Jeder 10. Deutsche produziert Strom !

Jeder zehnte Bundesbürger produziert bereits Solarenergie; starke Zuwächse in Übersee

Bauletter vom 25.6.2013; Intersolar-Bericht
Jeder zehnte Bundesbürger produziert bereits Solar­energie und immer mehr Menschen nehmen die Energiewende in Deutschland selbst in die Hand. Bereits 8,5 Millionen Menschen leben hierzulande in Gebäuden, die über eine eigene Solaranlage zur Strom- oder Wärmeerzeugung verfügen. Die aktive Nut­zung von Solarenergie macht unabhängiger von steigenden Energiepreisen und er­spart dem Klima große Mengen Kohlendioxid. Die in Deutschland installierten Solar­anlagen sollen allein 2013 den Ausstoß von rund 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden - diese neuen Zahlen veröffentlichte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) anlässlich der Intersolar Europe.

 

In Deutschland deckt Solarenergie bereits fünf Prozent des Strombedarfs, in Bayern sollen es sogar rund 10 Prozent sein. Die Solarbranche hat sich zum Ziel gesetzt, die­sen Anteil bis 2020 bundesweit auf mindestens 10 Prozent und bis 2030 auf mindes­tens 20 Prozent zu erhöhen.

Geboomt wird aktuell woanders

Während vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und zum Teil überhöhter Förderein­schnitte der europäische Solarmarkt derzeit rückläufig ist und ein sehr harter Wettbe­werb insbesondere viele Hersteller von Solarzellen und -modulen vor große Herausfor­derungen stellt, zieht die Nachfrage vor allem in Asien und Amerika stark an. Beispiele:

  • In den USA wird für 2013 ein Wachstum der neu installierten Photovoltaik-Leis­tung gegenüber dem Vorjahr von rd. 30 Prozent prognostiziert,
  • in China von über 50 Prozent und
  • in Japan dürfte sich der Photovoltaikmarkt gegenüber dem Vorjahr mindestens verdreifachen.

Bis 2015 rechnet die Solarwirtschaft mit einer Steigerung der weltweit jährlich neu installierten Solarstromleistung von 31 Gigawattpeak (GWp) im Jahr 2012 auf rund 50 GWp. Damit würde sich die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung innerhalb von drei Jahren auf über 200 GWp mehr als verdoppeln.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar weiß: „Immer mehr Länder er­kennen, dass an einem zügigen Ausbau der Solarenergie kein Weg vorbei führt und dieser deutlich kostengünstiger ist als ein Festhalten an fossilen und nuklearen Ener­gieträgern. Rasant steigende Klimafolgekosten und Kosten für den Import fossiler Energien fördern diesen Erkenntnisprozess rund um den Erdball.“

Positive Exportquote

Die Exportquote der deutschen Unternehmen ist von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 60 Prozent im Jahr 2012 gewachsen und wird nach den Erwartungen des Branchenver­bandes noch weiter zulegen. „Ein starker Heimatmarkt ist jedoch ein unverzichtbares Standbein einer erfolgreichen Solarwirtschaft. Die Politik muss deshalb nach der Bun­destagswahl Erneuerbare Energien zum Kern der Energieversorgung machen, ihren Ausbau zügig und vorrangig fortsetzen sowie die Investitionssicherheit für die Bürger und Branche erhalten.“

Initiative „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“
  

Unterstützer der Erneuerbaren Energien können sich auf der Internetseite der Initiative „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ zum Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland bekennen. Die Initiative hat der Bundesverband Solarwirtschaft zusammen mit anderen EE-Verbänden ins Leben gerufen. Die Botschaft lautet: „Erneuerbare Energien haben keine versteckten Kos­ten. Sie sind ein Gewinn für die Gesellschaft und müssen des­halb weiter zügig ausgebaut werden.“

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