Bambus als Fussboden ??

Normung beschäftigt sich erstmals mit Fußbodenbelägen aus Bambus

Bauletter vom 29.8.2013
Fußbodenbeläge aus Bambus werden fälschlicher­weise oft als Parkett bezeichnet. „Diese Bodenbeläge beste­hen allerdings aus einem Gras und nicht aus Holz“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), Dirk-Uwe Klaas. Eine Norm, die Fußboden aus Bambus regelt, gebe es derzeit noch nicht. „Aus diesem Grund beschäftigt sich seit 2013 eine Arbeitsgruppe auf euro­päischer Ebene mit diesen Produkten und will für entsprechen­de Klarheit sorgen.“

Während zur Parkettherstellung in Deutschland überwiegend einheimische und europäische Holzarten verwendet werden - unangefochtene Nr. 1 ist dabei die Eiche - stammt das Roh­material für Bodenbeläge aus Bambus aus Asien, insbesonde­re aus China. Die größtenteils eingesetzte Grasart ist Phyllos­tachys Heterocycla Pubescens, die in China als „Mao Zhu“ bezeichnet wird. „Kaufen europäische Kunden Bambusböden, so sichern sie überwiegend schlecht bezahlte Arbeitsplätze auf den Bambusplantagen und in den Herstellerwerken in Chi­na“, erläutert Klaas.

Da oft auch qualitativ schlechte Ware nach Europa kommt, liegt es auch im besonderen Interesse der Verbraucher, dass mit normativen Regelungen zu definierten Eigenschaften, zur Qualität und zu passenden Prüfverfahren für sichere Produkte gesorgt wird. Daher wurde auf europäischer Normungsebene (CEN) eine technische Arbeitsgruppe unter dem Bereich CEN/TC 175/WG 33 (Round and sawn timber - Specific user re­quirements - Timber flooring) etabliert, die valide Prüfungen und technische Spezifikationen für Bodenbeläge aus Bambus erarbeiten soll.



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