auf ihrem Grundstück tätig wird. Wie weit oder eng sich diese Regel auslegen lässt, zeigen zwei Gerichtsurteile:

Fall 1: Ein Tischler fertigt für einen Kunden Schlafzimmermöbel in seiner Werkstatt und baut sie beim Kunden ein. In der Rechnung teilt der Handwerker die Kosten auf, in Arbeitslohn und "Arbeiten vor Ort". Klare Sache für das Finanzamt: Nur die Kosten für den Einbau dürfen abgesetzt werden. Das sei ungerecht, meinte der Kunde. Manche Gewerke könnten Arbeiten nur beim Kunden durchführen und damit voll abgesetzt werden; die Arbeiten anderer Gewerke müssen hingegen teilweise in der Werkstatt erfolgen und sind nicht voll absetzbar. Das Finanzgericht München hielt sich trotzdem an den Gesetzeswortlaut: Den Steuerbonus gab es nur für den Einbau. (Urteil vom 24. Oktober 2011, 7 K 2544/09).

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